DIN VDE 0105-100 R- ISO Messung 300 Ohm/V

DBY656
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Re: DIN VDE 0105-100 R- ISO Messung 300 Ohm/V

Beitrag von DBY656 »

In der Norm ist keine Leitungslänge genannt, auch eine Abhängigkeit vom Leiterquerschnitt gibt es nicht.
tm90
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Re: DIN VDE 0105-100 R- ISO Messung 300 Ohm/V

Beitrag von tm90 »

@Jens Ich habe auch häufiger Zuleitungen von ca. 200m Länge und Querschnitt von 70 qmm gemessen. Da ist dann die Begrenzung des Messwertes die Leistung deines Messgerätes. Der Messwert hat sich langsam "hochgearbeitet". Teilweise mehrere Minuten, bis - größer als - erreicht wurde, teilweise ging der Messwert bis zu einer Stelle und nicht weiter. Da war dann die Leistung des Gerätes ausgereizt.

@DBY656 Solche geringen Messwerte bei Zuleitungen ohne Verbraucher würde ich bei der Prüfung definitiv bemängeln, da ich mit meiner Messung eine Momentaufnahme, ein Bild, erzeuge. Wenn eine Isolationsüberwachung diesen Messwert noch akzeptiert, dann mag das funktionieren, da hier permanent kontrolliert werden kann, ob der Wert weiter sinkt und wann dieser Wert sinkt ( z.B. Regen).
tm90
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Re: DIN VDE 0105-100 R- ISO Messung 300 Ohm/V

Beitrag von tm90 »

DBY656 hat geschrieben: Freitag 10. Juni 2022, 20:38 Bei Kabeln im Erdreich darf der niedrige Isolationswert von 500 Ohm/V verwendet werden, ergibt bei 230V einen Wert von 115kOhm. Mit angeschlossenem Verbraucher ist der Wert noch geringer.
Moin,

heute nochmal als Dauerisomessung (2 Minuten) gemessen - es hat sich nun als schlechtester Wert bei 11 kOhm (L2-PE) eingepegelt. Das wäre dann 20mA Dauerkurzschlussstrom. L1 hatte sich bei 14 kOhm und L3 bei 48 kOhm eingepegelt.
Olaf S-H
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Re: DIN VDE 0105-100 R- ISO Messung 300 Ohm/V

Beitrag von Olaf S-H »

Moin zusammen,

jedes Stück Leitung ist (auch) ein Konsensator. Je Länger das Leitungsnetz wird, desto größer wird die Kapazität.

Die Isolationswiderstandsmessung wird mit Gleichspannung durchgeführt. Folglich wird der Kondensator "geladen". Die Ladekurve sollte bekannt sein.

Haben wir nun ein Messgerät, dass nur kurz eine Spannung draufgibt, versaut der Ladestrom den Messwert - das Messgerät interpretiert ihn als Isofehler. Es gibt aber auch Messgeräte, die länger messen. Manchmal muss man hierzu die Start-Taste festhalten (je nach Geräte unterschiedlich, einige können es aber nicht).

Wenn die Messung nun nicht in die Nähe des Erwartungswertes kommt, ist Handlungsbedarf gegeben. Ist es ein Isofehler oder ist das Netz zu groß? Damit wären wir dann wieder bei der befähigten Person (oder EFK mit Prüferfahrung, oder befähigte EFK, oder EFK mit Spezialkenntnissen, oder ...).

Gruß Olaf
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vde1
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DBY656
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Re: DIN VDE 0105-100 R- ISO Messung 300 Ohm/V

Beitrag von DBY656 »

tm90 hat geschrieben: Montag 13. Juni 2022, 11:40 ... heute nochmal als Dauerisomessung (2 Minuten) gemessen - es hat sich nun als schlechtester Wert bei 11 kOhm (L2-PE) eingepegelt. Das wäre dann 20mA Dauerkurzschlussstrom. L1 hatte sich bei 14 kOhm und L3 bei 48 kOhm eingepegelt.
Bei dem verwendeten 5-adrigen Kabel können diese verschieden schlechten Widerstandswerte sich durch Ader-zu-Ader-Anordnung ergeben.

Eine Isolationsmessung zwischen den Adern und der realen Erde (Sonde) bei abgeklemmten PE-Leiter könnte von Interesse sein. Es ist durch die bisherigen Messungen der Aussenmantel des Erdkabels nicht eigens betrachtet worden. Die 5 Adern sind symetrisch verteilt und müssten deshalb alle ähnliche Werte gegen "Erde" liefern.

Gruß Markus
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