Zählerpatzanpassung bei Hauptleitungstausch

Hier geht es um allgemeine Normen der Elektrotechnik, Auslegungen und deren Anwendung
E-Jens
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Re: Zählerpatzanpassung bei Hauptleitungstausch

Beitrag von E-Jens » Mittwoch 4. Dezember 2019, 23:01

in Deutschland geht das so natürlich nicht. Wohin soll der deutsche Netzbetreiber nur seine Plomben machen. verd1
Gruß Jens

Trumbaschl
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Re: Zählerpatzanpassung bei Hauptleitungstausch

Beitrag von Trumbaschl » Donnerstag 5. Dezember 2019, 13:58

E-Jens hat geschrieben:
Mittwoch 4. Dezember 2019, 23:01
in Deutschland geht das so natürlich nicht. Wohin soll der deutsche Netzbetreiber nur seine Plomben machen. verd1
Auf die Abdeckung der Hauptsicherung und die Klemmenabdeckung des Zählers? :D

Ich sehe am Bild jedenfalls zwei Bleiplomben.

E-Jens
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Re: Zählerpatzanpassung bei Hauptleitungstausch

Beitrag von E-Jens » Donnerstag 5. Dezember 2019, 16:38

Hallo,

wenn ich mir die beiden Fotos der Baustromverteilung und des Hausanschlusses aus GB ansehe wunder ich mich mal wieder, dass die gleiche Grundlagen-Norm (IEC 60364) in Europa so unterschiedlich ausgelegt wird.
In GB reicht die Größe von zwei Schuhkartons für Hausanschluss, Zähler und Verteilung. In Deutschland benötigt man schon einen guten Schrank für alles.
Unser Strom ist bestimmt wertvoller und muss daher besser bewacht werden. Besonders lieb haben wir ihn auch. Er bekommt ja sogar eine Direktverbindung zum Internet. joint1
Gruß Jens

Trumbaschl
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Re: Zählerpatzanpassung bei Hauptleitungstausch

Beitrag von Trumbaschl » Freitag 6. Dezember 2019, 13:33

Klar sind die Verteiler in GB klein... alles einphasig und im Standard-EFH folgende Stromkreise:
- Herd B32
- Küchensteckdosen B32
- Steckdosen EG B32
- Steckdosen OG B32
- Licht EG B6 oder B10
- Licht OG B6 oder B10
eventuell noch Dusche (DLE 9,5 kW) B40
2x FI oder alles FI/LS

In kleineren Häusern aus den 50ern bis 70ern hat man eventuell nur folgende Stromkreise:
- Herd 30 A
- Steckdosen 30 A
- Licht 5 A
- WW-Speicher 15 A
(TN-C-S ohne FIs)

Smart Meter gibt es in GB selbstverständlich auch, aber die kommunizieren - wenn sie denn funktionieren - via Funk mit dem Versorger. Wenig vorbildhaft finde ich dagegen, dass der Messstellenbetreiber normalerweise mit dem Stromversorger und nicht dem VNB identisch ist, also bei jedem Betreiberwechsel Theater um die Messung losgeht. Und über die Idee von 32-Ampere-Ringkreisen mit 2,5 mm2 breiten wir lieber den Mantel des Schweigens. Erst letztens in einem Youtube-Video den Kommentar eines britischen Elektrikers gehört: "I hate ring mains!".

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