Lithium und Wasser

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Elt-Onkel
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Lithium und Wasser

Beitrag von Elt-Onkel » Dienstag 15. September 2020, 20:13

Hallo,

bekanntlich entsteht Knallgas, wenn brennendes Lithium mit Wasser in Berührung kommt.

Es macht dann einfach BUM.

Konnte man in China gestern bewundern:

https://efahrer.chip.de/news/heftiges-v ... cht_103063

So baut man Bomben.


...

froebel88
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Re: Lithium und Wasser

Beitrag von froebel88 » Mittwoch 16. September 2020, 19:28

Moin,

das ist sicherlich nicht ungefährlich, ja. Wenn man als Feuerwehr die allgemeinen anerkannten Einsatzgrundsätze bei PKW-Bränden einhält, kann aber nichts passieren: Grundsätzlich aus der Deckung / Entfernung löschen und erst für Nachlöscharbeiten an den PKW herantreten.

Grund:

- Mögliche Gefährdung durch explodierende Gasdruckdämpfer, Airbags oder Ladung. Platzende Reifen..
- Mögliche Gefährdung durch Leichtmetallbrände (z.B. Motorblock), wenn diese mit Wasser in Kontakt kommen:

https://www.youtube.com/watch?v=tfL1-BWhmu8 ab 00:36

- Mögliche Gefährdung durch alternative Antriebe (Gas, Elektro)

Beispiel Gas: https://www.youtube.com/watch?v=4ZzL_ofoj0E

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Elt-Onkel
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Re: Lithium und Wasser

Beitrag von Elt-Onkel » Mittwoch 16. September 2020, 19:40

Hallo,

man sollte schon das richtige Löschmittel verwenden.

Dazu gibt es Brandklassen.

Metallbrände fallen unter die Klasse D.

Da ist Wasser falsch.

Es soll ja auch "Spezialisten" geben, die veruchen einen Topf auf einem Herd mit brennnendem Fett
mit Wasser zu löschen.

Also, bitte nicht immer alles nur Naßspritzen.


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froebel88
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Re: Lithium und Wasser

Beitrag von froebel88 » Mittwoch 16. September 2020, 19:45

Um D-Pulver zu applizieren musst man

- Welches dabei haben (Ist ein D-Löscher Normbeladung eines TSF-W?)
- Erkennen dass es ein Metallbrand ist
- Sich unmittelbar neben das brennende Auto stellen, die Motorhaube öffnen und sich somit in den Gefahrenbereich begeben..

Dann lieber 10 m Sicherheitsabstand, Vollstrahl und draufhalten. Dann knallt und funkt es, aber es besteht keine Gefahr und mit ausreichend Wasser kriegt man auch einen Metallbrand aus..

froebel88
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Re: Lithium und Wasser

Beitrag von froebel88 » Mittwoch 16. September 2020, 19:48

Nachtrag:

Hier ist die Beladungsliste von Normfahrzeugen TSF-W und MLF ersichtlich:

https://www.feuerwehrmagazin.de/app/upl ... 32-033.pdf

D-Pulverlöscher scheint nicht zur Normbeladung zu gehören

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Re: Lithium und Wasser

Beitrag von Elt-Onkel » Mittwoch 16. September 2020, 21:21

Hallo,

das bemeckere ich ja schon seit Jahren.

Eigentlich brauchen die Feuerwehren heute einen Löschanhänger Klasse D.

6 bis 8 to Zementpulver wären schon schön.

Ich besitze in meiner Betriebsfeuerwehr einen Aufladelöscher mit 50 kg Löschnittel Klasse D.


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Re: Lithium und Wasser

Beitrag von Elt-Onkel » Mittwoch 16. September 2020, 21:25

Hallo,
froebel88 hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 19:45
Um D-Pulver zu applizieren musst man

- Welches dabei haben
- Erkennen dass es ein Metallbrand ist.

... und mit ausreichend Wasser kriegt man auch einen Metallbrand aus..
Wir Feuerwehrleute sind vom Fach.
Wir können Metrallbrände erkennen.

Viel Freude "mit ausreichend Wasser" brennendes Kalium löschen zu wollen.


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froebel88
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Re: Lithium und Wasser

Beitrag von froebel88 » Mittwoch 16. September 2020, 21:34

Es ging hier ja um PKW Brände.. Ist in PKWs Kalium verbaut?

froebel88
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Re: Lithium und Wasser

Beitrag von froebel88 » Mittwoch 16. September 2020, 21:38

Elt-Onkel hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 21:21
Hallo,

das bemeckere ich ja schon seit Jahren.

Eigentlich brauchen die Feuerwehren heute einen Löschanhänger Klasse D.

6 bis 8 to Zementpulver wären schon schön.

Ich besitze in meiner Betriebsfeuerwehr einen Aufladelöscher mit 50 kg Löschnittel Klasse D.
Naja, gerade kleinere Feuerwehren können für nicht für alle möglichen Einsatzszenarien ausgestattet sein. Da muss man dann halt improvisieren. Und in der Vergangenheit wurden sicherlich sehr viele brennende PKW mit Metallbrand-Anteil ganz ohne Spezialpulver gelöscht.. Viel (Wasser) hilft da viel..

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Re: Lithium und Wasser

Beitrag von Elt-Onkel » Donnerstag 17. September 2020, 14:13

Hallo,

bei Metallbränden erzeugt man mit viel Wasser viel Knallgas.

Es spricht doch nichts dagegen, für Fahrzeugbrände und Batteriebrände in der Gemeindefeuerwehr einen Löschmittelanhänger
der Klasse D vorzuhalten.
Braucht ja nicht jede Dorffeuerwehr.

Dann die AAO ändern, so daß bei einem Fz-Brand / Batterie-Brand dann immer der Anhänger mitzunehmen ist.

Das klappt doch bei Schornsteinbränden und Eisenbahnunfällen auch.
Bei uns im Kreis gibt es eine FF, die eine Schornsteinreinigungsausrüstung hat,
und die FF, bei denen eine Bahnlinie im Einsatzgebiet läuft, haben einen ausgebildeten Bahnerder mit Kurzschließgarnitur für 15 kV.

Kann man also alles organisieren.

Man braucht da nix 'improvisieren'.


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