Antenne für DVBT

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Elt-Onkel
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Antenne für DVBT

Beitrag von Elt-Onkel » Sonntag 5. Oktober 2008, 21:31

Hallo,

es gibt ein Gebiet zwischen Hannover und Braunschweig, da ist die
erforderliche Sendeleistung hart an der Grenze.
In 350 Tagen im Jahr klappt es so zu 98 % mit dem Empfang, aber es
gibt auch Tage, da ist alles nur Froschgequake und Vogelzwitschern
was aus dem Fernsehr kommt.

Ich will jetzt zwei Hirschmann FESA 805 mit einer Weiche montieren.
Eine Antenne nach BS und die andere nach H ausrichten.

Mein Antennenmufti meint, das klappt nicht wegen Interferenzen
und Geisterbildern.

Ich meine mich zu erinnern, daß früher im Hirschmannkatalog
Doppelantennen sogar per Bild zu sehen waren. Allerdings dann nur
auf einen Sender ausgerichtet.

Lange Antennen mit vielen Direktoren und gutem Gewinn lassen sich
sich leider am Einbauort nicht unterbringen. Ein Verstärker zwischen
der bisherigen Antenne und dem Reciver hat nix gebracht.

Wat nu ?

...

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Chris
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Beitrag von Chris » Montag 6. Oktober 2008, 00:14

Probieren...

Wenn es meisstens geht, muss es doch nen Grund geben warum net...

Da könnte man mal schauen..

Ansonsten mal ausprobieren, die Antennen woanders zu plazieren.

Wobei, was die Antemnne nicht empfängt, kann auch nicht verstärkt werden.

Und sachte mit den Verstärkern,da gibs riesen Unterschiede.

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50Hertz
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Beitrag von 50Hertz » Montag 6. Oktober 2008, 01:56

Hallo!
Vielleicht kann ich etwas zur Verwirrung beitragen:
Elt-Onkel hat geschrieben:......
Lange Antennen mit vielen Direktoren und gutem Gewinn lassen sich
sich leider am Einbauort nicht unterbringen. Ein Verstärker zwischen
der bisherigen Antenne und dem Reciver hat nix gebracht.
..
Verstärker ist ein Zauberwort. Wenn der Pegel zu gering ist benötigt man einen Verstärker. Das ist richtig. In den meisten Fällen aber bringt dies allerdings keinen Erfolg.
Mehr noch als einen hohen Pegel, braucht man ein gutes Signal. Ein Signal, dass zu den Störsignalen einen deutlichen Abstand hat! Da hast Du schon völlig zu Recht vermutet, dass Direktoren das Schlüsselwort sein könnten.
Direktoren (das sind die kleinen Metallstäbe vor der eigentlichen Empfangseinheit, ohne Anschluss scheinbar überflüssig dastehen) sorgen dafür, dass die Antenne nur in eine Richtung blickt und Störungen aus anderen Richtungen nicht "sieht". Wird einfach ein Verstärker zugeschaltet, gibt es einen hohen Pegel, der oft einfach ein Gemisch aus Mist ist. Daraus kann keine Empfangseinheit ein vernünftiges Nutzsignal basteln.

Zusammenfassung:
1. Man braucht eine hohe Antenne um weit blicken zu können, dabei wird sowohl das Moped vor dem Haus ausgeschaltet als auch eben der weite Sender erfasst.
2. Man braucht eine gute Antenne mit vielen Direktoren und sauberen Reflektoren um nur in eine Richtung zu sehen und nur einen kleinen Winkel zu erfassen.
3. Man brauch einen Verstärker um winzige Signale auf einen Betriebslevel zu heben.

Ein Kompromiss aus 1 und 2 muss gemacht werden, um optimal preisgünstig ein brauchbares Signal zu erhalten. 3. ist eigentlich nur gedacht, wenn mann viele Antennenkabel im Haus hat. Grundsätzlich verstärken Verstärker alles, eben auch den Mist, der von der Antennenleitung kommt.

Gruß
50Hertz

jf27el
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Beitrag von jf27el » Montag 6. Oktober 2008, 07:26

Hallo eltonkel,

suchst Du mal die genauen Stationen aus der

Tabelle

Das mit der Interferenz kann richtig sein muss aber nicht.

Je nach Empfangsrichtung und Standort könnte allerdings auch 1 Antenne
(Das kann ein einfaches Stück Draht teilweise im Haus sein ) reichen.

Oder ist es wirklich waagrecht wie bei uns?


Gruß
jf27el

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kabelmafia
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Beitrag von kabelmafia » Montag 6. Oktober 2008, 09:13

Moin,

gerade in dem gebiet, in dem Elt-Onkel und ich wohnen, ist ein Problem-Gebiet.
Wir sitzen zwischen zwei Sendestationen, die auf den gleichen Kanälen senden (8, 23, 24, 28, 36,44,60), jedoch in verschiedenen Polarisationen.

Tatsächlich wurde uns beigebracht, man sollte zwei Antennen nehmen und diese über eine Weiche koppeln. Eine vertikal und eine horrezontal. Praktisch hab ich das noch nicht gesehen, außer in der Meisterschule - das zählt aber nicht
Der Strom kann ruhig bunt sein-ohne Kabel nützt das nix.
Bild: NAKBA 3x95/50sm 0,6/1kV VDE U 0250:1936
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Beitrag von jf27el » Montag 6. Oktober 2008, 09:53

Tatsächlich wurde uns beigebracht, man sollte zwei Antennen nehmen und diese über eine Weiche koppeln. Eine vertikal und eine horrezontal. Praktisch hab ich das noch nicht gesehen, außer in der Meisterschule - das zählt aber nicht
Da sollten die Spezialisten doch geballt auftreten.:D :rolleyes:
Wir sitzen zwischen zwei Sendestationen, die auf den gleichen Kanälen senden (8, 23, 24, 28, 36,44,60), jedoch in verschiedenen Polarisationen.
sind die auch auf den gleichen Zwischenkanälen? oder kommen da auch noch unterschiedliche Programme?

Eine Antenne bauen ist für vertikal eigentlich überhaupt kein Problem (Muss nicht ausgerichtet werden - ein Stab)
für vertikal muss sie eben noch ausgerichtet werden.

@ eltonkel
Hast du noch ein Kabel auf die Bühne liegen ?
--- oder die alte UHF Antenne drauf?
<<< Der Antennenbauer ist eigentlich teletrabi u.a.>>>
vielleicht gibt einer mal Lambta/2 Lampta/4 vor :rolleyes:

aktive Antenne sind nach meiner Erfahrung nur bei längeren Kabelanlagen sinnvoll.

Gruß
jf27el

jf27el
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Beitrag von jf27el » Montag 6. Oktober 2008, 13:06

Schau mal hier

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50Hertz
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Beitrag von 50Hertz » Montag 6. Oktober 2008, 13:48

kabelmafia hat geschrieben:....... gleichen Kanälen senden (8, 23, 24, 28, 36,44,60), jedoch in verschiedenen Polarisationen.

Tatsächlich wurde uns beigebracht, man sollte zwei Antennen nehmen und diese über eine Weiche koppeln. Eine vertikal und eine horrizontal...
Das ist natürlich der blanke Unsinn. Das Signal auf der Antennenleitung weiß natürlich nicht, dass die Funkstrecke V oder H polarisiert war. Hier würde es zu einer Überlagerung kommen, die kein brauchbares Nutzsignal liefert.

Gruß
50Hertz

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Beitrag von 50Hertz » Montag 6. Oktober 2008, 14:08

jf27el hat geschrieben: Das mit der Interferenz kann richtig sein muss aber nicht.
Da bin ich nur ein ganz klein wenig unsicher. Wir haben glaube ich keine Gleichtacktwellen-Sender. das heißt es kommt zu Signalen die, in welcher Weise auch immer, gestört sind.

jf27el hat geschrieben: Je nach Empfangsrichtung und Standort könnte allerdings auch 1 Antenne
(Das kann ein einfaches Stück Draht teilweise im Haus sein ) reichen.
Ich habe ja schon versucht zu erklären, was eine gute Antenne ausmacht.
Übrigens der Normempfang liegt in 15 m Höhe. Also bei Beschwerden, wegen des schlechten Empfangs, kommt im Streitfall jemand und misst mit einem hohen Antennenmast die Empfangsfeldstärke.

Mit dem Draht ist ein Empfang möglich, ja.
Aber:
Wie schon ausgeführt, empfängt der praktisch alles in seinem Wellenlängenbereich. Sehr häufig will man dies gerade nicht!
Wir brauchen also Direktoren um nur einen kleinen Raumwinkel zu betrachten. In dem problematischen Gebiet brauchte man wahrscheinlich auch einen vernünftigen Reflektor. (ich kenne sowieso nur gleichzeitig beides)
Der Reflektor sitzt den Direktoren gegenüber (bezogen auf den Empfangsdipol). Der Reflektor ist ein undurchsichtiger Spiegel. Er erzeugt ein deutlich höheres Nutzsignal im Dipol, da ja die Welle nicht weiter läuft sonder gespiegelt, gleichphasig zurückkommt. Weiter ist die elektrische Undurchsichtigkeit dazu gut einen weiteren Sender auf gleicher Frequenz, welcher "von hinten strahlt" auszuschließen (abzudunkeln).

Die Reflektoren sind von Laien in der Regel nicht als Spiegel zu erkennen, muss doch die Maschengröße nur Lamda viertel sein. Bei der Radioantenne sind das dann zwei Metallstäbe hinter dem Dipol.

Gruß
50MHertz

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Chris
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Beitrag von Chris » Montag 6. Oktober 2008, 20:17

Wie gesagt, da müsste probiert werden.

Ich liege auch zwischen 2 Sendern, den Aufwand, beide zu empfangen und die Signale zusammenzuführen , ist recht hoch...

Da ist es einfacher, sich den besseren Sender auszusuchen und den "anzupeilen".

Lohnend wäre auch , mal mit der Polarisation zu "spielen" also nicht nur H/V zu testen, sondern die Montage der Antennen "dazwischen" also zb schräg.

Und auch mal die Antenne drehen und im Winkel (oben, unten) zu verändern, um diverse Reflextionen usw , entgegenzuwirken, oder sogar zu nutzen.

Hilfreich dabei wäre dann zb ein Antennenmessgerät uä.


Das beste wäre allerdings immer noch, Antennen mit hohen Gewinn zu installieren, in dem Frequenzbereich ist das noch gut zu realisieren.

Denkbar wäre auch, einfach 2 gleiche Antennen zu nutzen, die eine Richtung anpeilen, und diese dann zusammenzuschalten, wäre dann abzuwägen was "schlimmer" ist, eine lange Antenne oder 2 kurze...

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