Zi und ZS unterschiedliche Messgeräte und Üblichkeitswerte

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Zi und ZS unterschiedliche Messgeräte und Üblichkeitswerte

Beitrag von SPS » Dienstag 9. Juni 2020, 22:01

Hallo zusammen,

Gibt es Üblichkeitswerte für Zi im TT und ZS im TN System am HAK? Bzw. besser Handhaltbare Ik Werte?

Verschiedene Leistungen am HAK vom Wohnungsbau bis mittlerer Betrieb im Niederspannungsnetz.

Wird da üblicherweise die Abschaltzeit von 5 Sekunden eingehalten. Oder auch im Einzelfall die Zulässige
Zeit von <= 1 Stunde zwischen HAK und Zähler?

Welchen unterschied beim ZI bzw. IK L-N ist üblich zwischen verschiedenen Messgeräten.?
An einer Steckdose im Haushalt bei mehreren Messungen Zeitnah gemessen.

Altes Gerät zwischen 500 und 600 A (HT Genius 80)

Neues Gerät zwischen 600 und 700 A (HT Combi G2)Kalibrierung 2018 erste Benutzung ab Anfang 2019. Also für mich min. 3 Jahre Frist da es fast nur im Schrank liegt.
Unterschied zwischen den Messgeräten um 100 Ohm

Das liegt doch noch im Bereich von 30 % bzw. 50 % Messfehler ...
Oder ist das alte Gerät schon in die Jahre gekommen?

Kalibrierung rechnet sich wohl beim Genius 80 nicht mehr.
Mit freundlichem Gruß sps

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Re: Zi und ZS unterschiedliche Messgeräte und Üblichkeitswerte

Beitrag von Probator » Dienstag 30. Juni 2020, 12:27

SPS hat geschrieben:
Dienstag 9. Juni 2020, 22:01
Gibt es Üblichkeitswerte für Zi im TT und ZS im TN System am HAK? Bzw. besser Handhaltbare Ik Werte?
Verschiedene Leistungen am HAK vom Wohnungsbau bis mittlerer Betrieb im Niederspannungsnetz.
Im üblichen Wohnungsbau will ich an der 16mm²-Leitung mindestens 1500 A Ik sehen.
SPS hat geschrieben:
Dienstag 9. Juni 2020, 22:01
Wird da üblicherweise die Abschaltzeit von 5 Sekunden eingehalten. Oder auch im Einzelfall die Zulässige
Zeit von <= 1 Stunde zwischen HAK und Zähler?
Normalerweise sollten die 5 Sekunden locker eingehalten werden. Selbst die 0,4 Sekunden sind im Normalfall locker schaffbar.
SPS hat geschrieben:
Dienstag 9. Juni 2020, 22:01
Welchen unterschied beim ZI bzw. IK L-N ist üblich zwischen verschiedenen Messgeräten.?
[...]
Das liegt doch noch im Bereich von 30 % bzw. 50 % Messfehler ...
Das kann in der Natur der Messung begründet sein, vielleicht erzeugen deine Messgeräte verschieden hohe Prüfströme.
Je geringer der Prüfstrom, desto ungenauer. Am HAK kannst du mit vielen tragbaren Installationstestern allerhöchstens bis 25mm² sinnvoll messen, alles darüber ist Messwert-Gewürfel.
Schau mal HIER rein.

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Re: Zi und ZS unterschiedliche Messgeräte und Üblichkeitswerte

Beitrag von SPS » Dienstag 30. Juni 2020, 15:01

dank1 Probator für deine ausführliche Fachliche Antwort.
Ich habe nachgesehen.
Prüfstrom nach Handbuch Hochstromprüfung
Comi G2
5.81A (bei 265V); 10.10A (bei 457V)


ULTRA PLUS GENIUS 80
10A ± 10%

Also G2 das neue würde mit max. 5.81A prüfen das alte ULTRA PLUS GENIUS 80 macht keine Einschränkungen der 10 A.

Da 3 Leiter Messung auch bei Zi, A Meter zwischen den L Schalten geht nicht wirklich.
Die Mesung ist so schnell, das bekommt das Multimeter nicht mit. Beim Speichern der Anzeige habe ich Werte deutlich unter 1 A bekommen. Kann nicht sein oder?
Mit freundlichem Gruß sps

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Re: Zi und ZS unterschiedliche Messgeräte und Üblichkeitswerte

Beitrag von Probator » Dienstag 30. Juni 2020, 16:52

SPS hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 15:01
Beim Speichern der Anzeige habe ich Werte deutlich unter 1 A bekommen. Kann nicht sein oder?
Manche Messgeräte kann man so einstellen, dass sie den Messstrom auf ca 15mA reduzieren, damit der FI nicht fliegt.
Schau mal, ob du das versehentlich aktiviert hast.

Die Messgenauigkeit ist damit nebenbei auch fürn A..., bravo1
denn du reduzierst deinen Prüfstrom um den Faktor 387 (5.81 A gegenüber 15 mA).

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Re: Zi und ZS unterschiedliche Messgeräte und Üblichkeitswerte

Beitrag von SPS » Dienstag 30. Juni 2020, 16:59

Probator hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 16:52
Manche Messgeräte kann man so einstellen, dass sie den Messstrom auf ca 15mA reduzieren, damit der FI nicht fliegt.
Schau mal, ob du das versehentlich aktiviert hast.
Hallo Probator :) ,
die Messung ist wohl zu Schnell. Ich hatte ja extra L-N geprüft, um den RCD nicht auszulösen. Da gibt es den 15 mA Strom nicht.
Mit freundlichem Gruß sps

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Re: Zi und ZS unterschiedliche Messgeräte und Üblichkeitswerte

Beitrag von Probator » Dienstag 30. Juni 2020, 17:00

Du hängst wohl ein Amperemeter in die Messleitung, weil du den Strom wissen willst?
Vielleicht hast du ein Multimeter mit Peak-Hold, das schnell genug ist.

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Re: Zi und ZS unterschiedliche Messgeräte und Üblichkeitswerte

Beitrag von SPS » Dienstag 30. Juni 2020, 17:27

Probator hat geschrieben:
Dienstag 30. Juni 2020, 17:00
Du hängst wohl ein Amperemeter in die Messleitung, weil du den Strom wissen willst?
Vielleicht hast du ein Multimeter mit Peak-Hold, das schnell genug ist.
Ja, die idee hatte ich vor einigen Minuten auch. Hatte mir gerade das andere Multimeter gesucht, dann stand dein Vorschlag hier.
Musste erst ein wenig umstecken und einstellen bis ich Werte hatte.
O,38A und 0,25 A also weit Weg von 5 A
Mit freundlichem Gruß sps

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Re: Zi und ZS unterschiedliche Messgeräte und Üblichkeitswerte

Beitrag von SPS » Dienstag 30. Juni 2020, 17:33

Hallo, beim Genius 80 steht (10 mS) bei dem Strom.
Ich denke das ist zu schnell fürs Multimeter.
Mit freundlichem Gruß sps

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Re: Zi und ZS unterschiedliche Messgeräte und Üblichkeitswerte

Beitrag von SPS » Mittwoch 1. Juli 2020, 00:56

Hallo Probator,

ich habe noch eine Stromzange die DC kann. Eigentlich für hohe Ströme ...
Etwas viel einzustellen bis es ging.
Max. Funktion wie bei meinem Multimeter auch reicht nicht. Die Zange hat auch noch eine Peak Einstellung. Für mich war das immer das gleiche ...
Allerdings schaltet die Zange bei der Peak Einstellung gelegentlich auf AC um.
Gelegentlich funktioniert es. Da muss ich noch üben
Die hat zu lange im Schrank gelegen .... schlaf1
Combi G2 > 5 bis 6,xx A
Genius 80 > 12 A (Puls 10 % von 10 A nach Handbuch wären 11 A. Da ist jedoch die genauigkeit der Zange noch nicht enthalten.
Je nach wiederholten Messungen etwas anders.
Das würde auch nach Handbuch etwa passen.
Kommt ja nur ungefähr auf die Größenordnung an. Ob da 1 A mehr oder weniger verwendet wird ist mir gleich.

Da verwendet das alte Gerät gut den 2 fachen Strom
Mit freundlichem Gruß sps

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Re: Zi und ZS unterschiedliche Messgeräte und Üblichkeitswerte

Beitrag von SPS » Mittwoch 1. Juli 2020, 14:10

Hallo Genauigkeit
Genius 80 + –(2% Ablesung + 2 digit)
Combi G2 + -(5%rdg + 3Ziff)

Also wäre das gut 20 jahre alte Gerät mit höherem Prüfstrom und besser genauigkeit besser wie das neue.

In den recht niedrigen % Angaben sind Faktoren wie schwankende Netzspannung / Belastung , Temperatur ... nicht enthalten.
Gerade hier spielt sicher der höhere Messstrom beim Genius 80 seinen Vorteil aus.
Nach Nom sind 30 % bei der Messung von Zs zulässig. Bei IK ergibt das nach 2/3 Formel sogar 50% Also immer fast gewürfelte Werte .
Mit freundlichem Gruß sps

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