LKW - Oberleitung

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Elt-Onkel
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Re: LKW - Oberleitung

Beitrag von Elt-Onkel » Dienstag 18. August 2020, 07:17

Hallo,

die DB würde den Güterverkehr gerne loswerden.

Der bringt nur Verluste, die von dem Personenverkehr gegenfinanziert werden müssen.

Die langsamen Güterzüge mit ihren 80 (100) km/h bremsen den Personenverkehr aus,
und blockieren die Gleisabschnitte.


...

Elo-Ocho
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Re: LKW - Oberleitung

Beitrag von Elo-Ocho » Dienstag 18. August 2020, 09:08

Moinsen,

mit Verlaub, ich halte die Verlegung von Oberleitungen auf Autobahnen für E-LKW für Mumpitz. Genaugenommen halte ich überregionalen Güterverkehr auf LKW, mit Ausnahmen, für Mumpitz.

Von Ausnahmen abgesehen, ist die Eisenbahn, bei richtiger Anwendung und besserem Ausbau als gehabt, das Mittel der Wahl. Der Zubringerverkehr zu den Bahnknotenpunkten kann dann per LKW erfolgen, wahlweise im kombinierten Verkehr, als Stückgut oder es wird gleich der ganze Auflieger verladen.

Natürlich war früher nicht alles besser, aber ein Güterzug voll z.B. Schnaps kam aus Italien zum Kommissionierer in die Nachbarstadt und wurde von hier verteilt, heute kommen etliche LKW. ein größerer Stahhändler wollte einen großen Teil seiner Logistik auf die Bahn verlagern, Infrastruktur ist vorhanden, bis in die Halle. Er sollte einen 5jahresvertrag mit Abnahmegarantie unterschreiben, was er auch getan hätte, wenn das Bahnunternehmen auch 5 Jahre Liefergarantie zugesichert hätte.

Und, auch ich sehe das als Versuch, noch mehr Güter von der Schiene auf die Straße zu verlagern. Dabei ist mir doch egal, ob der LKW, welcher mir auf den Zeiger geht, seine Energie aus Diesel, einem Akku, der Oberleitung, Wasserstoff, einem Teslastrahl, freier Energie, einem mitgeführten Solarpanel oder Windrad bezieht. Die Reduzierung des LKW-Verkehrs würde weniger Staus, weniger Stress für alle, weniger CO2 etc. bringen. Man muss halt in die Schiene investieren (wollen).

Wobei das Konzept Oberleitung erprobt ist und funktioniert, das will ich gar nicht anzwefeln.

Gruß,

Ocho
Immer wenn ich Langweile habe, dann melde ich mich in einem Eltern-Forum an und Frage, wie weit man den Schimmel im Pausenbrot der Kinder wegschneiden sollte...

ThomasR
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Re: LKW - Oberleitung

Beitrag von ThomasR » Dienstag 18. August 2020, 12:40

In ca. 15 Jahren wird es praktisch nur noch selbstfahrende Fahrzeuge geben. Damit wird die erforderliche Anzahl Fahrzeuge in Privatbesitz drastisch sinken (warum sollte ich ein Fahrzeug besitzen, das ich selbst gar nicht steuern kann/darf?) und die bisherigen Verkehrsflächen entsprechend frei werden. Die Folge sind weniger Staus und ein Tür-zu-Tür Verkehr. Der Individualverkehr wird also sogar zunehmen, nur anders als bisher gedacht.
Gleichzeitig wird kein Mensch mehr auf die Bahnschnecke setzen. Dort dürfen sich dann die Güterzüge tummeln, mit entsprechend bescheidener Infrastruktur (diese Trassen werden kaum je mehr als 160km/h sehen).

Ein paar Strecken könnten übrig bleiben, vorzugsweise die reinen und direkten Hochgeschwindigkeitstrassen auf denen gute Auslastungen zu sehen sind (Beispiel Köln/Frankfurt)

Ein Test von LKW Oberleitungen auf Autobahnen ist daher rausgeschmissenes Geld.

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Elt-Onkel
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Re: LKW - Oberleitung

Beitrag von Elt-Onkel » Dienstag 18. August 2020, 13:16

Hallo,

derzeit ist gerade ein gegenteiliger Trend zu beobachten.

Jeder, der irgendwie kann, fährt mit dem Privatwagen umher.
In Öffentlichen Verkehrsmitteln fahren wegen Corona nur noch die, die sich kein eigenes Fuhrwerk leisten können.

Aus juristischen Gründen wird es in Deutschland nur Fahrassistenzsysteme geben.
Niemals rein autonom fahrende PKW's.

Das ergibt sich ganz einfach aus der Haftungsfrage beim Unfall.
Also der Hersteller wird wohl nicht haften wollen.
Er weiß ja gar nicht, was jemand mit dem Auto anstellt.
Der Halter wird sagen:
Ich war nicht dabei, ich hafte auch nicht.
Dann sieht es für den überfahrenen Fußgänger dunkel aus.
Soll er die Elektronen in der Steuerung auf Schadenersatz verklagen ?

Was ist, wenn jemand von außen die Steuerung hackt ?
Wer haftet dann ?
Der Hacker ?

Vgl. Uranzentrifugen im Iran.

Findige Zeitgenossen würden sich einen Spaß daraus machen,
autonom fahrende Autos in die Irre zu leiten.
Einen ganz einfachen Betriebszustand beherrscht kein derzeitiges Steuerungssystem:
Straßenbaustelle, der Verkehr wird über eine Behelfsstraße aus Schotter an der Baustelle vorbeigeleitet.
Kann keine Elektronik begreifen.

Einfaches Beispiel:
Schon als Kinder haben wir uns früher einen Spaß daraus gemacht, das elektrische Garagentor vom Nachbarn illegal zu öffnen.
Da gab es extra eine Fotozelle, die eine bestimmte Wellenlänge vom Sender brauchte, um zu reagieren.
Wir haben eine simple Taschenlampe mit Linsenglühlampe benutzt.
Das hat funktioniert.
Warum ?
Unsere Taschenlampe hat zwar das ganze Lichtspektrum abgegeben,
aber eben auch soviel von der Wellenlänge, was die Fotozelle in Arbeit brachte.

Ich sehe es schon kommen:
Jeden Morgen findet man Dutzende Fz in Teichen und Gräben,
die nachts versucht haben autonom von A nach B zu kommen.

Dann die schicke Möglichkeit der Mitnahme.
Einfach neben einem autonom fahrenden PKW nebenher fahren,
und den Ladearm mit Magnetgreifer ausfahren.
Dann den PKW auf den 7,5 Tonner aufladen, mitnehmen und zerlegen.
Am nächsten Tag kann man dann in ebay-Kleinanzeigen die Teile kaufen. :D :D



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Re: LKW - Oberleitung

Beitrag von Elt-Onkel » Dienstag 18. August 2020, 13:44

Hallo,

eins habe ich noch vergessen.

Die Strafrechtliche Seite.

Fahrlässige Tötung kostet in Deutschland etwa 6 Jahre Knast.
(Bei guter Führung kommt man nach 4 Jahren raus.)

Was ist denn, wenn ein autonom fahrendes Auto jemanden tot fährt ?
Wer geht dann in den Knast ?
Der Halter, der die Fahrt zugelassen hatte ?
Dann würde ja nie ein Halter seinen Wagen alleine wegfahren lassen.
Der defekte Sensor, der den Fußgänger nicht erkannt hat ?


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ThomasR
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Re: LKW - Oberleitung

Beitrag von ThomasR » Dienstag 18. August 2020, 13:50

Das regeln die Versicherungen schon: heute machen definitiv die MENSCHEN die Fehler, nicht die Maschine. Irgendwann (bis in 15 Jahren, so meine Schätzung) wird sich das aber ins Gegenteil verkehren. Welche Versicherung wird denn einen fehlerbehafteten Autofahrer noch versichern wenn es doch mit dem Kollegen Computer besser geht?

Klar muß da einiges in der Juristerei passieren, damit das funzt. Nur werden die Fakten einfach für sich sprechen :D Im einfachsten Fall wird der Hersteller des Fahrzeuges bzw. der SW haftbar gemacht. Der wird dann schon für Sicherheit sorgen, keine Bange.

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Re: LKW - Oberleitung

Beitrag von Elt-Onkel » Dienstag 18. August 2020, 20:04

Hallo,

für Strafrecht gibt es keine Versicherung.

Ich glaube kaum, daß der Tesla-Onkel Murcy in den Knast geht,
wenn eines seiner Autos einen Fußgänger umgefahren hat.

Aber vielleicht wird ja dann der Prozessor vom Motherboard eingekerkert.


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Re: LKW - Oberleitung

Beitrag von IH-Elektriker » Freitag 4. September 2020, 16:20

Das große Problem an den selbstfahrenden Autos sind die Verkehrsteilnehmer welche eben nicht selbstfahrend und somit mit einem übergeordneten Steuerungs-/Koordinierungssystem verbunden sind. Sprich der ordinäre Fußgänger, der Fahrradfahrer und natürlich die Fahrzeuge welch nicht selbst fahren....

Weg damit, einfach verbieten und schon ist die Sache geritzt. Nebenbei könnte man so auch die in der Politik unbeliebten Verbrenner beseitigen und die Umstellung auf reine E-Mobilität beschleunigen.

Stichtag 01.01.2035 - nur noch selbstfahrende Fahrzeuge dürfen auf unsere Straßen. Alles ist Digitalisiert, ein flächendeckendes Kommunikationsnetz erlaubt die Verbindung der einzelnen Fahrzeuge untereinander. Für benzin-/dieselbetriebene "dumme" Fahrzeuge gibt es ein Betriebsverbot. Geschwindigkeitsübertretungen und Rotlichtverstöße gehören der Vergangenheit an. Staus werden digital entzerrt bevor sie entstehen können.

Das klingt wie aus einem Science Fiction - und wird nicht umsetzbar sein. Nicht in 15 Jahren, nicht in 20 Jahren. Zumindest nicht in Deutschland. Stichwort löchriges Mobilfunknetze, Stichwort Formfehler Straßenverkehrsordnung, Stichwort Digitalisierung, Stichwort LKW- und PKW-Mautbrücken usw. - bis wir hier bei uns die Voraussetzung für ein wirklich autonomes Fahren ohne Fahrer der notfalls eingreifen kann geschaffen haben dauert es noch ein bisschen ;)

In geschlossenen Systemen wie bspw. Firmengeländen, Baustellen o.ä. wird autonomes fahren allerdings in ein paar Jahren problemlos möglich sein. Auf einer Baustelle den Aushub wegfahren oder in einem Steinbruch, da wird niemand mehr den Kipper steuern und den Radlader auch nicht. Automatische Bustrassen als Schienen- bzw. Straßenbahnersatz, kein Problem

Aber am automatisierten Individualverkehr zweifle ich erheblich....

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Re: LKW - Oberleitung

Beitrag von Elt-Onkel » Freitag 4. September 2020, 17:13

Hallo,

es wird immer Fz mit Dieselantrieb geben.

A) Die mit dem Bestandsschutz.
(Ich habe ja extra 4 Fz mit Vielstoffmotoren im Bestand, die fallen durch alle Rosten.)

B) Feuerwehr.
Das klappt nie und nimmer soooooo viele Batterien mitzunehmen,
so daß man ein HLF 10 Stunden am Stück betreiben kann.
Vielleicht dann mit Generatoranhänger ?

C) Mopeds / Kleinkrafträder / Motorräder.
Dazu die neumodischen Tretroller.
Die können aus physikalischen Grüden gar nicht alleine fahren.

D) Ganz Afrika wird auch in 50 Jahren noch mit Diesel fahren.

Und keine Sorge, ich kann extern jedes autonom fahrende Auto stillsetzen.
Ich zünde einfach einen Kohlestab-Lichtbogen.
Da bleibt dann in 500 Meter Umkreis alles stehen.
Solche Lichtbögen habe ich füher aus den Kohlestäben alter Monozellen gebaut.
Dann ein 2 kW Heizlüfter als Vorwiderstand und bei 230 Volt gezündet.
Da bekommt das Wort "Telefunken" eine ganz neue Bedeutung.


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E-Jens
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Re: LKW - Oberleitung

Beitrag von E-Jens » Freitag 4. September 2020, 17:43

Hallo,

dass mit den völlig selbstfahrenden Fahrzeugen auf öffentliche Straßen ist weiter weg, wie man uns weis machen möchte. Was macht so ein Fahrzeug bei einem technischen Defekt oder bei einem Unfall mit Wild. Der Autofahrer sucht sich eine Stelle am Straßenrand und fährt rechts ran. Was macht ein völlig selbstfahrendes Fahrzeug.
Gruß Jens

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