Antenne für DVBT

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NurNeugierig
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Beitrag von NurNeugierig » Montag 6. Oktober 2008, 21:34

hm. Ich kenne das von Funkanlagen (eher im Audio-Bereich), daß man 2 Antennen anschließt, und eine Weiche nimmt automatisch immer die Antenne mit dem besseren Signal. Nennet sich bie Sennheiser z. Bsp. True Diversity.
Ich dachte so etwas gibt es inzwischen auch für Autoradios, wieso sollte es sowas nicht auch für TV-Anternnen geben?
Die Qualität ist sehr gut, d.h. das Umschalten geht so schnell daß man das nicht mitbekommt.

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50Hertz
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Beitrag von 50Hertz » Montag 6. Oktober 2008, 21:42

Chris hat geschrieben:... zwischen 2 Sendern, den Aufwand, beide zu empfangen und die Signale zusammenzuführen , ist recht hoch...
Da würde ich einen Schritt weiter gehen. Wahrscheinlich ist das technisch praktisch unmöglich. Das kommt nun darauf an, über welche Wege die beiden Sender gespeist werden. Ist nur bei einem ein Satellit dazwischen, geht es nicht.
Chris hat geschrieben: Lohnend wäre auch , mal mit der Polarisation zu "spielen" also nicht nur H/V zu testen, sondern die Montage der Antennen "dazwischen" also z.B. schräg.
Das verstehe ich nicht. Wird H gesendet, kommt es auch so an. Wer soll zwischendurch die Ebene drehen? Der Effekt ist mir bei den Entfernungen in Luft und der Wellenlänge unbekannt.

Chris hat geschrieben: Hilfreich dabei wäre dann zb ein Antennenmessgerät uä.
Selbstverständlich ist eine richtige Messung besser als ein gefühlt gutes Bild.
Chris hat geschrieben: Das beste wäre allerdings immer noch, Antennen mit hohen Gewinn zu installieren,
Meine Rede.
Chris hat geschrieben: mit hohen Gewinn... in dem Frequenzbereich ist das noch gut zu realisieren.
Was heißt das? Der Antennengewinn ist bei der Schüssel doch viel größer, und das in einem deutlich höheren Frequenzbereich.
Chris hat geschrieben: Denkbar wäre auch, einfach 2 gleiche Antennen zu nutzen, die eine Richtung anpeilen, und diese dann zusammenzuschalten, wäre dann abzuwägen was "schlimmer" ist, eine lange Antenne oder 2 kurze...
Naja.... Die beiden zur Wahl gestellten Varianten haben völlig unterschiedliche Eigenschaften. Deshalb ist die Wahl nicht willkürlich.
Man müsste schon wissen ob der Pegel einfach zu gering ist oder der Signal-Störpegel Abstand zu gering ist.

Gruß
50MHertz

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kabelmafia
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Beitrag von kabelmafia » Montag 6. Oktober 2008, 22:18

Moin NN,

deine Funkmikros sind analoge Technik - ansonsten werden Kanäle zugewiesen.
Hier beim DVB-T ist es so:
Hannover und Braunschweig senden auf den gleichen Kanälen (->Frequenzen), jedoch auf unterschiedlichen polarisationen. Das geht solange gut, wie diese Signale nicht vermischt werden. Denn eine Einspeiseweiche addiert quasi die Signale zusammen. Wenn jetzt nicht zwischen horezontal und vertikal unterschieden werden kann, gibt´s Datensalat.
Eine Aktive Umschaltung wie bei einem Sat-Matrix wäre was, aber sowas kenn´ich nicht.
Der Strom kann ruhig bunt sein-ohne Kabel nützt das nix.
Bild: NAKBA 3x95/50sm 0,6/1kV VDE U 0250:1936
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Chris
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Beitrag von Chris » Montag 6. Oktober 2008, 22:42

Naja, ne Schüssel für die DVBT Frequenzen wäre wohl schon recht gross. ich meine das Band aber.




Zur Polarisation, die kann sich unterwegs tatsächlich verändern, ist allerdings eher in den tieferen Frequenzen und wesentlich weiteren Reichweiten üblich.(Kurzwelle zb..)

Das kann sich aber auch in dem Band schon verändern, mittels Reflexionen an Bergen, Häusern usw, so das es sicht lohnt , es mal damit zu versuchen.

Und, Radiosender strahlen in der Regel Horizontal ab, Im Auto zb empfangen wir aber mit ner Vertikalen Antenne....( oder irgentwas mittendrin-> Antenne schräg)

Das Antennenzusammenschalten , das Diversity, machen die Mobilfunkmenschen auch,die Idee dahinter ist logisch....Ich habe 3 gleiche Antennen, die alle 3 fast das gleiche empfangen, so hat man rechnerisch schon das 3 fache der Leistung, und eine Elektronik sorgt nun dafür, das das jeweils beste Signal benutzt wird, bzw die Antenne.

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50Hertz
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Beitrag von 50Hertz » Montag 6. Oktober 2008, 22:51

kabelmafia hat geschrieben:Wenn jetzt nicht zwischen horezontal und vertikal unterschieden werden kann, gibt´s Datensalat.
Eine Aktive Umschaltung wie bei einem Sat-Matrix wäre was, aber sowas kenn´ich nicht.
Im Profibereich gibt es natürlich solche Umschalter, wenn Richtfunkstrecken oder Seelabel redundant betrieben werden. Allerdings eben Umschalter, keine Verwendung beider Signale gleichzeitig.
Das Autoradio kennt wegen der irregulären Empfangsbedingungen auch solche Umschalter. Blaupunkt liefert das preisgünstig schon seit 20? Jahren.

Gruß
50Hertz

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Beitrag von NurNeugierig » Montag 6. Oktober 2008, 22:57

kabelmafia hat geschrieben: Denn eine Einspeiseweiche addiert quasi die Signale zusammen.
Nee!

Deswegen heißt es ja auch True Diversity. Das würde auch bei analogen Funken ein ziemlich ekelhaftes Signalchaos ergeben, kein Tontechniker mit anständigem Gehör würde das wollen. Das Ding schaltet sauber zwischen den einzelnen Antennen hin- und her. Soviel hat man mir jedenfalls damals in der Schule erzählt...
Wenn dann noch egal ist, ob da dann horizontal oder vertiakl ankommt, wäre das genau das richtige.

Gerhard
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Beitrag von Gerhard » Dienstag 7. Oktober 2008, 22:59

Elt-Onkel hat geschrieben: Ich will jetzt zwei Hirschmann FESA 805 mit einer Weiche montieren.
Eine Antenne nach BS und die andere nach H ausrichten.

Mein Antennenmufti meint, das klappt nicht wegen Interferenzen
und Geisterbildern.
Da hat er zum Teil recht.

Im Bezug auf Geisterbilder, das giebt es nur bei Analoger Bildübertragung. Da wurden Zeitlich später eintreffende Signale mit einer Verzögerung angezeigt. Am Abstand zwischen Hauptbild und Geisterbild konnte man dessen Umweg berechnen.

Bei der Digitalen Übertragung gibt es dies nicht mehr. Hier werden auch Zeitlich später eintreffende Signale zur Digitalen Bildauswertung verwendet. Wie Gut das geht hängt von der Qualität des Receivers ab. Wichtig ist nur das diese Zeitverzögerung nicht größer wird als die eingebaute Zwangspause vom Sender zwischen den Datenpaketen. Denn dann haben die Daten im Hauptsignal und im auf Umwegen kommenden Signal nicht mehr den gleichen Inhalt und können sich gegenseitig stören.
Elt-Onkel hat geschrieben: Ich will jetzt zwei Hirschmann FESA 805 mit einer Weiche montieren.
Eine Antenne nach BS und die andere nach H ausrichten.
Wie oben angedeutet kann dies nur Funktionieren wenn beide Sender Syncroniesiert sind und beide Sender etwa die gleiche Entfernung von dir haben. Da dies wahrscheinlich nicht so ist, dürfte auch der Grund sein, das einer Horizontal der andere Vertikal sendet.
Elt-Onkel hat geschrieben: Lange Antennen mit vielen Direktoren und gutem Gewinn lassen sich
sich leider am Einbauort nicht unterbringen. Ein Verstärker zwischen
der bisherigen Antenne und dem Reciver hat nix gebracht.
Wie schon geschrieben wurde, die Hauptaufgabe eines Verstärkers ist Eigentlich nur die Verluste durch Kabel, Weichen und Antennendosen aus zu gleichen. Er kann im Einzellfall auch ein Gutes aber zu Schwaches Signal anheben, er kann aber nichts im Signal fehlendes ergänzen.

Weiß nicht ob du diese PDF schon kennst:

http://www.ueberallfernsehen.de/media/d ... tfaden.pdf

Grundsätzlich würde ich sagen, such dir den besten Sender aus und konzentrier dich mit der Technik auf diesen. Außer das ausgerechnet der Schwächere nur dein Richtiges Regionalprogramm liefert. So wie bei mir. Heimatsender, etwa 11km, ist selbst mit Dachantenne kaum zu bekommen, den anderen, der rund 40 km Entfernt ist, bekomme ich bequem mit Stummelantenne und Laptop sogar innerhalb der Wohnung.

Gerhard

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Beitrag von Gerhard » Dienstag 7. Oktober 2008, 23:02

50Hertz hat geschrieben: Das Autoradio kennt wegen der irregulären Empfangsbedingungen auch solche Umschalter. Blaupunkt liefert das preisgünstig schon seit 20? Jahren.
Dann muß das Auto aber auch mehr als eine Antenne haben. Hast du mal einen Link dazu. Bei Blaupunkt finde ich nichts.

Gerhard

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Chris
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Beitrag von Chris » Mittwoch 8. Oktober 2008, 01:36

Gerhard hat geschrieben:








Wie schon geschrieben wurde, die Hauptaufgabe eines Verstärkers ist Eigentlich nur die Verluste durch Kabel, Weichen und Antennendosen aus zu gleichen. Er kann im Einzellfall auch ein Gutes aber zu Schwaches Signal anheben, er kann aber nichts im Signal fehlendes ergänzen.

Weiß nicht ob du diese PDF schon kennst:

http://www.ueberallfernsehen.de/media/d ... tfaden.pdf

Grundsätzlich würde ich sagen, such dir den besten Sender aus und konzentrier dich mit der Technik auf diesen. Außer das ausgerechnet der Schwächere nur dein Richtiges Regionalprogramm liefert. So wie bei mir. Heimatsender, etwa 11km, ist selbst mit Dachantenne kaum zu bekommen, den anderen, der rund 40 km Entfernt ist, bekomme ich bequem mit Stummelantenne und Laptop sogar innerhalb der Wohnung.

Gerhard

Meine Meinung... :)
Obwohl immer noch die Frage ist, warum es fast immer geht, nur dann die paar tage nicht...was ja Teil der Frage ist.

Und da sollte man momentan eher ansetzen....da der Empfang ja meisstens funzt...

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Oberwelle
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Beitrag von Oberwelle » Mittwoch 8. Oktober 2008, 15:27

Gerhard hat geschrieben:Dann muß das Auto aber auch mehr als eine Antenne haben. Hast du mal einen Link dazu. Bei Blaupunkt finde ich nichts.

Gerhard
Moin Gerhard,

es gab ( gibt ? ) bei VW oder Audi ( ? ) mal Radios die mehr als eine Antenne eingebaut hatten.
Ich vermute mal Heckscheiben- und Frontscheibenantenne ??


:rolleyes:
.
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