Schleifenimpedanz an der NEA

Antworten
M@rkus
Null-Leiter
Beiträge: 116
Registriert: Samstag 28. Mai 2011, 13:00
Wohnort: NRW

Schleifenimpedanz an der NEA

Beitrag von M@rkus » Dienstag 28. Juni 2016, 09:10

Eine Frage hat die Experten für mobile NEAs (auf Anhänger). Kann bei diesen zum Nachweis der Abschaltung im Fehlerfall (Kurzschluss) eine Schleifenimpedanzmessung angewendet werden? Wie sieht dies z.B. bei einem 200 kVA Aggregat aus. Bringt die Messung sinnvolle Ergebnisse, oder wie wird der Schutz sonst nachgewiesen? Verhält es sich bei kleineren Aggregaten oder größeren anders?
Alle von mir gemachten Angaben sind Ratschläge. Soll heissen ich habe geraten und es gibt schläge falls jemand diese als rechstverbindlich ansieht. inocc1

Benutzeravatar
kabelmafia
Beiträge: 7502
Registriert: Montag 7. April 2003, 22:25
Wohnort: eigentlich Hamburg, aber überall und nirgends
Kontaktdaten:

Beitrag von kabelmafia » Dienstag 28. Juni 2016, 10:05

Moin,

eine Messung der Schleifenimpedanz / Netzwiderstand kann bei Stromerzeugern grundsätzlich nicht bewertet werden.
Das verhalten des Generators hängt stark vom treibenden Motor ab und ist keinesfalls linear, wie es bei einer Trafostation wäre (wovon die Prüfgeräte leider ausgehen müssen).
Sobald die Schwungenergie der rotierenden Teile abgebaut ist geht der Kurzschlussstrom sehr schnell zurück und wird dann zu einem Dauer-Kurzschlussstrom, der vom Generatortyp und den darin verbauten Eisenblechen abhängt, natürlich auch von der Leistung.
Sehr gut in dem Zusammenhang ist die VDE-Schriftenreihe Band 122, da wird das Thema dann sehr tiefgehend bearbeitet.
Der Strom kann ruhig bunt sein-ohne Kabel nützt das nix.
Bild: NAKBA 3x95/50sm 0,6/1kV VDE U 0250:1936
Dieser Beitrag wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt und basiert auf fundierten Kenntnissen der elektrotechn. Regelwerke. Er ist eine pers. Interpretation des Autors. Etwaige rechtliche Empfehlungen und Hinweise sind unverbindlich, eine Rechtsberatung findet nicht statt.
Haftungsansprüche gegen den Autor, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der angebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht werden, sind ausgeschlossen.

M@rkus
Null-Leiter
Beiträge: 116
Registriert: Samstag 28. Mai 2011, 13:00
Wohnort: NRW

Beitrag von M@rkus » Dienstag 28. Juni 2016, 11:42

dank1 für die schnelle Antwort.

Wie wird denn dann die Abschaltbedingung nachgewiesen? Berechnung oder einfach Kurzschluss drauf. Wird hier Erst- und Wiederholungsprüfung unterschieden?
Bei USV-Anlagen wird ja bei der Erstprüfung auch ein Kurzschlusstest gemacht, allerdings nicht mehr im Feld.
Alle von mir gemachten Angaben sind Ratschläge. Soll heissen ich habe geraten und es gibt schläge falls jemand diese als rechstverbindlich ansieht. inocc1

Benutzeravatar
kabelmafia
Beiträge: 7502
Registriert: Montag 7. April 2003, 22:25
Wohnort: eigentlich Hamburg, aber überall und nirgends
Kontaktdaten:

Beitrag von kabelmafia » Dienstag 28. Juni 2016, 11:58

Moin,

meistens garnicht.
Bei mittlerer Größe kann man etwa 3 - 5x In als Ik annehmen, der Hersteller des Generators sollte mehr sagen können.
Darauf wird dann der Kurzschlussschutz der versorgten Anlage abgestimmt. Rechnerrisch. Dabei sind dann logischerweise Schmelzsicherungen zu vermeiden.
(also RCDs...)
Ein Kurzschlusstest ist nur bei Kleinstromerzeugern bis 13,5 kVA sinnvoll durchführbar.
Der Strom kann ruhig bunt sein-ohne Kabel nützt das nix.
Bild: NAKBA 3x95/50sm 0,6/1kV VDE U 0250:1936
Dieser Beitrag wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt und basiert auf fundierten Kenntnissen der elektrotechn. Regelwerke. Er ist eine pers. Interpretation des Autors. Etwaige rechtliche Empfehlungen und Hinweise sind unverbindlich, eine Rechtsberatung findet nicht statt.
Haftungsansprüche gegen den Autor, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der angebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht werden, sind ausgeschlossen.

Elo-Ocho
Null-Leiter
Beiträge: 521
Registriert: Mittwoch 16. Juli 2014, 14:27
Wohnort: Münsterland

Beitrag von Elo-Ocho » Dienstag 28. Juni 2016, 12:35

Moinsen,

je nach dem wo Du in NRW wohnst, kannst ich Dir das Heft 122 auch ausborgen, da steht das alles sehr gut drin.

M@rkus
Null-Leiter
Beiträge: 116
Registriert: Samstag 28. Mai 2011, 13:00
Wohnort: NRW

Beitrag von M@rkus » Dienstag 28. Juni 2016, 18:35

Hallo Elo-Ocho,

danke fürs Angebot. Erfahrungsgemäß lohnt sich meist die Investition. Hat man einmal damit zu tun kommt es immer wieder. Sprich werde mir den Band zulegen und mal sehen ob es hilft.
Alle von mir gemachten Angaben sind Ratschläge. Soll heissen ich habe geraten und es gibt schläge falls jemand diese als rechstverbindlich ansieht. inocc1

Antworten