Neuer Wasserkocher Schutzleiterwiderstand 200 mA Messung

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SPS
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Re: Neuer Wasserkocher Schutzleiterwiderstand 200 mA Messung

Beitrag von SPS »

Hallo zusammen, habe heute mit mehreren Prüfspitzen versucht einen guten Wert bei 200 mA zu bekommen.
Immer noch schwankende Werte die nur zufällig mal für 1 oder 2 Sekunden < 0,3 Ohm sind.

Würde eine Bürstensonde bessere Ergebnisse liefern?
https://www.benning-shop24.de/zubehoer- ... p-958.html
http://s757043048.online.de/wp-content/ ... nsonde.pdf

https://www.beha-amprobe.com/de/produkt ... at-brush-0
Beha hat geschrieben:Vereinfach die Messung an veredelten oder oxidierten Oberflächen
Mit freundlichem Gruß sps
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SPS
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Re: Neuer Wasserkocher Schutzleiterwiderstand 200 mA Messung

Beitrag von SPS »

Hallo,
heute mit dem Installationstester und 200 mA gemessen.
Dieses Mal direkt an 2 Messpunkten am Edelstahlgehäuse.
Mehrere verschiedene Messpunkte.
Alle Messungen 0,03 bis 0,06 Ohm
Also kann das nicht am Übergangswiderstand vom Edelstahl liegen.
Hier sind es sogar 2 Mal, die Messpunkte mit Edelstahl vom Gerät als Übergang.

Dann noch mal vom Stecker bis zum Messpunkt am externen Sockel oben. Ergebnis 0,03 Ohm.
Also Leitungsweg OK.

Am internen Sockel vom Kocher unten zum Gehäuse 0,02 -0,06 Ohm

So bleibt für mich der Fehler der Übergang vom externen Sockel zum Internen Sockel vom Kocher.
Mit freundlichem Gruß sps
Olaf S-H
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Re: Neuer Wasserkocher Schutzleiterwiderstand 200 mA Messung

Beitrag von Olaf S-H »

Moin SPS,

der Wasserkocher ist wie die Kaltgeräteanschlussleitung ein Klassiker - billige Ausschussware.

Gruß Olaf
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, BekBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden. Die Nennung von Fundstellen in Regelwerken stellt keine Rechtsberatung sondern nur die Sichtweise des Verfassers dar.
vde1
Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794
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SPS
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Re: Neuer Wasserkocher Schutzleiterwiderstand 200 mA Messung

Beitrag von SPS »

dank1 Danke Olaf,

1)Also Prüfung bestanden, da Geräte üblich für die Steckverbindung.
2) Prüfung nicht bestanden.
3) Hinweis ins Protokoll mit 10 A nachzumessen. Falls diese OK Prüfung bestanden.
4) Gleich mit 10 A messen, da Problem bekannt.
5) 10 A Messung wird aus Kostengründen vom Einkauf eingespart. Geräte Entsorgen?
6) da neues Gerät an Händler zurücksenden.
Mit freundlichem Gruß sps
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SPS
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Re: Neuer Wasserkocher Schutzleiterwiderstand 200 mA Messung

Beitrag von SPS »

Schutzleiterprüfung an Wasserkochern Fachzeitschrift EP von 2005
https://www.elektropraktiker.de/ep-2005 ... 877ec9859d

Danach ist auch 10 A Prüfung keine Lösung
Mit freundlichem Gruß sps
DBY656
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Re: Neuer Wasserkocher Schutzleiterwiderstand 200 mA Messung

Beitrag von DBY656 »

Hallo zusammen!

Wasserkocher mit fester Anschlußleitung, also ohne diese Sockel zum draufstellen, will keiner mehr haben. Dies ist aus Ergonomiegründen auch verständlich und zusätzlich reduziert das die Gefahr einer Beschädigung der Zuleitung.
Das Abnehmen und aufsetzen des Wasserkocher auf den Sockel muss mit Leichtigkeit erfolgen können, darf also nicht so streng sein wie eine CEE-Steckverbindung. Daraus folgt das gewisse Kompromisse gemacht werden müssen, der Anpressdruck der Kontakte kann nicht zu groß gemacht werden. Hier schlägt nun Punkt 1 der elektrischen Prüfung zu, die Sichtprüfung. Ist der Zustand des Produktes in Ordnung, sind die Kontaktflächen an Kocher und Sockel in einem akzeptablen Zustand? Wenn ja dann sollte ein durch den Übergangswiderstand verursachte Erhöhung des Schutzleiterwiderstand auf bis zu 1 Ohm kein Problem darstellen. Bei einem kleinen Fehlerstrom macht dieser relativ kleine Widerstand nichts aus. Bei einem vollen Körperschluß fließt ein sehr großer Strom und dieser lässt den Übergangswiderstand sofort auf sehr niedrige Werte absinken.
Ein Vermerk im Prüfprotokoll wie "technisch bedingter höherer Schutzleiterwiderstand durch die Sockeltechnik" sollte dies ausreichend dokumentieren.

Gruß Markus
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SPS
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Re: Neuer Wasserkocher Schutzleiterwiderstand 200 mA Messung

Beitrag von SPS »

dank1 Markus,

ja < 1 Ohm ist zu schaffen.

Mail an Hersteller ist raus ...

Nach dem EP Beitrag "Konstruktionsbedingt"
Gibt es eine Produktnorm, die höhere Werte zulässt?
Mit freundlichem Gruß sps
Probator
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Re: Neuer Wasserkocher Schutzleiterwiderstand 200 mA Messung

Beitrag von Probator »

SPS hat geschrieben: Sonntag 9. Januar 2022, 19:17Gibt es eine Produktnorm, die höhere Werte zulässt?
Wieso?
Tatsächlich ist der Wert ja nicht höher.
Nur die geringe Spannung (bzw. der geringe Prüfstrom) deines Messgerätes gaukelt dir höhere Werte vor.
Messfehler, nicht Konstruktionsfehler.
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SPS
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Re: Neuer Wasserkocher Schutzleiterwiderstand 200 mA Messung

Beitrag von SPS »

Hallo,
ich hatte am ersten Tag über eine Stunde versucht gute Werte zu bekommen. Sehr oft die Position der Zange mit Druck geändert ..., Durchgefallen.
Dann habe ich am Samstag noch mal gemessen.

Ich habe bei der 200 mA Messung jetzt sehr viel öfter gute als schlechte Werte.
Wenn ich den Wasserkocher in dem Fuß bei der Messung drehe, speichert das Messgerät einen schlechten Wert ab.
Das Drehen im Fuß ist doch vergleichbar mit dem Bewegen der Leitung bei der Messung?
Ich habe jedoch noch nie gehört, dass der Kocher im Fuß zu drehen ist.

Bei der 3 Euro Prüfung wäre der Wasserkocher sicher schon nach der ersten Messung durchgefallen. Neugerät!
Ohne 10 A Messung wäre ich verzweifelt.
Mit freundlichem Gruß sps
ThomasR
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Re: Neuer Wasserkocher Schutzleiterwiderstand 200 mA Messung

Beitrag von ThomasR »

Ich kenne ausschließlich abnehmbare Wasserkocher bei denen die Position auf dem Sockel variabel ist. :confused:

Das Drehen während der Messung führt dabei zum Schleifen der Kontakte. Je nach Material und Oberflächengüte wird das mal mehr mal weniger Übergangswiderstand ergeben. Insofern überrascht das Ergebnis nicht.

Ich habe keine eigenen Erfahrung mit diesen Prüfungen, würde jedoch vermuten, daß mehrfaches Drehen auf dem Sockel und DANN erst Messen funktioniert. Tatsächlich bleibt damit aber die Frage unbeantwortet ob das sicher ist. Schließlich dreht der Nutzer den Kocher nicht erst hin und her bevor es zum Körperschluß kommt :(
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