Geräte Tester überflüssig?

Benutzeravatar
SPS
Beiträge: 3852
Registriert: Freitag 16. Juli 2004, 20:27
Kontaktdaten:

Geräte Tester überflüssig?

Beitrag von SPS » Mittwoch 11. April 2018, 17:14

Hallo zusammen,

Ein Installationsmessgerät kann die niederohmige Verbindung und den R-Iso messen.
Mit einer Leckstromzange kann der Schutzleiterstrom und Berührungsstrom gemessen werden.
Also reicht doch diese Kombination aus und es ist kein extra Tester nötig.
Nur die 10 A Messung R-Low Ohm geht dabei nicht.
Mit freundlichem Gruß sps

Elo-Ocho
Null-Leiter
Beiträge: 604
Registriert: Mittwoch 16. Juli 2014, 14:27
Wohnort: Münsterland

Re: Geräte Tester überflüssig?

Beitrag von Elo-Ocho » Mittwoch 11. April 2018, 17:44

Jein, ganz eindeutig Jain.

Du kannst alle Prüfungen auch ohne einen Gerätetester durchführen,

aber nicht wirtschaftlich.

Wenn Du gelegentlich mal ein Gerät nachmessen willst, mag sich der eine! Gerätetester durch mehrere! andere Geräte ersetzen lassen.

Wenn man aber, mit einem (un)gesunden Halbwissen (Forenteilnehmer ausdrücklich ausgeschlossen...) ausgestattet für 3,- / Stk Geräte prüfen soll, dann muss der Stecker rein gehen, Prüfablauf starten, Messwerte protokollieren usw. usf..

Neben der Zeit ist nur ein Gerätetester auch billiger in der Anschaffung und in der Wartung / Kalibrierung als mehrere Messgeräte.
Alleine die Leckstromzange dürfte teurer sein, kenne da die Einkaufspreise der Massenabnehmer nicht.

Daher der Gerätetester.

Gruß,

Ocho
Immer wenn ich Langweile habe, dann melde ich mich in einem Eltern-Forum an und Frage, wie weit man den Schimmel im Pausenbrot der Kinder wegschneiden sollte...

Benutzeravatar
SPS
Beiträge: 3852
Registriert: Freitag 16. Juli 2004, 20:27
Kontaktdaten:

Re: Geräte Tester überflüssig?

Beitrag von SPS » Mittwoch 11. April 2018, 17:50

Hallo Elo-Ocho,

ich gehe davon aus, das die anderen Geräte zum Prüfen von Installationen schon Vorhanden sind.
Das ist bei einem Handwerksbetrieb üblich.
So das diese Geräte bei der Geräteprüfung einen Zusatznutzen haben. Ich dachte nur an einen Gelegenheitsprüfer der zum Beispiel nach einer Reparatur mal ein Gerät prüft.
Für Drehstrom sind viele Geräteprüfer auch nicht ausreichend. Da ist dann doch wieder eine Stromzange nötig.

Ich habe die Benning CM 9 True RMS Leckstromzange für ca. 350 Euro inklusive Steuer gesehen. Brauchbare Geräte Tester fangen bei 1000 Euro an.
Mit freundlichem Gruß sps

Benutzeravatar
cyclist
Beiträge: 2482
Registriert: Mittwoch 23. November 2005, 21:29
Wohnort: Ruhrpott, tief im Westen u. OWL

Re: Geräte Tester überflüssig?

Beitrag von cyclist » Mittwoch 11. April 2018, 19:09

Hallo SPS,
schau dir mal die Beha Amprobe Leckstromzange AC50A-D an. Die gibt es auch ab ca. 300,-€ inkl. Mwst.

Auch wenn du nur mal ein paar wenige Geräte prüfen willst, so ist es durchaus sinnvoll, die ermittelten Werte auch zu dokumentieren. Bei vielen Geräteprüfgeräten gibt es auch eine passende Software dazu.
Vorsichtshalber: Dieser Beitrag stellt keine, in diesem Forum nicht zulässige, Rechtsberatung dar.
Ciao + Gruss
Markus

Benutzeravatar
SPS
Beiträge: 3852
Registriert: Freitag 16. Juli 2004, 20:27
Kontaktdaten:

Re: Geräte Tester überflüssig?

Beitrag von SPS » Mittwoch 11. April 2018, 20:07

dank1 für die Antwort cyclist,

ich hatte die Zange nur als Beispiel angegeben.
Die Beha Zange kann nur 0,01 mA die Benning hat eine Auflösung von 1 µA
Die Benning hat TRMS und einem Bereich bis 100 A die Beha nur RMS bis 60A

Öffnungsbereich für Stromzange 40 mm bei Benning und 30 mm bei Beha
Zuschaltbarer Tiefpassfilter bei Benning
Da bietet die Benning Zange schon mehr für 50 Euro Mehrpreis.

Frequenzbereich 50/60 Hz bei der Benning Zange und die Beha hat einen Frequenzbereich 40 Hz - 1 kHz
Macht das was aus?

Hat jemand praktische Erfahrung mit den Zangen?
Mit freundlichem Gruß sps

Benutzeravatar
Lightyear
Beiträge: 3458
Registriert: Sonntag 10. Juni 2007, 16:41

Re: Geräte Tester überflüssig?

Beitrag von Lightyear » Mittwoch 11. April 2018, 20:26

Ich habe die Beha-Amprobe AC50A und mir taugt die auch.
Sie tut, was sie soll, ist hinreichend präzise und gut is.
Auf die Idee, einen Gerätetester damit ersetzen zu wollen, bin ich allerdings auch noch nicht gekommen.
Kann mir ehrlicherweise auch nicht vorstellen, wie das wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar sein soll - außer man rechnet die Personalkosten mit 0...

Benutzeravatar
SPS
Beiträge: 3852
Registriert: Freitag 16. Juli 2004, 20:27
Kontaktdaten:

Re: Geräte Tester überflüssig?

Beitrag von SPS » Mittwoch 11. April 2018, 21:17

Hallo zusammen,
es gibt auch Firmen die keine 100 Prüfungen der Reihe nach machen...
In meiner Ausbildung haben wir fast nur Neubauten gemacht.
Für die wenigen Prüfungen an Geräten rechnet sich kein extra Gerätetester.
Es ist Unwirtschaftlich für 50 Prüfungen im Jahr 1000 - 2000 Euro für einen Gerätetester auszugeben.
Ob ich nach einer Reparatur 2 oder 5 Minuten für die Messung benötige ist unwesentlich.
Ausfüllen der Protokolle von Hand ...
Es gibt auch einfache Gerätetester die keine Differenzstrommessung können.
Da ist dann zusätzlich auch eine Leckstromzange nötig.
Beispiel
http://www.benning-shop24.de/sicherheit ... p-661.html
Mit freundlichem Gruß sps

Elo-Ocho
Null-Leiter
Beiträge: 604
Registriert: Mittwoch 16. Juli 2014, 14:27
Wohnort: Münsterland

Re: Geräte Tester überflüssig?

Beitrag von Elo-Ocho » Mittwoch 11. April 2018, 22:03

SPS hat geschrieben:
Mittwoch 11. April 2018, 21:17
Hallo zusammen,
es gibt auch Firmen die keine 100 Prüfungen der Reihe nach machen...
In meiner Ausbildung haben wir fast nur Neubauten gemacht.
Für die wenigen Prüfungen an Geräten rechnet sich kein extra Gerätetester.
Es ist Unwirtschaftlich für 50 Prüfungen im Jahr 1000 - 2000 Euro für einen Gerätetester auszugeben.
Ob ich nach einer Reparatur 2 oder 5 Minuten für die Messung benötige ist unwesentlich.
Ausfüllen der Protokolle von Hand ...
Nichts anderes habe ich oben geschrieben, ich glaube, wir sind uns einig, dass sich nicht für jede Firma ein Gerätetester lohnt.
(Ich denke es gibt es auch genug Firmen, auch im E-technischen Bereich, denen das vollkommen hupe ist, ob und wie Kundenanlagen, geschweige denn die eigenen Bohrmaschinen, geprüft werden sollten...)
Es gibt auch einfache Gerätetester die keine Differenzstrommessung können.
Da ist dann zusätzlich auch eine Leckstromzange nötig.
Beispiel
http://www.benning-shop24.de/sicherheit ... p-661.html
Da kauf ich auch immer, weil ich online Einkaufen nicht mag...

Gruß,

Ocho
Immer wenn ich Langweile habe, dann melde ich mich in einem Eltern-Forum an und Frage, wie weit man den Schimmel im Pausenbrot der Kinder wegschneiden sollte...

Benutzeravatar
SPS
Beiträge: 3852
Registriert: Freitag 16. Juli 2004, 20:27
Kontaktdaten:

Re: Geräte Tester überflüssig?

Beitrag von SPS » Mittwoch 11. April 2018, 22:19

Elo-Ocho hat geschrieben:
Mittwoch 11. April 2018, 22:03

Da kauf ich auch immer, weil ich online Einkaufen nicht mag...
Hallo,
zum Beispiel beim Benning IT 130 ist Voelkner einiges Preiswerter 1.146,85 € inkusive Steuern und Versand sowie Kalibrierung- Iso
In deinem Shop 1338,00 EUR + Versand nur Werkskalibrierung oder Aufpreis.

Bekommst du als Firma da noch Rabatte?

Edit
Ich habe mir mal die Werkskalibrierung von einem Duspol angesehen. Die Kostet dort über 100 Euro.
Da kannst jedes Jahr einen neuen Duspol kaufen, ist Preiswerter.
Mit freundlichem Gruß sps

Elo-Ocho
Null-Leiter
Beiträge: 604
Registriert: Mittwoch 16. Juli 2014, 14:27
Wohnort: Münsterland

Re: Geräte Tester überflüssig?

Beitrag von Elo-Ocho » Donnerstag 12. April 2018, 08:28

Moinsen,

Hab letzte Woche ein für die Firma ein IT 130 gekauft, war ein Duspol Digital für Nüsse dabei...
Für meine Zwecke reicht die Werkskalibrierung völlig.
Ist jetzt auch ein Zufall, im letzten Jahr habe ich mir ein Multimeter im Schnäppchenmarkt besorgt, oft kaufe ich keine Messgeräte, und wenn dann nicht viele.

Im Bereich Luftmengen- und Behaglichkeitsmessung, das ist aber nicht mein Gewerk, bieten wir tatsächlich Messungen als Dienstleistung an, die Geräte sind ständig für teuer Geld beim Hersteller. Ich messe nur die von mir geplanten Anlagen stichprobenartig nach, oder mal einen Schleifenwiderstand am Gebäudeintritt, um Kurzschlussströme berechnen zu können.

Es gibt Läden, die können aufgrund Ihrer Struktur billiger anbieten als andere, genannter Shop liegt, Liste, immer im unteren Mittelfeld.
Bei Völkner hatte ich nicht geschaut, andere lagen mit dem netto dort, was ich brutto bezahlt habe, im Netz waren auch deutliche höhere Angebote bei gleichem Leistungsumfang zu finden.

Der große Vorteil ist, dass ich vor Ort jemanden habe wo ich hin kann, der Hersteller selbst ist auch nicht weit weg.

Hinterher findet sich immer einer, wo es noch billiger gewesen wäre, oder es mehr Zubehör gegeben hätte, da darf man nix drauf geben, denke ich.

Gruß,

Ocho
Immer wenn ich Langweile habe, dann melde ich mich in einem Eltern-Forum an und Frage, wie weit man den Schimmel im Pausenbrot der Kinder wegschneiden sollte...

Antworten