Auslösestrom RCD Typ A Vergleichsmessung

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SPS
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Re: Auslösestrom RCD Typ A Vergleichsmessung

Beitrag von SPS »

Hallo zusammen,
habe mich entschlossen, mein Combi G2 Messgerät zum Service zu senden.
Der Typ F Fehler aus dem anderen Beitrag ist auch nicht erklärbar.
Kalibrierung war auch schon lange abgelaufen.
Dann auch eine neue Kalibrierung durchzuführen.
Pech, wenn danach das andere Gerät den Fehler hatte.
Das werden neue Vergleichsmessungen zeigen.
Mit freundlichem Gruß sps
DBY656
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Re: Auslösestrom RCD Typ A Vergleichsmessung

Beitrag von DBY656 »

Hallo SPS,

Pech könnte es auch sein wenn das Versorgungsnetz durch Oberwellen verseucht ist ... :rolleyes:

Gruß Markus
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SPS
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Re: Auslösestrom RCD Typ A Vergleichsmessung

Beitrag von SPS »

dank1 Markus,

hier ist eigentlich ein Wohngebiet.
Ich kann das jedoch noch mal auf dem flachen Land prüfen.

Die Messgeräte und eine Stromzange können auch Oberwellen prüfen. Natürlich nicht so wie deine Technik.

Reicht es, den Endstromkreis mit der Zange zu prüfen? Kann hier nicht an den HAK oder Zählerschrank.
Kannst du erklären, wie Oberwellen das Ergebnis beeinflussen können?

Ich habe den RCD auf dem Schreibtisch geprüft. Also ohne nachgeschaltete Anlage, somit nur minimaler Strom vom Messgerät.
Mit freundlichem Gruß sps
tm90
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Re: Auslösestrom RCD Typ A Vergleichsmessung

Beitrag von tm90 »

Es ist bei dem Typ A recht egal, ob du einen 30mA, 300mA oder 500mA nimmst, ab 6mA DC - dieser Wert bleibt immer gleich - gehen diese FI-Typen in die Sättigung und werden dann negativ beeinflusst.
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SPS
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Re: Auslösestrom RCD Typ A Vergleichsmessung

Beitrag von SPS »

Ich dachte, über 6 mA besteht die Gefahr, dass es eine Beeinflussung des RCD gibt.
Metrel baut die Funktion ja bewusst ein. In der ABB Tabelle sind die 6 mA auch angegeben.
Das darf einen RCD noch nicht stören.

Mein Gedanke war das beim 30 mA RCD die 6 mA mitgemessen werden.
Das hat zufällig gepasst.
Bei den anderen RCD > 30 mA passt diese Annahme nicht mehr.
Sonst hätte auch da nur ein Unterschied von 6 mA sein dürfen.
Zuletzt geändert von SPS am Montag 16. Mai 2022, 20:47, insgesamt 1-mal geändert.
Mit freundlichem Gruß sps
tm90
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Re: Auslösestrom RCD Typ A Vergleichsmessung

Beitrag von tm90 »

Bis 6mA muss er zuverlässig in der geforderten Zeit auslösen - hatten deine Beispiele alle erfüllt.
Ab 6mA würde es bei dem einen oder anderem Model eng werden und somit zu einer negativen Beeinflussung der Auslösezeit - nämlich über den Grenzwert - kommen.
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SPS
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Re: Auslösestrom RCD Typ A Vergleichsmessung

Beitrag von SPS »

Hallo,
Für das TT System wären einige Werte nicht mehr in der Norm.
Es ging mir hier um einen Vergleich der Messgeräte.
Die Unterschiede sind schon von Bedeutung. Diese liegen teilweise über der Toleranz der Messgeräte
Ich wollte mir eigentlich eine Kalibrierung sparen. Deshalb eine schnelle Vergleichsmessung.

Ich kann ja bei schlechten Werten in einer Anlage nicht einfach das dafür günstigere Messgerät verwenden.
Mit freundlichem Gruß sps
tm90
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Re: Auslösestrom RCD Typ A Vergleichsmessung

Beitrag von tm90 »

Dann heißt es abwarten, was die Kalibrierung am Ende sagt. rad2
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SPS
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Re: Auslösestrom RCD Typ A Vergleichsmessung

Beitrag von SPS »

Hallo,
Abweichungen können auch am RCD selbst liegen.
Möglich, dass die Gleichstromakzeptanz bei alten RCD nicht mehr so wie gedacht funktioniert.
Da nur ein Messgerät die 6 mA Offset verwendet, würde das auch eine Erklärung bei fehlerhaften oder beeinflussten RCD sein.
Werte mit 6 mA Offset können noch im Normbereich liegen, jedoch nicht unbedingt vergleichbar sein.
Habe zum RCD und VDE ein eigenes Thema aufgemacht.

Schön wäre es, wenn dieser 6 mA Offset abschaltbar ausgeführt würde. So wie im EP Beitrag angesprochen.
Nur so sind Werte vergleichbar.
Mit freundlichem Gruß sps
Funker
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Re: Auslösestrom RCD Typ A Vergleichsmessung

Beitrag von Funker »

Hallo SPS,

bitte auch einmal in einem alten Thema von Dir nachlesen

viewtopic.php?t=17635

oder dem Verweis darin auf die Diskussion von 2016 zum ähnlichen Thema

viewtopic.php?t=16350

viewtopic.php?f=60&t=14721


Der Meinung vom Autor des benannten EP Artikels würde ich gern widersprechen.

Er prüft RCD`s gern mit pulsierendem Gleichstrom und DC Anteil, weil der RCD dann mehr gestreßt ist und der Bereich in dem der RCD auslösen darf größer ist (bis zu 1,4 x idn).

Wenn ich einen RCD egal ob A, AC, B, B+, F oder E mit 50 Hz Sinus, also AC prüfe habe ich die Prüfbedingung, die mehrheitlich in der Anlage vorliegen wird, d.h. 50 Hz Isolationsfehler, "Ein Fehlerbedingung" nach VDE 0140 - 1 und zugleich die schärfere Auswahlbedingung 0,5 idn bis 1,0 idn.
Im anderen Fall lasse ich einen höheren Abschaltstrom zu, ohne zu wissen ob dieser "physikalisch durch den DC Anteil" bedingt ist oder vielleicht doch nur mechanisch, was dann auch bei reinem AC Fehler zum gleichen Ergebnis führen würde.
Damit blende ich mit der Meßmethode des Autors mögliche Fehler aus.

Daher sollte man RCD grundsätzlich wie in DGUV I 203 - 072 Praxistip angegeben mit festem 1 x idn und einem Abschaltkriterium
"Üblichkeitswert" für RCD A von 20 ms bis 50 ms prüfen unabhängig von der Netzform. Damit hat man 99 % aller Fehler, die AC Fehler sind erfaßt
und sowohl die Anforderungen der VDE 0100 - 600 als auch der VDE 0105 -100 eingehalten.
Erst wenn es höherer Abschaltzeiten über 50 ms gibt sollte man sich nach DGUV I Gedanken über mögliche Ursachen machen und weiter wie in VDE 0105 - 100 angegeben mit 5 x idn (dann mit t < 40 ms) prüfen oder weitere Strommessungen durchführen ob DC oder Strom-Oberschwingungen vorliegen.
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