Schnellere effizientere Ladung des Endverbrauchergerätes durch Netzteilaustausch gegeben? Begründung Warum?

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DanielMenzel
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Re: Schnellere effizientere Ladung des Endverbrauchergerätes durch Netzteilaustausch gegeben? Begründung Warum?

Beitrag von DanielMenzel »

tm90 hat geschrieben: Freitag 6. Mai 2022, 16:29 Das stimmt, das Endgerät muss dafür geeignet sein. Mein Tablet lädt zum Beispiel mit einem extra USB Netzteil mit 12V. Das Netzteil ist aber abwärtskompatibel auf 9V bzw. 5V.
Einfach gesagt wird durch die höhere Spannung mehr Energie übertragen. Bei den dünnen Leitungen vom USB Anschlusskabel ist der Strom begrenzt. Bei 5V und 2A sind 10W möglich, bei 6V und 2A dann 12W, bei 9V und 2A schon 18W und bei 12V und 2A dann 24W.
Bei den dünnen Leitungen von USB-Anschlusskabeln ist die Stromleistung begrenzt, das habe ich verstanden. Aber woher weiß ich, das deine angegebenen Volt und Ampere auch wirklich fließen? Muss ich mich da rein an die Herstellerangaben verlassen können? Kann man die Watt anhand eines Multimeters messen? Oder gibt es eine ganz einfach plausible Erklärung?
tm90
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Re: Schnellere effizientere Ladung des Endverbrauchergerätes durch Netzteilaustausch gegeben? Begründung Warum?

Beitrag von tm90 »

Es gibt Ladekabel mit Display, da kann man die aktuelle Leistung ablesen.
Sonst kannst du da nicht viel ändern, da das Endgerät dem Ladegerät die Ladespannung vorgibt/vorgeben kann.
Wenn diese Kommunikation zwischen Endgerät und Ladegerät nicht stattfindet, dann wird im Standartmodus geladen - 5V 1A.
ThomasR
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Re: Schnellere effizientere Ladung des Endverbrauchergerätes durch Netzteilaustausch gegeben? Begründung Warum?

Beitrag von ThomasR »

In der Anfangszeit der LiIon Ladetechnik wurde jedem Gerät das passende Ladegerät mitgegeben weil im Gerät selbst keine Stromregelung/Begrenzung stattfand. Zur Vermeidung einer Überladung (im Sinne von zu viel Strom) war das der einzige Weg.

Dann kamen findige Menschen auf die Idee, daß stärkere Netzgeräte denselben Akku ja schneller laden können. Daß dabei der Akku leidet und im Extremfall in Flammen aufgeht war dem Nutzer nicht bewußt.

Also mussten neuere Gerätegenerationen doch eine Stromregelung bekommen damit diese Brandbomben entschärft werden konnten.

Das wiederum führte zu der Entwicklung von intelligenten Ladegeräten, die vom Gerät gesagt bekommen, was denn nun genau benötigt wird bzw. Maximal zulässig ist. Zwei Protokolle sind bekannt: PD und QC. In beiden Fällen darf auch die Ladespannung höher ausfallen als bisher. Zum einen weil damit die Spannungsabfälle auf den dünnen Strippen kompensiert werden können, zum anderen weil die vormals tumbe Ladesteuerung nun ein kompletter Step-Down Wandler ist, der aus dem Angebot die richtige Strom und Spannungshöhe für den jeweiligen Akku bastelt.

Wechselt man also (bei einem befähigten Gerät) von einem „dummen“ USB Ladegerät zu einem mit PD oder QC, steigt die verfügbare Leistung an und damit die Ladegeschwindigkeit.
IH-Elektriker
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Re: Schnellere effizientere Ladung des Endverbrauchergerätes durch Netzteilaustausch gegeben? Begründung Warum?

Beitrag von IH-Elektriker »

ThomasR hat geschrieben: Mittwoch 18. Mai 2022, 00:22 Wechselt man also (bei einem befähigten Gerät) von einem „dummen“ USB Ladegerät zu einem mit PD oder QC, steigt die verfügbare Leistung an und damit die Ladegeschwindigkeit.
Es muss aber auch das Ladekabel passen. Einfache (billige) Chinaböller-Ladekabel haben die beiden für das "normal" Laden nicht benötigten Datenleitungen wegoptimiert.

Mit so einem Ladekabel funktioniert kein PD und kein QC da eben über die Datenleitung Spannung und Strom mit dem zu ladenden Gerät ausgehandelt werden. Geht das nicht lädt das "schnelle" Ladegerät genau so langsam wie ein einfaches Gerät ohne PD bzw. QC.

Was zu 99,9% nicht funktionert sind Ladekabel mit 4 Enden, sprich an einem Ende drei Ladestecker für USB-C, Micro-USB und Lightning. Diese Kabel haben i.d.R. eben keine Datenleitungen, habe hier inzwischen 3 Stück aus Altbestand welche nur mit 5V laden können....
ThomasR
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Re: Schnellere effizientere Ladung des Endverbrauchergerätes durch Netzteilaustausch gegeben? Begründung Warum?

Beitrag von ThomasR »

ACK
DanielMenzel
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Re: Schnellere effizientere Ladung des Endverbrauchergerätes durch Netzteilaustausch gegeben? Begründung Warum?

Beitrag von DanielMenzel »

tm90 hat geschrieben: Montag 16. Mai 2022, 20:35 Es gibt Ladekabel mit Display, da kann man die aktuelle Leistung ablesen.
Sonst kannst du da nicht viel ändern, da das Endgerät dem Ladegerät die Ladespannung vorgibt/vorgeben kann.
Wenn diese Kommunikation zwischen Endgerät und Ladegerät nicht stattfindet, dann wird im Standartmodus geladen - 5V 1A.
Geile Spur, werde Ladekabel mit Displayanzeige holen.
Verstanden, du bist ein Fachmann, verständlich einfach erklärt!
DanielMenzel
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Re: Schnellere effizientere Ladung des Endverbrauchergerätes durch Netzteilaustausch gegeben? Begründung Warum?

Beitrag von DanielMenzel »

ThomasR hat geschrieben: Mittwoch 18. Mai 2022, 00:22 In der Anfangszeit der LiIon Ladetechnik wurde jedem Gerät das passende Ladegerät mitgegeben weil im Gerät selbst keine Stromregelung/Begrenzung stattfand. Zur Vermeidung einer Überladung (im Sinne von zu viel Strom) war das der einzige Weg.

Dann kamen findige Menschen auf die Idee, daß stärkere Netzgeräte denselben Akku ja schneller laden können. Daß dabei der Akku leidet und im Extremfall in Flammen aufgeht war dem Nutzer nicht bewußt.

Also mussten neuere Gerätegenerationen doch eine Stromregelung bekommen damit diese Brandbomben entschärft werden konnten.

Das wiederum führte zu der Entwicklung von intelligenten Ladegeräten, die vom Gerät gesagt bekommen, was denn nun genau benötigt wird bzw. Maximal zulässig ist. Zwei Protokolle sind bekannt: PD und QC. In beiden Fällen darf auch die Ladespannung höher ausfallen als bisher. Zum einen weil damit die Spannungsabfälle auf den dünnen Strippen kompensiert werden können, zum anderen weil die vormals tumbe Ladesteuerung nun ein kompletter Step-Down Wandler ist, der aus dem Angebot die richtige Strom und Spannungshöhe für den jeweiligen Akku bastelt.

Wechselt man also (bei einem befähigten Gerät) von einem „dummen“ USB Ladegerät zu einem mit PD oder QC, steigt die verfügbare Leistung an und damit die Ladegeschwindigkeit.
Wahnsinn das ist mal eine ausführliche Erklärung der Thematik, ich danke dir vielmals dafür. Das bringt viel Licht ins Dunkle. Ich werde die passenden Komponenten somit einfachst auffinden. Geile Spur, weiter so!
tm90
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Re: Schnellere effizientere Ladung des Endverbrauchergerätes durch Netzteilaustausch gegeben? Begründung Warum?

Beitrag von tm90 »

Gern, dafür sind die Foren ja da dd1
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