Schleifenimpedanzmessung hinter RCD Typ B

Benutzeravatar
SPS
Beiträge: 4012
Registriert: Freitag 16. Juli 2004, 20:27
Kontaktdaten:

Schleifenimpedanzmessung hinter RCD Typ B

Beitrag von SPS » Montag 6. Mai 2019, 17:22

Hallo zusammen,
habe diesen Beitrag bei der Fachzeitschrift EP gefunden.
https://www.elektropraktiker.de/nc/fach ... rcd-typ-b/
Zeitlich begrenzt frei Verfügbar.

Welche Messgeräte sind das, die die Schleife bei RCD Typ B mit hinreichender Genauigkeit Prüfen können?

Ich lese zur Zeit Werbung von Megger "Neue Schleifenimpedanzprüftechnik"
https://embed.widencdn.net/pdf/plus/meg ... _DS_de.pdf
Ist das so ein Gerät?
Mit freundlichem Gruß sps

ego11
Null-Leiter
Beiträge: 1810
Registriert: Sonntag 12. November 2006, 21:40
Wohnort: Köln

Re: Schleifenimpedanzmessung hinter RCD Typ B

Beitrag von ego11 » Montag 6. Mai 2019, 18:36

Wer misst denn das hinter einem FI?

Mail Mayer
Null-Leiter
Beiträge: 41
Registriert: Donnerstag 14. Februar 2019, 20:33

Re: Schleifenimpedanzmessung hinter RCD Typ B

Beitrag von Mail Mayer » Montag 6. Mai 2019, 19:07

SPS hat geschrieben:
Montag 6. Mai 2019, 17:22
Welche Messgeräte sind das, die die Schleife bei RCD Typ B mit hinreichender Genauigkeit Prüfen können?
Ich kenne keins das das kann. spassbr1
Soweit ich das verstanden habe geht es darum von mehreren Messungen mit 10mA einen Mittelwert zu bilden und darauf zu hoffen das man einen günstigen Moment erwischt einen realistischen Wert zu bekommen. Schließlich Schwank die Impedanz mit der Last.

Benutzeravatar
SPS
Beiträge: 4012
Registriert: Freitag 16. Juli 2004, 20:27
Kontaktdaten:

Re: Schleifenimpedanzmessung hinter RCD Typ B

Beitrag von SPS » Montag 6. Mai 2019, 19:44

dank1 für die Antworten,

@ ego11 wie du im EP Beitrag lesen kannst verlangt es der Kunde.
Bei der Wiederholungsprüfung ist es eine alternative Messung für die niederohmige Verbindung des Schutzleiters.
Das spart die lange Messleitung ...

Im Beitrag wird angegeben das es Geräte gibt die das Können. Leider ohne Beispiel von einem Hersteller.
Mit freundlichem Gruß sps

Mail Mayer
Null-Leiter
Beiträge: 41
Registriert: Donnerstag 14. Februar 2019, 20:33

Re: Schleifenimpedanzmessung hinter RCD Typ B

Beitrag von Mail Mayer » Montag 6. Mai 2019, 20:15

SPS hat geschrieben:
Montag 6. Mai 2019, 19:44
dank1 für die Antworten,

@ ego11 wie du im EP Beitrag lesen kannst verlangt es der Kunde.
Fordern kann man ja viel, deshalb sollte man mit dem Kunden über das Messverfahren und der Aussagekraft des Messergebnisses sprechen.
Rein theoretisch kannst du dann beim messen mit 10mA alle Steckdosen sperren weil man keine Grenzwerte schafft. bravo1

Benutzeravatar
SPS
Beiträge: 4012
Registriert: Freitag 16. Juli 2004, 20:27
Kontaktdaten:

Re: Schleifenimpedanzmessung hinter RCD Typ B

Beitrag von SPS » Montag 6. Mai 2019, 20:20

SPS hat geschrieben:
Montag 6. Mai 2019, 19:44
Im Beitrag wird angegeben das es Geräte gibt die das Können. Leider ohne Beispiel von einem Hersteller.
Mit freundlichem Gruß sps

Mail Mayer
Null-Leiter
Beiträge: 41
Registriert: Donnerstag 14. Februar 2019, 20:33

Re: Schleifenimpedanzmessung hinter RCD Typ B

Beitrag von Mail Mayer » Montag 6. Mai 2019, 20:49

Man glaubt das es genau ist weil man einen Mittelwert bildet.
Wie gesagt ich kenne bisher keines. In der Bedienungsanleitung steht immer das man den Schleifenimpedanz ohne Auslösen ermitteln kann. Das die Werte unbrauchbar sind stellt immer nur der Prüfer fest. Und dieses Feature wird trotzdem weiter dem Messgerät implementiert.

Probator
Null-Leiter
Beiträge: 370
Registriert: Montag 19. September 2016, 15:15

Re: Schleifenimpedanzmessung hinter RCD Typ B

Beitrag von Probator » Montag 6. Mai 2019, 21:05

Ich lese zur Zeit Werbung von Megger "Neue Schleifenimpedanzprüftechnik"
Genau lesen! Gilt auch nur für RCD Typ A und AC!
SPS hat geschrieben:
Montag 6. Mai 2019, 17:22
Welche Messgeräte sind das, die die Schleife bei RCD Typ B mit hinreichender Genauigkeit Prüfen können?
Beispiel: ein Gossen Metrawatt Profitest kennt eine Methode mit 15mA Prüfstrom.
Die Genauigkeit ist dabei zwar unter ferner liefen, aber welche Präzision brauchen wir denn tatsächlich, wenn wir mal scharf nachdenken?
Mit RCD benötigen wir keine 0,XX Ohm Schleifenimpedanz - ganz im Gegenteil zur Abschaltung nur mit Sicherung.
Einem RCD ist völlig egal, ob die Schleifenimpedanz 1 Ohm, 10 Ohm oder 100 Ohm beträgt.

Übertrieben gesprochen: Die befähigte Person könnte entscheiden, dass ihr "der grobe Nachweis des Vorhandenseins des Schutzleiters" genügt. Zumindest bei der Wiederholungsprüfung.
Bei der Erstprüfung muss man offiziell ja sowieso erst mit der Niederohmigkeit den Schutzleiter nachweisen, bevor man überhaupt Strom auf die Anlage geben darf.
Und bei der Messung der Niederohmigkeit ist es völlig egal, welcher RCD verbaut ist (oder ob überhaupt).
@ ego11 wie du im EP Beitrag lesen kannst verlangt es der Kunde.
Wenn jener Kunde zwar die Spalten eines Standardprotokolls kennt - aber nicht deren Bedeutung, dann darf die Elektrofachkraft ebendiesen gerne darüber aufklären.
Lässt er nicht mit sich reden, dann ist der zahlende (!) Kunde eben König und er soll seine Messung bekommen - dann eben mit geringerer Messgenauigkeit und einem Prüfstrom, der den RCD nicht zum auslösen bringt (hoffentlich).

Benutzeravatar
SPS
Beiträge: 4012
Registriert: Freitag 16. Juli 2004, 20:27
Kontaktdaten:

Re: Schleifenimpedanzmessung hinter RCD Typ B

Beitrag von SPS » Mittwoch 8. Mai 2019, 21:25

dank1
Fachzeitschrift EP hat geschrieben:es gibt auf dem Markt mittlerweile eine Baureihe von Prüfgeräten, die auch eine Schleifenimpedanzmessung hinter RCD Typ B ermöglichen mit einer hinreichenden Genauigkeit
Die 15 mA Messung gibt es schon über 10 Jahre. Nur eben wie hier festgestellt, sehr ungenau.

Ich rate immer noch ob es was neues an Geräten gibt?
Mit freundlichem Gruß sps

Probator
Null-Leiter
Beiträge: 370
Registriert: Montag 19. September 2016, 15:15

Re: Schleifenimpedanzmessung hinter RCD Typ B

Beitrag von Probator » Mittwoch 19. Juni 2019, 12:37

SPS hat geschrieben:
Mittwoch 8. Mai 2019, 21:25
Ich rate immer noch ob es was neues an Geräten gibt?
Da müssten die Hersteller gewaltig tricksen. Der FI Typ B verhindert jegliche klassische Messmethoden.
Das einzige was mir einfällt wäre, die Messung in <10 ms abzuschließen. Also so schnell, dass der FI davon garnichts mitbekommt. Technisch möglich?

Antworten