Prüfung Warmwasserspeicher

Olaf S-H
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Re: Prüfung Warmwasserspeicher

Beitrag von Olaf S-H » Sonntag 16. September 2018, 20:48

Moin Strom,

ein Foto oder Datenblattauszug wären auch schön.

Gruß Olaf
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, BekBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden. Die Nennung von Fundstellen in Regelwerken stellt keine Rechtsberatung sondern nur die Sichtweise des Verfassers dar.
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Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794

Alias
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Re: Prüfung Warmwasserspeicher

Beitrag von Alias » Montag 17. September 2018, 09:06

Aus den PDF's der Siemens Homepage kann ich dieses hier anbieten.
Schutzleiter 2.JPG
Dateianhänge
Schutzleiteranschluss.JPG

Probator
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Re: Prüfung Warmwasserspeicher

Beitrag von Probator » Montag 17. September 2018, 16:08

Fabi aus Berlin hat geschrieben:
Freitag 7. Februar 2014, 17:40
Ich habe anschließend die Ableitstrommessung durchgeführt und festgestellt, dass einige wenige mA fliesen. Wert liegt unter 3,5mA. Hierdurch habe ich mir erklärt, dass mindestens im Inneren die Heizung geerdet sein muss.
Sehr gut erkannt! Wenn ein Schutzleiterstrom fließt, muss logischerweise der Schutzleiter aufgelegt sein.
Besteht das Gehäuse vollständig aus Plastik, kannst du auf die Schutzleiterwiderstandsmessung verzichten.

Bitte bei "Kochendwasserbereitern" auch den Anhang I der DIN VDE0701-0702 beachten, dort gibt es "Ergänzende Festlegungen für ortsfeste Wassererwärmer". Da gibts ein paar zusätzliche Funktionsprüfungen zu beachten, z.B. Temperaturbegrenzer, Verkalkung.

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Re: Prüfung Warmwasserspeicher

Beitrag von IH-Elektriker » Montag 17. September 2018, 16:47

Probator hat geschrieben:
Montag 17. September 2018, 16:08
Bitte bei "Kochendwasserbereitern" auch den Anhang I der DIN VDE0701-0702 beachten, dort gibt es "Ergänzende Festlegungen für ortsfeste Wassererwärmer". Da gibts ein paar zusätzliche Funktionsprüfungen zu beachten, z.B. Temperaturbegrenzer, Verkalkung.
Wobei ein "Kochendwasserbereiter" doch etwas anderes ist als ein normaler Untertischboiler - oder liege ich da falsch...?

Bisher kannte ich so Kochendwasserbereiter als Geräte wo man wirklich den Inhalt an Wasser zum kochen bringen kann und dann eben kochendes Wasser "zapfen" kann - währenddessen ein normaler Untertischbolier id.R. nicht auf mehr wie vielleicht 60 bis 70Grad kommt....

Sinn macht die Prüfung allerdings schon, ich hatte mal in der Nachbarschaft einen 50l-Boiler der zum Dampfkessel mutierte - klassische Nullung (Altbau), Nulleiter und Phase verdreht angeklemmt (Thermostat bzw. -Begrenzer hing auf der Seite des Nulleiters), Heizspirale dank Verkaltkung so durchgeschmort das es zu einer leitenden Verbindung zum Behälter und somit (ggf. über die Wasserfüllung) zum "PE" kam (....der ja auf den Null gebrückt war...) und somit das Thermostat überbrückt wurde....zusätzlich war das Sicherheitsventil dank kalkhaltigem Wasser kräftig zugekalkt, hat also nicht mehr angesprochen...)

Ende vom Lied - Nachbarin ruft an ihr Boiler würde so komisch rumoren und rumpeln und richtiggehend "zittern" - und wenn Sie den Wasserhahn aufdrehe käme immer eine rieeeesen Dampfwolke und das Wasser sei kochend heiß..... :D

Gottseidank ein sehr altes, sehr massives Gerät so das der Kessel den Überdruck wohl entsprechend abkonnte und nichts passiert ist - das Ding war quasi zum Dampfkessel mutiert - hätte auch sehr böse ausgehen können, ein Kesselzerknall im Badezimmer ist ggf. unschön... ;)

(Okay, passt nicht ganz zum Thema 701/702, zeigt aber wie wichtig es ist auch mal über den Tellerrand zu schauen und ggf. sowas wie Überdruckventile zu prüfen....)
Zuletzt geändert von IH-Elektriker am Montag 17. September 2018, 16:49, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Prüfung Warmwasserspeicher

Beitrag von IH-Elektriker » Montag 17. September 2018, 16:48

Upps, zu doof zum mit der Maus klicken.... bluescr1

Olaf S-H
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Re: Prüfung Warmwasserspeicher

Beitrag von Olaf S-H » Montag 17. September 2018, 21:03

IH-Elektriker hat geschrieben:
Montag 17. September 2018, 16:47
... das Ding war quasi zum Dampfkessel mutiert ...
Moin IH-Elektriker,

da wurde das Teil ja zur "überwachungsbedürftigen Anlage" nach Anhang 1 Nr. 5 BetrSichV. :D

Gruß Olaf
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, BekBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden. Die Nennung von Fundstellen in Regelwerken stellt keine Rechtsberatung sondern nur die Sichtweise des Verfassers dar.
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Strom
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Re: Prüfung Warmwasserspeicher

Beitrag von Strom » Freitag 28. Dezember 2018, 11:05

Hallo Olaf,


ich habe hier den Link zu dem Messpunkt am Warmwasserspeicher UT von Siemens.

https://www.youtube.com/watch?v=shb3SLrzEcI

Im Jahr 2014 war ich für Bosch Siemens als Teamleiter mit 15 Elektroinstallateuren im Projekt Sammer
für den Großraum Frankfurt zuständig. Damals habe ich wegen bestimmter Probleme mit
Untertischgeräten zu tun. Bosch Siemens hat mir damals YouTube empfohlen.
Dort war der Warmwasserspeicher mit dem Hinweis und der entsprechenden Markierung im Video
zu sehen. Leider hat man das geändert. Warum weis ich nicht.
Jedoch in dem beigefügten Link kann man bei genauem Hinsehen unten rechts am Gerät
das kleine Loch erkennen zum ansetzen der Prrüfspitze.

Mit freundlichen Grüßen

Strom

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