Kind stirbt bei Stromunfall – Gutachten belastet Supermarkt

kaiand1
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Beitrag von kaiand1 » Samstag 24. September 2016, 22:12

Müssten da nicht ggfs 2 Fehler vorliegen bei den Fall?
1. Leitung Defekt und ist gegen Metall gekommen wo der RCD nicht reagiert hat(zuwenig Strom? Defekt?) oder keiner vorhanden war für den Stromkreis.
2. Erdung der Metallteile war nicht vorhanden bzw ist schlecht Angeschlossen worden?.

Aber leider kommen ja nur meist Schlagzeilen in die Öffentlichkeit und danach der eigentliche Grund ect wird nicht mehr erwähnt oder x Wochen/Monate später in ner kleinen Zeile nur...

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Schwachstromer
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Beitrag von Schwachstromer » Samstag 24. September 2016, 22:43

Funker hat geschrieben:Hier einmal ein link dazu der offensichtlich frei ist
Sämtliche Ergebnisse aus den "timemachines" der Suchmaschinen sind vollkommen frei und legal.
Wer nicht will, das seine Seiteninhalte da aufgenommen werden, der muß eben seinen Webserver vernünftig aufsetzen und konfigurieren.
Oder soll dein Beitrag etwa bedeuten, das Google Illegale Inhalte verbreitet?
Google verbreitet nix Illegales, auch der cache von denen nicht, weil der Admin des Servers/der Website für eine Ordnungsgemässe Konfiguration des Servers verantwortlich ist. Ebenso natürlich für den Inhalt der Seiten.

Fazit: Wem es nicht passt, das Inhalte seiner Website auch tage/wochen oder gar Monate später noch zu finden sind, der muß halt die crawler der Suchmaschinen aussperren. Nachteil ist halt die schlechte auffindbarkeit in den Suchmaschinen.
MfG
Schwachstromer

<blink>Ohne Strom geht nix</blink>

Ich-bins
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Beitrag von Ich-bins » Sonntag 25. September 2016, 09:07

Funker hat geschrieben: Kontrollen, bei denen es um die Überprüfung der eingebauten Technik ging, sind in der Antwort nicht aufgeführt.
Ist auch verständlich, das Ordnungsamt prüft keine elektrische Anlage, im Gegenteil die verlangen nicht mal den Nachweis der Wiederholungsprüfungen.
Funker hat geschrieben: Der Trick mit dem festen Anschluß von o.v. IT Betriebsmitteln wird leider gern genutzt. Dann kann es schon zu solchen Problemen kommen.
Wenn man dann nicht prüft.
Der Trick wo der Schuss nach hinten losgeht. Die Begründung Datenausfall lässt sich leicht entgegnen, Verlust des Lebens oder ein paar Daten weg, was ist wichtiger?
Da kommt ein FI/LS ins Spiel, denn wenn die EDV einen Körperschluss im Fehlerfall hat, kommt eh kurz oder lang der Totalausfall.
Es gibt nur keinen RCD bei sicherheitsrelevanten Dingen, wie BMA, Gaswarnanlage, Sprinkler usw, wobei wir in der Planung und Auslegung auch hier vermehrt dazu übergehen, FI / LS ein zu planen, da die eh eine Notstromversorgung nach VDS haben müssen, und eine Weiterleitung an eine ständig besetzte Stelle nachweisen müssen.

Den Nonsens mit dem Licht ist eh nicht zu verstehen, denn selbst bei Industrieanlagen ist nicht gesagt, das später der Betriebseli wenn er selbst mal eine Leitung zieht, einfach auf den Lichtschrank geht, weil es einfacher ist. Jedoch solange es in der VDE keine Regel gibt, tut man sich gegenüber den Bauherren oft sehr schwer das Begreiflich zu machen.

chris11
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Beitrag von chris11 » Sonntag 25. September 2016, 10:54

Auch bei regelmässiger Prüfung finde ich es fahrlässig, im offentlichen Bereich, wo laufen denn mehr Menschen durch wie im Kassenbereich eines Supermarkts, Installationen ohne RCD auszuführen. Sicher ist der RCD "nur" der Zusatzschutz.
Es ist unrealistisch an zunehmen, das bei jeder Änderung eines Ladenbauers, Hausmeisters oder sonstigem Elektrophoben Gewerks, der Elektriker mit einer Nachprüfung beauftragt wird. Ein einziger unglücklich gesetzter Dübel reicht. Ohne RCD fällt das oft nicht mal beim Bohren auf.
Selbst wenn der Eli käme, macht er jedesmal eine Isoprüfung die nur mit aufgetrenntem N aber mit angeschlossenem Kassencomputer aussagekräft ist? Prüft dabei irgendwer die Spannungsfreiheit aller in Reichweite liegender Metallteile. Bei heutiger Bauweise sind metallische Bauteile auf Fliesen und anderen Baustoffen so hochohmig, das sie selbst bei Messung nicht auffallen, ausser man schaut dort genau nach.

Also nehmen wir mal an die Schranke wäre durch eine Schraube ungücklich gephast worden, aber sonst hochohmig.

Bei welcher Prüfung nach Norm wäre das aufgefallen?

Mit freundlichen Grüßen
Christian

Plusplatte
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Beitrag von Plusplatte » Sonntag 25. September 2016, 12:53

chris11 hat geschrieben:Also nehmen wir mal an die Schranke wäre durch eine Schraube ungücklich gephast worden, aber sonst hochohmig. Bei welcher Prüfung nach Norm wäre das aufgefallen?
Müssen bei einer solchen Anlage alle berührbaren leitfähigen Teile an den Potentialausgleich angeschlossen werden? Ich vermute, nein, sonst würde man auch mal die Anschlüsse sehen. Wenn doch, dann wäre hier die Ursache zu suchen.

mickschecker
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Beitrag von mickschecker » Sonntag 25. September 2016, 14:43

Erinnert mich an einen ähnlichen Fall.
http://www.lz.de/ueberregional/owl/2944 ... nt=2944271
Auch bei dem aktuellen Todesfall im Supermarkt wird es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um eine Schraube in einem Kabel handeln.
Wurde die Schranke vielleicht in letzter Zeit nochmal neu befestigt, weil sie durch ständigen Kundenkontakt mit Einkaufswagen wackelig geworden war.
Wie so oft wird dann versucht mit schrägem Anbohren wieder etwas haltbares "Fleisch" im Boden zu finden. Oder es kommen halt stärkere und vor allem längere Schrauben zum Einsatz. Dummerweise wurde dann wohl ein knapp vorbei laufendes oder tiefer liegendes Kabel (das der Schrankensteuerung ?) getroffen !?
Stellt sich die Frage : Gibt es eigentlich im Zuge des Rohbaus einen verbindlichen festgelegten örtlichen Plan zur Verlegung der Kabel im Boden, nachdem sich vor allem das nachfolgende Gewerk der Ladeneinrichtung richten kann und auch muss. (Olaf ?)
Wenn ich mir so einen Supermarkt/Baumarkt anschaue, was da so alles an Kundenleiteinrichtungen verbaut und mit geschraubten Konsolen im Boden verankert ist. PE-technisch hängt da alles völlig in der Luft. hair1
Wehe dem, es muss mal etwas auf die Schnelle gerichtet oder nachgerüstet werden.
Mir erscheint dies alles eine Art Kamikazespiel zu sein und somit darin ein gefährlicher Missstand zu bestehen.
Die bessere und sichere Variante ist das Anfahren der Schranken über die Decke, was nach dem ersten Umbau und der Neuaufteilung des Eingangs/Kassenbereiches zumeist eh so gehandhabt wird.

LuckySlevin
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Beitrag von LuckySlevin » Montag 26. September 2016, 07:33

Boha muss das schlimm gewesen sein für den Vater, das eigene Kind sterben zu sehen :mad: :mad:

Mein Beileid an die Familie.

Hoffe es klärt sich alles auf damit die verantwortlichen ihre gerechte Strafe bekommen.

Gruß

IH-Elektriker
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Beitrag von IH-Elektriker » Montag 26. September 2016, 11:13

Funker hat geschrieben:....die Rolle des zuständigen Ordnungsamts unter die Lupe nehmen wollen.
Kontrollen, bei denen es um die Überprüfung der eingebauten Technik ging, sind in der Antwort nicht aufgeführt.
Das Ordnungsamt wäre mit tiefgreifenden Kontrollen der Elektroinstallation vermutlich auch fachlich etwas überfordert…. ;)

So Dinge wie Fluchtwegebreiten oder zugestellte Feuerschutztore kann man notfalls einem Lebensmittelchemiker der als Kontrolleur beim Ordnungsamt arbeitet ja noch mit auf’s Auge drücken da das ja mit geringem Aufwand (Metermaß, Tabellen…) prüfbar ist, genauso wie so Dinge wie die Anzahl der vorhandenen Feuerlöscher oder sowas – aber elektrotechnische (Detail-)Prüfungen und ggf. Messungen sind dann vielleicht doch etwas viel verlangt. Maximal könnte meiner Meinung nach ein Prüfer vom Ordnungsamt gebrochene oder fehlende Steckdosenabdeckungen erkennen, vielleicht auch ob in den Verteilungen Abdeckungen angebracht sind und ob Leitungen offensichtlich beschädigt wurden – aber mehr auch nicht.

Vielleicht kann das Ordnungsamt mit viel Aufwand und gutem Willen noch einen Nachweis der Wiederholprüfungen fordern - aber wie "gut" die dann fachlich ausgeführt werden ist schon wieder nicht mehr prüfbar. Außerdem stellt so eine Prüfung ja auch immer nur eine Momentaufnahme dar, wenn am Tag danach jemand "fummelt" ist diese Prüfung ggf. auch wertlos....

Insofern ist diese Anfrage einer Überprüfung der Gewerbeaufsicht zwar gut gemeint, aber von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Sinnvoll wäre nur die Frage gewesen warum nicht alle Stromkreise über RCD geschützt werden müssen…..wobei die Frage alleine nichts bringt bis nicht eine Nachrüstpflicht incl. Überprüfung der Ausführung von Amts wegen angeordnet würde – so frei nach dem Motto „Als Supermarktbetreiber hast Du das Schutzkonzept bis zum Stichtag umzusetzen, ansonsten sperrt Dir das Ordnungsamt die Bude zu!“

Das sowas aber eher Tagträume von Sicherheitsfreak’s bleiben – das ist wohl auch klar…..

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bettmann
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Beitrag von bettmann » Samstag 19. November 2016, 15:16

Hallo,

im aktuellen Spiegel (Nr. 47, 19.11.2016, Print-Ausgabe) ist ein ausführlicher Beitrag zum Eröffnungs-Thema.
"..., gibt der Hamburger Justiz noch immer Rätsel auf. ..."
Der Ausschnitt aus der Überschrift des Beitrages, trifft es genau.
Nur beispielhaft. Zwei medizinische Gutachten mit unterschiedlichen Ergebnissen (Strommarken am Körper ja und nein), jetzt muss ein drittes Gutachten her. Fehlende Überwachunsvideos, zurückgezogene Aussagen ...

bettmann
Yo, wir schaffen das !!! (Bob der Baumeister)

Funker
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Beitrag von Funker » Sonntag 20. November 2016, 10:43

Ich habe einmal an anderer Stelle die aktuellen Todeszahlen mit Strom und
Rauch eingestellt.

http://www.diesteckdose.net/forum/showt ... 483&page=5

Ich werde mir einmal noch Mühe geben die Rauchtoten
mal mit anteiligen Fällen im Haushalt, zu Hause, Wohnung oder Heim zu verifizieren, falls es das gibt.

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