Stromausfall 3 Stunden

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Elt-Onkel
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Stromausfall 3 Stunden

Beitrag von Elt-Onkel » Sonntag 8. Juli 2018, 21:13

Hallo,

trotz gegenteiliger Beteuerungen der Politiker, und Hoffnungen der Bevölkerung,
es gibt auch in Deutschland noch Stromausfälle größerer Sorte.

Heute war in einem Gebiet im Südosten Hannovers über 30 km Breite und 20 km Höhe für 3 Stunden den Strom weg.
Man berichtet von einem Mittelspannungsschaden.
Die eon-Avacon-Karte hatte aber keinen Eintrag.
Bei der Gebietsgröße würde ich ehr an eine Hochspannungsstörung glauben.

Als es zu Beginn nach einer Viertelstunde noch nix mit Netzstrom war,
habe ich den 6,5 kVA Stromerzeuger angeworfen.
Da brauchte ich meine Tätigkeit in der Werkstatt nicht abbrechen.

Kleine Ergänzung:
Weil ja das Netz weg war, standen auch alle umliegenden Windkraftanlagen still.
Ergo: Die Alternativen Erzeuger nützen nix, wenn die Grundlastkraftwerke nicht liefern können.


Josupei
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Re: Stromausfall 3 Stunden

Beitrag von Josupei » Montag 9. Juli 2018, 10:16

Sehr wohl könnte man alternative Erzeuger auch als Netzbildner (Inselbetrieb) betreiben, wenn es gewollt wäre.

Gruß
Josupei

Trumbaschl
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Re: Stromausfall 3 Stunden

Beitrag von Trumbaschl » Montag 9. Juli 2018, 11:30

Josupei hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 10:16
Sehr wohl könnte man alternative Erzeuger auch als Netzbildner (Inselbetrieb) betreiben, wenn es gewollt wäre.
Würe aber das anschließende Synchronisieren nicht unbedingt vereinfachen, oder?

Elo-Ocho
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Re: Stromausfall 3 Stunden

Beitrag von Elo-Ocho » Montag 9. Juli 2018, 11:53

Moinsen,

Netzausfälle, egal ob Strom oder Telekommunikation, hat es immer gegeben. Bei uns zum Glück recht selten, allen Unkenrufen zum Trotz haben wir ein sehr gutes Netz. Das könnte noch viel Schlimmer sein.

Ich denke nicht, dass die (nicht mehr so) neuen Energien da zu einer sonderlichen Steigung führen werden. In der Summer rechne ich nicht mit mehr oder weniger Problemen und Störungen, nur mit anderen.

Wer meint, dass Kernenergie billiger wäre, der informiere sich mal über das neue AKW, welches die Franzosen gerade für die Engländer bauen. Ja, es kommt ohne Subventionen aus. Aber: Es gibt eine Einspeisevergütung, die vom Strompreis entkoppelt ist, ebenso wie bei uns für die erneuerbaren. Ist auch etwa gleich viel. Ich denke, der (dortige) Staat wird obendrauf noch für die Entsorgung aufkommen müssen...

Ocho
Immer wenn ich Langweile habe, dann melde ich mich in einem Eltern-Forum an und Frage, wie weit man den Schimmel im Pausenbrot der Kinder wegschneiden sollte...

Josupei
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Re: Stromausfall 3 Stunden

Beitrag von Josupei » Montag 9. Juli 2018, 12:34

Trumbaschl hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 11:30
Josupei hat geschrieben:
Montag 9. Juli 2018, 10:16
Sehr wohl könnte man alternative Erzeuger auch als Netzbildner (Inselbetrieb) betreiben, wenn es gewollt wäre.
Würe aber das anschließende Synchronisieren nicht unbedingt vereinfachen, oder?
Wie meinst du das?
Grundsätzlich ist ja erstmal jedes Karftwerk "sync-fähig" und i.d.R. geht das heute auch alles automatisch ohne Lampen und so. (Also einfach).

Man müsste halt grundsätzlich managen, wer im Inselfall als erstes darf, damit nicht 2 Anlagen zeitgleich unsynchron aufschalten und man würde für den Inselabschnitt ein Lastmanagement benötigen, also alles nicht so einfach aber grundsätzlich benötige ich kein konventionelles Kraftwerk, welches das Netz vorgibt.

Gruß
Josupei

Trumbaschl
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Re: Stromausfall 3 Stunden

Beitrag von Trumbaschl » Dienstag 10. Juli 2018, 14:13

Bei Netzwiederkehr musst du halt das Inselnetz wieder mit dem Rest synchronisieren, sprich de facto das Inselnetz mit dem Verbundnetz. Ist sicher machbar aber ein gewisser Aufwand.

ThomasR
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Re: Stromausfall 3 Stunden

Beitrag von ThomasR » Dienstag 10. Juli 2018, 15:59

Schwieriger wird es, nach einem totalen Blackout ein Kraftwerk mit Schwarzstartfähigkeit zu finden. Das können nur die meisten Wasserkraftanlagen und einige wenige andere. Die benötigte Hilfsenergie für das Anfahren der Prozesse ist einfach zu hoch....

Damit ergibt sich bei einem Blackout eine genaue Reihenfolge beim Wiederanfahren :D

So ein kleiner Inselausfall ist doch Kindergartenkram.

Drehfeld
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Re: Stromausfall 3 Stunden

Beitrag von Drehfeld » Mittwoch 11. Juli 2018, 20:17

Hallo,
das ganze waren zwei Schäden an Mittelspannungsanlagen. Einmal ein umgestürtzter Freileitungsmast und im Stadgebiet Sehnde ein defekter Endverschluss einer 20 kV-Leitung in einer Ortsnetzstation.
Erst hat es den Endverschluss zerlegt und dann hat der Versorger nochmal draufgeschaltet. Das Stationsdach (Betondeckel) hat es wohl leicht angelupft. So wie die Station von innen aussah muss jetzt erstmal geputzt werden.

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Re: Stromausfall 3 Stunden

Beitrag von Elt-Onkel » Donnerstag 12. Juli 2018, 03:49

Hallo,

Drehfeld hat geschrieben:
Mittwoch 11. Juli 2018, 20:17
Hallo,
das ganze waren zwei Schäden an Mittelspannungsanlagen. Einmal ein umgestürtzter Freileitungsmast und im Stadgebiet Sehnde ein defekter Endverschluss einer 20 kV-Leitung in einer Ortsnetzstation.
Station Kutscherstraße in Dolgen (sagt die Feuerwehr), Station Hermann-Löns-Straße in Hohenhameln (sagt die PAZ).

Es gehen die Gerüchte herum das ein Strommast umgefallen sein soll... dies konnte die Pressestelle der Avacon NICHT bestätigen (sagt die Feuerwehr).

...

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Re: Stromausfall 3 Stunden

Beitrag von Elt-Onkel » Samstag 14. Juli 2018, 07:53

Hallo,

nachfolgend ein Foto von der MS-Station in der Kutscherstraße in Dolgen.

Die 20 kV Kompaktstation ist hörbar in Betrieb.

Ob sich in dem alten MS-Turm noch luftisolierte MS-Schaltanlagen befinden, weiß ich nicht.

Von außen habe ich nur geringe Schäden am Turm gesehen,





Mittelspannung_Dolgen.jpg

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