Brennstoffzelle

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bettmann
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Re: Brennstoffzelle

Beitrag von bettmann » Freitag 5. Januar 2018, 22:16

Abweichend vom Thema.

@Elt-Onkel / Ja, ist mir bekannt. Ich habe autogenes Schweißen betrieben, als die "Umstellung" von O2 von 100 auf 300 war. Damals herrschte, in meinem Bekanntenkreis, etwas Unsicherheit. Mir wars egal. Ob das Ventil nun beim Umstürzen der Flasche, bei 100 oder 300, abreißt nebensächlich. Karbid war damals noch im Einsatz ... (waren das noch Zeiten!). Wehrmacht? Da bin ich nun doch zu "jung".

@Tobi P / Einspritzanlagen entwickeln aber kein Eigenleben, keine Dynamik! Wenn kein "Strom" oder mechanische Bewegung mehr da ist, geht nichts mehr. Ich hatte mal in meiner "Bauphase" mit Sandstrahlern zu tun. Die haben alles gesäubert und geglättet was da war. Erschreckend! Im Austrittsbereich der Lanze hätte ich, trotz das ich als "weiches" Ziel gegolten hätte, nicht stehen wollen. Erinnert mich an Wasser- oder Wasser / Sandstrahl-Schneiden von Stahl(blechen). Ich hätte nie gedacht das Wasser so hart sein kann.

bettmann
Yo, wir schaffen das !!! (Bob der Baumeister)

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Elt-Onkel
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Re: Brennstoffzelle

Beitrag von Elt-Onkel » Samstag 6. Januar 2018, 00:15

Hallo,
Elt-Onkel hat geschrieben:
Freitag 5. Januar 2018, 08:27
Hallo,

Die Wehrmacht hat schon vor 80 Jahren Artilleriegeschosse auf 1'000 bar aufgepumpt.

...
Das war die Neutronenbombe des kleinen Mannes.
Beim Zerlegen hat es die Lungen der Gegnerischen Soldaten zerrissen.
Das Material bleibt weitgehend heile.

Hat man dann im Laufe des Krieges aufgegeben, weil es juristisch nicht sicher war,
ob es nicht vielleicht unter die Haager Landkriegsordnung fällt.

...

Elo-Ocho
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Re: Brennstoffzelle

Beitrag von Elo-Ocho » Dienstag 6. Februar 2018, 16:53

Moinsen,

die Tagesschau redet gerade die Brennstoffzelle kaputt...

https://boerse.ard.de/aktien/setzt-toyo ... os100.html

Ocho
Immer wenn ich Langweile habe, dann melde ich mich in einem Eltern-Forum an und Frage, wie weit man den Schimmel im Pausenbrot der Kinder wegschneiden sollte...

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Elt-Onkel
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Re: Brennstoffzelle

Beitrag von Elt-Onkel » Dienstag 6. Februar 2018, 17:01

Hallo,

der Vergleich von VHS zu Betamax hinkt.

Im Artikel steht, daß sich das 'bessere' Betamax nicht durchgesetzt hat.

Da die Brennstoffzelle das Bessere ist, wird sich die Brennstoffzelle durchsetzen.

Es gibt just einen Artikel über den neuen Tesla 3.

Eine vernichtende Kritik.(*)

Da steht alles das drin, was ich seit 6 Wochen bemängele.

Batterieautos gibt es seit 130 Jahren.

Substanzielles hat sich in den letzten 100 Jahren nicht geändert.

Die Brennstoffzelle ist die Revolution.


...

(*) Zusatz
Vieleicht finde ich den Bericht im Netz, dann berichte ich hier.

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Re: Brennstoffzelle

Beitrag von Elt-Onkel » Dienstag 6. Februar 2018, 18:36

Hallo,

der Bericht ist bei Chip abgedruckt.

Ich zitiere in Auszügen:

"Auch für die Optik des Tesla mit seinen ungleichen Spaltmaßen in der Karosserie findet Munro harte Worte.
"Die könne man vom Mars aus sehen", lautet das bissige Fazit des Materialexperten.
Doch damit nicht genug: Munro kritisiert vor allem, dass die Notfall-Schnittstelle zur Unterbrechung der Stromzufuhr wegen
des komplizierten Öffnungsmechanismus der Fronthaube nur sehr schwer erreichbar sei.
Das kann nach einem Unfall wertvolle Sekunden kosten, etwa wenn die Feuerwehr mit einer Rettungsschere arbeiten
und deshalb vorher den Strom kappen muss.
Als besonders sicherheitsrelevanten Designfehler nennt Munro zusätzlich die fehlenden manuellen Türentriegler an den Hintertüren.
Sollte die elektrische Türöffnung ausfallen, müssten Passagiere durch die Heckklappe oder die Vordertüren klettern,
um das Wrack zu verlassen. "Offenbar sind die Kinder nicht so wichtig", lautet Munros trockener Kommentar zu diesem Problem.
Und der Experte geht bei seinem Fazit noch weiter:
"Ich kann mir nicht vorstellen, wie man solch ein Fahrzeug überhaupt auf den Markt bringen konnte."

...

ThomasR
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Re: Brennstoffzelle

Beitrag von ThomasR » Mittwoch 7. Februar 2018, 09:11

Ich bin sehr GEGEN Glaubenskriege, der 30-jährige war schlimm genug und als Ingenieur im Automobilbereich warne ich vor schnellen Urteilen. Es ist unbestritten, daß der CO2 Fußabdruck eines E-Fahrzeuges nicht gerade klein ist und die Technik gewisse Gefahren mit sich bringt. Bei den heutigen Sicherheitsstandards würden mit Benzin betriebene Fahrzeuge aber auch NIEMALS zugelassen werden, viel zu gefährlich. Mit diesen Argumenten kommt man nicht weiter, jede Lösung hat ihre Vor- und Nachteile. Hier wird eher die Lobbyarbeit der Industrieverbände sichtbar: alles, was "mechanische" Antriebssysteme favorisiert, wird unterstützt. So hat BMW es immer noch nicht aufgegeben, Wasserstoff in einem konventionellen Ottomotor zu verbrennen doh1

Übrigens müssen alle Brennstoffzellenfahrzeuge auch einen Akku haben! Schließlich ist ein wesentlicher Vorteil des Elektroantriebes (egal woher der Strom kommt: aus dem Akku oder der BZ) die Möglichkeit der rekuperativen Bremsung (wie schon ewig bei allen Toyota Hybriden). Nur damit kommen annehmbare Verbräuche zustande. Und dieser generatorisch gewonnene Strom kann nicht in Wasserstoff im Tank zurückverwandelt werden! Die Zwischenspeicherung geht nur mit einem Akku (Supercaps?).
Auch zum Starten aller Brennstoffzellenprozesse benötigt man erhebliche Hilfsenergie. Ohne einen "Startakku" wird das nichts. Also werden Brennstoffzellenfahrzeuge immer einen mehr oder weniger großen Akku mit an Bord haben. Der Hybridantrieb der Zukunft wird also aus EINEM Motor und ZWEI Energiequellen bestehen, nicht mehr EINE Energiequelle und ZWEI Motoren :D

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Re: Brennstoffzelle

Beitrag von Elt-Onkel » Mittwoch 7. Februar 2018, 09:47

Hallo,

das sehr ich ähnlich,

habe aber zwei Anmerkungen:

Es ist ein Unding rollende Niederspannungsanlagen auf in den öffentlichen Verkehr zu bringen,
ohne die Sicherheits- und Rettungstechnik auf ein erträgliches Maß zu bringen.

Benzin und Dieselkraftstoff kann man Schmecken, Riechen und Fühlen.

Bei 600 Volt im Tesla ist das mit den Menschlichen Sinnen so eine Sache.

Zweitens:

Schon im Jahr 1978 habe ich in Südfrankreich einen Citoen mit 5 Wasserstffflaschen auf dem Dach fahren sehen.
O.K. in Deutschland wäre das wegen der Dachlast verboten.


...

ThomasR
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Re: Brennstoffzelle

Beitrag von ThomasR » Donnerstag 8. Februar 2018, 11:37

Hallo Elt-Onkel,

ich habe zu wenig Erfahrung mit echten IT Netzen. Diese werden doch auch oder gerade dort eingesetzt, wo entweder Versorgungssicherheit oder erhöhter Schutz gegen Körperströme gefordert sind?

Alle E-Fahrzeuge werden aber als IT Netz betrieben, also sehe ich die Gefahr nicht so hoch. Nach dem anfänglichen Hype um die Gefahren für die FW aus PV Anlagen auf brennenden EFH ist ein professioneller Umgang geworden. Nicht viel anders wird es bei den E-Fahrzeugen werden. Beim E-Fahrzeug weiß ich selbst als Laie irgendwann, wo die Gefahren lauern. Du hälst ja heute auch nicht das Feuerzeug an die Tanköffnung um nach dem Kraftstoffstand zu schauen 8o

Tatsächlich werden die Berufsbilder des Kraftfahrzeugelektrikers und Energieanlagenelektronikers immer mehr zusammenwachsen. Bis es soweit ist, sehe ich dort die größte Gefahr für Leib und Leben bei den "altgedienten" Kraftfahrzeugschlossern hair1

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Re: Brennstoffzelle

Beitrag von Elt-Onkel » Donnerstag 8. Februar 2018, 15:33

Hallo,

kleiner Gedankenfehler.

Die Deutschen Feuerwehren haben i.d.R. keine EFK's.

Die Deutschen Feuerwehren haben keine Persönliche Schutzausrüstung (PSA), um an Niederspannungsanlagen arbeiten zu können.

Das gilt für die Ersthelfer genauso.

Ergo gibt es keine Hilfe für Insassen verunfallter Batterie-Autos.

Die Kabel zwischen Batterie und Hauptschalter (Rettungstrennstelle) lassen sich nicht abschalten.


...

ThomasR
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Re: Brennstoffzelle

Beitrag von ThomasR » Freitag 9. Februar 2018, 08:49

Hallo Elt-Onkel,

seit etwa 70 Jahren fahren Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor UND Klimaanlagen auf unseren Straßen. Bei einem Unfall reißen da fast immer die Leitungen der Klimaanlage ab und das Kältemittel tritt aus. Kommt dieses dabei auf heiße Teile oder entsteht in diesem Bereich ein Brand, so zerfällt dieses ach so harmlose Kältemittel in jede Menge giftiger Gase, je nach Kältemittel (R12, R134a, R1234yf) sind das in beliebiger Mischung Phosgen, Blausäure und Anverwandte. Das derzeitig aktuelle KM R1234yf kann sogar in größere Mengen Flusssäure zerfallen.

Ich habe noch nicht gesehen, daß sich FW mit entsprechenden Gerätschaften ausgerüstet haben spassbr1

Viele Dinge werden nicht so heiß gegessen wie sie gekocht wurden.

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