"Leiter niederiger Hochfrequenzimpendanz"

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Mackie Messer
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"Leiter niederiger Hochfrequenzimpendanz"

Beitrag von Mackie Messer » Dienstag 14. Mai 2019, 13:14

Was genau macht einen Leiter niedrig impendant für hochfrequente Ströme?

IH-Elektriker
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Re: "Leiter niederiger Hochfrequenzimpendanz"

Beitrag von IH-Elektriker » Dienstag 14. Mai 2019, 16:58

Skineffekt geläufiger Begriff ?

Einfach ausgedrückt - je höher eine Frequenz um so stärker fließt der Strom nur auf der Leiteroberfläche. Je größer die Oberfläche um so "besser" leitet ein Leiter, ganz brutal gesagt.

Daher sind hochfrequenztechnisch z.B. Erdungsbänder besser als Leitungen wenn es bspw. um EMV geht.

EBC41
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Re: "Leiter niederiger Hochfrequenzimpendanz"

Beitrag von EBC41 » Dienstag 14. Mai 2019, 17:26

Oder die Anwendung von Hochfrequenzlitze zum Wickeln von Spulen. Besteht aus 10 oder 20 sehr dünnen, einzeln lackisolierten Kupferdrähten, außen teils mit Seide umsponnen.

Prinzipiell bei eindrähtigen Leitern führt größererer Durchmesser des Innenleiters zum Beispiel bei Koaxkabeln zu niedrigerer Impedanz bzw. Wellenwiderstand.

EIB-Nutzer
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Re: "Leiter niederiger Hochfrequenzimpendanz"

Beitrag von EIB-Nutzer » Dienstag 14. Mai 2019, 21:01

Hallo,

oder auch Hohlleiter, im Einfachen Fall Kupferrohre vom Wasserbauer. Große Oberfläche, wenig Material. Und bei hohen Leistungen kann man innen mit Flüssigkeit kühlen. Ideal für HF, weil es an der Oberfläche fließt.

Gruß

Ralf

ThomasR
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Re: "Leiter niederiger Hochfrequenzimpendanz"

Beitrag von ThomasR » Donnerstag 16. Mai 2019, 09:41

Vorsicht mit dem Begriff "Hohlleiter". Das ist eine völlig andere Art von Transport einer elektromagnetischen Welle, nämlich INNERHALB des Hohlleiters, NICHT in der Wandung. Ist aber auf Grund der Abmessungen erst ab ca. 1 GHz von Interesse...

Dipol
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Re: "Leiter niederiger Hochfrequenzimpendanz"

Beitrag von Dipol » Freitag 17. Mai 2019, 12:40

EBC41 hat geschrieben:
Dienstag 14. Mai 2019, 17:26
Prinzipiell bei eindrähtigen Leitern führt größererer Durchmesser des Innenleiters zum Beispiel bei Koaxkabeln zu niedrigerer Impedanz bzw. Wellenwiderstand.
Nach dem Motto "Bilder sagen mehr als 100 Worte" Folien aus meiner Mottenkiste:
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Folie1.JPG
Zusammenhang von Impedanz und den Durchmessern von Mittelleitern und Dielektrika

Folie2.JPG
Querschnittsabhängige Kabeldämpfungen bei Dielektrika gleicher Güte
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Folie3.JPG
Konstruktiver Zusammenhang von Impedanzwahl und Dämpfungsarmut bei RG 11-Kabeln
HF-Dämpfung und Schirmdämpfung sowie die Kopplungswiderstände sind frequenzabhängig, der Wellenwiderstand (= Impedanz) von Koaxkabeln aber nicht.

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