Empfehlenswerte Bohrer?

Für alles was nicht in die anderen Boards passt
Antworten
OChatter
Null-Leiter
Beiträge: 106
Registriert: Freitag 5. Februar 2016, 07:10

Empfehlenswerte Bohrer?

Beitrag von OChatter » Donnerstag 15. August 2019, 17:55

Hallo Forum,

hat jemand eine Empfehlung für einen brauchbaren Satz universeller Bohrer?
Also wirklich für die hundsgewöhnlichen Arbeiten. Leider scheint der Kauf immer mehr ein Glücksspiel zu sein. Ein älterer Baumarkt-Grabbelkisten-Satz funktioniert prima, manche teureren mit Elektrowerkzeuglabel hingegen eher mäßig, aber genauso auch andersherum. Noch dazu die drölfundfuffzig Varianten von angebotenen Härtungen oder Beschichtungen. Welche davon taugen was, und welche sind vorrangig nur teuer?
Inzwischen blitzen überall Lücken im Größensortiment oder fliegen gleich eine Handvoll nachgekaufter Einzelexemplare herum, weswegen ich da mal Ausmisten und durch was verünftiges ersetzen wollte...

Verwendungsprofil: 50% Holz, 20% Stahlbleche, 15% Alu, 10% Kunststoff, 5% sonstiges
Satz 1-12 mm in 0,5er Schritten, 10er Schaft.

vielen Dank schonmal für Empfehlungen!

hm-electric
Beiträge: 58
Registriert: Montag 20. Juli 2009, 19:14

Re: Empfehlenswerte Bohrer?

Beitrag von hm-electric » Donnerstag 15. August 2019, 18:20

Also ich kenne Sätze nur von 1-13mm. Und mit abgedrehtem 10er Schaft, nur die, die mir mal einer abgedreht hat. Es ist wohl einfacher das 10er Bohrfutter gegen ein 13er zu tauschen. Das Problem was vernünftiges zu bekommen, zu einem annehmbaren Preis, trifft nicht nur die Bohrer, das geht weiter mit Fräser für die Oberfräse usw..... Ich hab vor Jahren mal so eine Bohrer nachfüll Box gekauft, sind goldene Bohrer, ich finde die ganz gut.
Sowas : https://cdn02.plentymarkets.com/whrq9cw ... G-1997.JPG

Benutzeravatar
Elt-Onkel
Null-Leiter
Beiträge: 5773
Registriert: Donnerstag 25. März 2004, 01:08
Kontaktdaten:

Re: Empfehlenswerte Bohrer?

Beitrag von Elt-Onkel » Donnerstag 15. August 2019, 18:59

Hallo,

für Stahl kaufe ich nur noch HSS-G.

Für Holz, die mit den drei Spitzen.

Für CrNi-Stahl die zugehörigen Spezialbohrer.

Zum Ausbohren von Schrauben linksdrehende HSS Bohrer.

Für Beton Hammerbohrer SDS-plus / SDS-max.

Für billig Baustellen die gedrehten Bohrer, für die Werkstatt die geschliffenen Bohrer.

Über 10mm MK-Aufnahme.
(max. 30 mm MK3)

Für größere Löcher Kronenbohrer.
(Etwa ab 13 mm)

...

Benutzeravatar
Tobi P.
Beiträge: 1681
Registriert: Sonntag 18. November 2007, 13:46
Wohnort: 41516 Grevenbroich

Re: Empfehlenswerte Bohrer?

Beitrag von Tobi P. » Donnerstag 15. August 2019, 19:27

Moin,

ich hab bis 13mm zwei um 0,5 steigende Sätze HSS-Co von Würth auf dem Auto bzw. in der Werkstatt plus noch mal zwei Sätze Kernlochgrößen für Innengewinde bis M14. Jeweils einen Satz für WaldundWiesenStahl und einen für CrNi. Ab 13mm diverse MK-Bohrer und Bimetall-Lochsägen (Ruko). Die Standzeit der Würth-Bohrer ist ok, die größeren schleif ich bei Bedarf nach und die kleineren fliegen in den Schrott wenn sie stumpf sind. Bricht mal einer ab oder wird eine Sondergröße gebraucht wird dazugekauft bzw. aufgefüllt (hab immer welche in Reserve).
Dieses komische, nicht schweissbare Naturmetall bohr ich mit irgendwas das gerade rumfliegt, Naturmetallbohrer hab ich mangels Anwendungswilligkeit nicht joint1


Gruß Tobi

ThomasR
Null-Leiter
Beiträge: 941
Registriert: Sonntag 27. März 2005, 01:20
Wohnort: Nideggen
Kontaktdaten:

Re: Empfehlenswerte Bohrer?

Beitrag von ThomasR » Freitag 16. August 2019, 15:33

Na dieses Fabrikat jedenfalls nicht.....ganz klarer Fehler in der Wärmebehandlung nach dem Löten der Schneiden. Ca. 10 Löcher in "Gartenbeton".

Sonst stimme ich Elt-Onkel zu: es gibt keinen für alles passenden Bohrer. Die HSS laufen in Holz gerne weg, Bohrer für CrNi Stahl sollten HSS-Co sein. Dieser ist für nichtrostende Stähle optimiert, also 1.4301 oder 1.4571 (Banderder). Schon wegen der Gefahr von Rostübertrag immer getrennt benutzen und lagern!. Bei den Beschichtungen habe ich bis heute keine spürbare Verbesserung erlebt, dafür würde ich nicht zahlen wollen. Dann lieber statt HSS-G statt dem einfachen HSS-R.

Sehr gern verwechselt: Bohrer aus Kobaltlegierungen HSS-E. Der ist für hochfeste Stähle besser aber auch teurer. Werden wir Elektriker kaum je brauchen.

Für sehr kleine Bohrungen (Platinenmaterial, 0,6 - 1,2mm) nehme ich auch gern Vollhartmetallbohrer.
Dateianhänge
35mm SDSplus nach 10 Bohrungen.jpg

froebel88
Null-Leiter
Beiträge: 118
Registriert: Samstag 26. Januar 2019, 11:57

Re: Empfehlenswerte Bohrer?

Beitrag von froebel88 » Freitag 16. August 2019, 20:49

Hi,

vielleicht mal bei nem lokalen Eisenwarenfachhändler (Nicht: Baumarkt) vorbeischauen, sich da beraten lassen und kaufen?

Wenn man nett ist gibt es da noch nen Zollstock, nen Kaffee und nen Klönschnack oben drauf, und man kann relativ sicher sein, kein Schrott gekauft zu haben.

Mff

Jörgi-1911
Null-Leiter
Beiträge: 823
Registriert: Mittwoch 25. Januar 2012, 21:31

Re: Empfehlenswerte Bohrer?

Beitrag von Jörgi-1911 » Mittwoch 21. August 2019, 01:20

Ein wichtiger Punkt ist natürlich, das man Bohren kann. Das Verhältnis zwischen Vorschub und Zustellen
ist mehr als wichtig. Vorbohren ist ebenfalls ein Thema. Da habe ich schon die wildesten Arbeitsweisen
beobachtet. Auweiha...!!

Einen Bohrer der sowas von optimiert für VA-Stähle ist, kriege ich schon beim ersten Bohrloch kaputt,
wenn ich das Handwerk nicht ausüben kann.

Ich übe mit meinen Azubis auch mal das umschleifen von einem Bohrer auf z.B. Flachschliff. Damit
bohrt man auch mal ein Blech und es kommt eine maßhaltige runde Bohrung dabei raus. Bei mir
ist alles auf Handwerk ausgerichtet. Industriell verwendete Bohrer mit Innenkühlung, Spindelarretierung
und allem anderen kann ich unterwegs sowieso nicht verwenden.
Natürlich muss die Grundqualität des Bohrers stimmen. Eine goldene Beschichtung, die nach dem Eintauchen
in das Material weg ist, nutzt eben nur dem Handel.

Antworten