ISO-Wächter am Stromerzeuger

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Elt-Onkel
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ISO-Wächter am Stromerzeuger

Beitrag von Elt-Onkel » Sonntag 15. September 2019, 06:15

Hallo,

für einen mobilen Stromerzeuger soll eine Schaltung mit ISO-Wächter entworfen werden.

Es gibt einen ISO-Wächter (Dold IL 5880), der die Warn- und Abschaltstufe kontrolliert.
Stellt der ISO-Wächter einen zu geringen Isolationswiderstand fest, dass mehr als 15 mA Fehlerstrom fließen,
erfolgt die Abschaltung der Verbraucher.
Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten:

A) Der ISO-Wächter schaltet aktiv über einen Arbeitsstromauslöser einen 4pol. LS-Block aus.
(Die 'Schutzschaltung' hat eine eigene Vorsicherung.)
Das wäre eine aktive Schaltung über den Schließer-Kontakt vom Dold.

B) Ein Doepke-RCD mit Not-Aus-Schleife läuft über den ISO-Wächter.
https://www.doepke.de/de/produkte/schue ... -funktion/
(Man missbraucht den RCD als Hauptschalter der nachgeordneten Verbraucher.)
Das wäre eine passive Schaltung über den Öffner-Kontakt vom Dold.

Gibt es irgendwelche Normativen Festlegungen, die für oder gegen Variante A oder B sprechen ?

Wenn der ISO-Wächter zur Abschaltung der Verbraucher geführt hat,
muss in beiden Fällen händisch das Abschaltorgan neu gespannt werden.
Eine automatische Wiedereinschaltung ist nicht vorgesehen.



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Elt-Onkel
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Re: ISO-Wächter am Stromerzeuger

Beitrag von Elt-Onkel » Montag 16. September 2019, 06:14

Hallo,

nun gibt es über 70 Klicks.

Und niemand hat eine Idee ?

ABL hat die LS-Sparte inzwischen aufgegeben.
Damit auch den Fl110.

Wie Endress nun weiter agiert, wissen wir nicht.

Ich bin inzwischen geneigt, eine Billig-Variante zu planen.
Derzeit denke ich an ABB Arbeitsstromauslöser und ABB RCD's.
Das wäre dann die 'Aktiv-Lösung'.



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Re: ISO-Wächter am Stromerzeuger

Beitrag von Selektiv » Montag 16. September 2019, 21:08

Ich stand auch schon einmal vor dem Problem mit der Abschaltung beim IT System und Stromerzeuger, hatte es damals auch als Praxisfrage bei der DE angefragt. Resultat: Abschaltung mittels Arbeitsstromauslöser oder Schütz möglich, Trennereigenschaften nicht gefordert.

Allerdings fordert die VDE 0100-551 100Ohm je Volt, also müsstest du unterhalb von 23kOhm abschalten das wären dann maximal 10mA.

Nachdem ich bedenken gegen den Arbeitsstromauslöser hatte habe ich es dann mittels Unterspannungsauslöser an einem 4pol LS und Invertierung des Relais am Isowächter gelöst, sprich auch wenn der Isolationswächter ausfällt(Betriebsspannung, ISO Wächter raucht ab usw. ) löst der Unterspannungsauslöser aus da Relais abfällt .

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Tobi P.
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Re: ISO-Wächter am Stromerzeuger

Beitrag von Tobi P. » Montag 16. September 2019, 23:09

Moin,

ich würde das auch definitiv über einen Unterspannungsauslöser realisieren. Wie viel Platz steht dir zur Verfügung? Falls ausreichend könnte man über einen kleinen Leistungsschalter mit eingebautem Unterspannungsauslöser nachdenken. Beim Isowächter bitte drauf achten dass der in mobilen Systemen eingesetzt werden darf. Ich hatte da neulich ein interessantes Gespräch mit einem Mitarbeiter von Bender zu dem Thema, die haben nämlich auch welche im Programm die für den mobilen Einsatz nicht zugelassen sind. Weiss jetzt nicht wie es bei Dold damit ausschaut.


Gruß Tobi

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Elt-Onkel
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Re: ISO-Wächter am Stromerzeuger

Beitrag von Elt-Onkel » Dienstag 17. September 2019, 02:36

Hallo,


danke zu den Anmerkungen.

15 mA fand ich schon sportlich.
Das wäre ja nur die Hälfte von den 'üblichen' 30 mA.
Aber meinetwegen auch 10 mA.
Schauen wir mal, wie stabil die Anlage ist.

Mit einem Unterspannungsauslöser könnte man über den Öffnerkreis vom ISO-Wächter gehen.
Das lässt sich also ohne Umkehrrelais realisieren.

ABER

Jedes mal, wenn der Stromerzeuger abgeschaltet wird, Sprit alle ist, usw. würde der Unterspannungsauslöser den 4-Pol.LS-Block abschalten.
Es muss also bei jeder Inbetriebsetzung der HS-Block neu gespannt werden.
Das war so nicht beabsichtigt.
Es war der Plan, daß bei dem zweiten ISO-Fehler abgeschaltet wird, und zur Wiederinbetriebsetzung neu gespannt wird.
Aber das sollte ein Ausnahmefall sein.

Zum Platzangebot:
0,5 TE Steuersicherung
1 TE Arbeitsstromauslöser
4 TE HS-Block oder RCD
2,5 TE Phasenüberwachung
2,5 TE ISO-Wächter
------------------
10,5 TE = 185 mm

Wenn ich die beiden o.g. Beiträge richtig deute, ist eine Schaltung mit Arbeitsstromauslöser Normativ nicht zu beanstanden ?



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Re: ISO-Wächter am Stromerzeuger

Beitrag von OChatter » Dienstag 17. September 2019, 17:41

Wie ist das denn aktuell normativ mit der Doppelfehlerabschatung?
Wird die grundsätzlich immer noch verlangt, oder kann die bei Iso-Warnung oder Iso-Abschaltung (die ja meist nicht die 0,4 Sekunden einhält) entfallen? Quasi als Abwägung Restrisiko ggü frühzeitiger Warnung durch den Isowächter schon beim ersten Fehler.

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Re: ISO-Wächter am Stromerzeuger

Beitrag von Probator » Dienstag 17. September 2019, 20:44

Elt-Onkel hat geschrieben:
Dienstag 17. September 2019, 02:36
Es war der Plan, daß bei dem zweiten ISO-Fehler abgeschaltet wird, und zur Wiederinbetriebsetzung neu gespannt wird.
Es gibt Iso-Wächter, der die Anzahl der Fehler erkennen kann? Erscheint mir unlogisch bzw. zweifle ich mal an, dass das technisch möglich ist - lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.

Nach meinem Kenntnisstand ist es beim zweiten Fehler nicht der Iso-Wächter, sondern die Sicherung, die wegen eines profanen Kurzschlusses (= 2 Fehler gleichzeitig) abschaltet. Das geht aber nur bei Geräten mit Schutzleiter.
Wie ist das denn aktuell normativ mit der Doppelfehlerabschatung?
Doppelfehler im schutzgetrennten Netz ist das gleiche, wie wenn du in deinem häuslichen TN-Netz ein Metallgehäuse von einer Lampe voll auf 230 V legst. Ich hoffe, du brauchst keine Norm, um diese Frage zu beantworten.

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Re: ISO-Wächter am Stromerzeuger

Beitrag von Elt-Onkel » Mittwoch 18. September 2019, 06:29

Hallo,

nochmal zur Verdeutlichung:

Erster Fehler = Hochohmiger Erdschluß = Vorwarnwert
Zweiter Fehler = Niederohmiger Erdschluß = Abschaltwert

Es kann also im laufenden Betrieb vorkommen (Feuchtigkeit), das der Vorwarnwert unterschritten wird,
und (z.B. durch Wärme) die Feuchtigkeit verdunstet, so daß der erste Fehler wieder verschwindet.
Dann würde die (rote) Warnleuchte wieder erlöschen.
Der zweite Fehler würde dann gar nicht auftreten.
Es erfolgt keine Abschaltung.

Es kann natürlich auch sein, daß z.B. durch mechanische Beschädigung gleich der Abschaltwert erreicht wird.
Dann würde der Arbeitsstromauslöser den HS-Block ausschalten,
und es leuchten dann zwei (rote) Warnleuchten.
Zur Wiederinbetriebsetzung müsste dann der HS-Block händisch neu vorgespannt werden.


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Re: ISO-Wächter am Stromerzeuger

Beitrag von Probator » Mittwoch 18. September 2019, 22:14

Elt-Onkel hat geschrieben:
Mittwoch 18. September 2019, 06:29
nochmal zur Verdeutlichung:

Erster Fehler = Hochohmiger Erdschluß = Vorwarnwert
Zweiter Fehler = Niederohmiger Erdschluß = Abschaltwert
Das ist eine recht irreführende Bezeichnung, weil man bei IT-Systemen vom Erst- und Zweitfehler spricht.
Bei dir ist das aber nur "die Stärke" vom Erstfehler.

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Re: ISO-Wächter am Stromerzeuger

Beitrag von OChatter » Freitag 20. September 2019, 21:56

Probator hat geschrieben:
Dienstag 17. September 2019, 20:44
Wie ist das denn aktuell normativ mit der Doppelfehlerabschatung?
Doppelfehler im schutzgetrennten Netz ist das gleiche, wie wenn du in deinem häuslichen TN-Netz ein Metallgehäuse von einer Lampe voll auf 230 V legst. Ich hoffe, du brauchst keine Norm, um diese Frage zu beantworten.
öhm, doch.

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