Problem bei der Telefonie

meisterglücklich
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Re: Problem bei der Telefonie

Beitrag von meisterglücklich » Mittwoch 3. Januar 2018, 12:56

Nicht zu unterschätzen ist die Erfahrung der Monteure, da ist der gerade ausgebildete immer dem alten Hasen unterlegen, selbst wenn der technisch weniger Ahnung hat.
Gerade der ppa kann immer wieder für Probleme verantwortlich sein, da sind die Bauteile aus der Toleranz, der Anschluß falsch rum gepolt (das findest du ohne richtige Spannung auf der Leitung nicht raus) oder die Platine feucht/gammlig/unterbrochen).
Da ist der Einbau einer TAE ohne ppa durchaus Abhilfe für das Problem!
Merke: Der ppa ist nur dafür da, im Störungsfall den Leitungsweg von der Vermittlungsstelle bis zur ersten TAE "durchzuklingeln".
Ich habe oft genug beim Telefonat mit dem Prüfplatz festgestellt, daß der "falsche" Anschluß geprüft wurde, insofern konnte man den Kollegen am Prüfplatz gezielt nach dem ppa fragen ("Haben Sie den jetzt messen können? Ach ja, ich hatte ihn gerade ausgebaut, dann reden wir wohl über einen anderen Anschluß...").

Mit den VDSL-Anschlüssen kommen wir in Bereiche, die nicht mehr mit der analogen Sprechstelle oder auch ISDN vergleichbar sind, prinzipielle Kenntnisse in Hochfrequenztechnik erklären so manches Fehlerbild.

geloescht

Re: Problem bei der Telefonie

Beitrag von geloescht » Mittwoch 3. Januar 2018, 14:25

Hallo,
Es gibt fast nirgendwo noch Fachkräfte in der Kommunikation,
[ironiemodus ein] Deshalb bilden große - ehemalige Staatsbetriebe - schlechter (quasi gar nicht mehr) aus um dann über den Fachkräftemangel zu jammern [/ironiemodus aus]

Gruß

Alois

Ich-bins
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Re: Problem bei der Telefonie

Beitrag von Ich-bins » Donnerstag 4. Januar 2018, 20:44

meisterglücklich hat geschrieben:
Mittwoch 3. Januar 2018, 12:56

Da ist der Einbau einer TAE ohne ppa durchaus Abhilfe für das Problem!
Merke: Der ppa ist nur dafür da, im Störungsfall den Leitungsweg von der Vermittlungsstelle bis zur ersten TAE "durchzuklingeln".
Ich habe oft genug beim Telefonat mit dem Prüfplatz festgestellt, daß der "falsche" Anschluß geprüft wurde, insofern konnte man den Kollegen am Prüfplatz gezielt nach dem ppa fragen ("Haben Sie den jetzt messen können? Ach ja, ich hatte ihn gerade ausgebaut, dann reden wir wohl über einen anderen Anschluß...
Ja die angeblichen Messungen, ein Leid mit dem Rosa Riesen. Meine TAE hat keinen PPA drin, weil am Anfang ein paar Hilfskräfte es nicht schafften den Anschluss zu schalten. Jetzt wird in meinen Gebiet mit VDSL 50 als komplett verfügbar geworben, und da ich bisher für einen 50 er Anschluss bezahle obwohl vom Port her nur 25 möglich sind, hatte ich den Versuch unternommen und es gewagt mehrmals mit der Hotline zu telefonieren.
Selten sturer Laden, bisher läuft mein Anschluss althergebracht übers KVZ zum HVT also 800 m Leitungslänge, im KVZ wurden die DSLAM gebaut damit sind es gerade mal 100 m bis ins Haus, Und was kommt von der Technik für ein blöder Spruch, sie hätten meine Leitung gemessen und es wäre technisch nicht machbar. Dann stellt mich beim nächsten Telefonat der Vertrieb zur Technik durch, sagte mir doch tatsächlich die gute Frau, bei 2500 m Leitungslänge würde kein 50er Anschluss gehen, auf die Frage ob sie sich überhaupt auskenne und die Leitungsführung kennt, herrschte erst mal Sendepause, und ich sagte ich den Weg, dann kam der plumpe Spruch, ja aber sie hätten gemessen, worauf ich entgegnete sie sollte mal in der Historie nachschlagen, dort ist vermerkt "Kunde hat eigenen TAE ohne PPA" das wusste ich vom Vertrieb. Letzten Ende habe ich jetzt gekündigt, denn schlicht weg bekommen Bestandskunden nicht die Umschaltung auf den DSLAM. Das witzige an der Sache, dann beim Wechsel zu 1&1 muss die Telekom auf genau so einen DSLAM schalten,welchen sie mir jetzt als Kunde verweigerten.
Alois hat geschrieben:
Mittwoch 3. Januar 2018, 14:25

[ironiemodus ein] Deshalb bilden große - ehemalige Staatsbetriebe - schlechter (quasi gar nicht mehr) aus um dann über den Fachkräftemangel zu jammern [/ironiemodus aus]
Nicht mal ganz so, ich kommen aus früheren Zeiten von der Sicherheits und ITK Branche, damals um die 2000 rum, haben wir den Kommunikationselektroniker Richtung Informationstechnik ausgebildet, die Jungs waren schon im 3 Lehrjahr sehr gut drauf, leider war ein gewisses Problem mit Bestehen der Abschlussprüfungen, danach wurde der IT Systemelektroniker ausgebildet, kann man echt vergessen, außer das sich der Chef freute, das seine Azubis mit guten Noten den Abschluss schafften. Und danach waren es totale Reinfälle, einer der frisch Auslernten hatte mich vor einem Sachverständigen vom VDS total blamiert, als man ihm sagte, er solle nur mal die Leerlaufspannung an den Akku messen, Mist der Pfosten hat das geeichte Meßgerät auf A stehen gehabt und der Rauch war aufgestiegen, ich hätte ihn erschlagen können.
Jetzt wird im Schwachstrombereich der Elektoniker für Informationstechnik und Telekommunikationstechnik ausgebildet, leider eben ist deren Schulstoff sehr veraltet zur Praxis.
Mit der Bildungsinflation haben sich die Berufe eher verschlechtbessert, es nützt doch nichts wenn die Leute gute Noten im Abschluss haben, jedoch fern der Realität der Praxis sind. Unsere Geschäftsleitung hat gerade deswegen schon vor ein paar Jahren die Sparte Sicherheitstechnik eingestellt, Leute nach der Ausbildung sind nicht verwendbar, Personal war schon lange nur durch Abwerben über sehr gute Bezahlung beschaffbar, und dann kommt Siemens oder Bosch und wirbt einem auch wieder ab.
Und beim Rosa Riesen muss man sich fragen, warum und was bilden die denn aus?
Das Schalten im Netz bis zum Endkunden machen seit 2002 eh nur Subbies, den Bereich Störungen innerhalb der SES ebenfalls nur Subbler und wie man hörte die Betreuung der VM Technik wurde auch vergeben. Mit der Umstellung wurden ja die alten Hasen entweder in Rente geschickt oder über Auslagern zum Gehen veranlasst, einer davon ist bei uns der Firma. Aber was sollen dann die Azubis des Rosa Riesen heute noch lernen?

IH-Elektriker
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Re: Problem bei der Telefonie

Beitrag von IH-Elektriker » Freitag 5. Januar 2018, 09:33

Ich-bins hat geschrieben:
Donnerstag 4. Januar 2018, 20:44
Jetzt wird in meinen Gebiet mit VDSL 50 als komplett verfügbar geworben, und da ich bisher für einen 50 er Anschluss bezahle obwohl vom Port her nur 25 möglich sind, hatte ich den Versuch unternommen und es gewagt mehrmals mit der Hotline zu telefonieren.
Ich hatte jahrelang nur einen 3000er DSL-Anschluss. Gezahlt habe ich aber für DSL16000. Mehrfaches Anrufen bzw. persönliche Vorsprache im „T-Punkt“ ergab bisher immer das bei mir technisch eben nicht mehr möglich sei.

Im November wurde mein Anschluss dann von ISDN auf VoIP umgestellt – und siehe da, auf einmal war DSL16000 überhaupt kein Problem mehr – nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Realität. Von jemandem der bei der Telekom im IT-Sektor arbeitet weiß ich das Hotlines bzw. Callcenter der Störungsannahme Telekom-Intern zeitweilig scherzhaft nur „Büro der Ahnungslosen“ genannt werden….

Die Servicetechniker mit welchen ich bisher zu tun hatte waren allerdings allesamt relativ kompetent, im Gegensatz zu den Mitarbeitern der Hotlines bei denen man i.d.R. normal landet wenn man z.B. die Störungsstelle anruft. Und am schlimmsten sind die „Werber“ der Telekom welche einem per Anruf einen neuen Vertrag aufschwatzen wollen. Die haben von nichts eine Ahnung außer das sie wissen wie man Leute ohne Beckground-Wissen dazu bringt den Vertrag abzuschließen der den Werbern die höchste Provision einbringt ;)

DBY656
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Re: Problem bei der Telefonie

Beitrag von DBY656 » Freitag 5. Januar 2018, 09:59

Hallo zusammen,
bei mir habe ich damals bei der Installation von DSL im Keller eigenmächtig die Telekom-TAE direkt durch den Splitter ersetzt. Die TAE-Dose liegt seitdem ungenutzt auf dem Klemmkasten der Telekom.
Aus Neugierde habe ich diese nun mal soweit ohne Zerstörung möglich geöffnet und durchgemessen, konnte dabei keinen PPA darin finden.

Wo wäre der darin versteckt und wie kann dieser gemessen werden?

Gruß Markus

geloescht

Re: Problem bei der Telefonie

Beitrag von geloescht » Freitag 5. Januar 2018, 13:11

Hallo Markus,

https://de.wikipedia.org/wiki/Passiver_ ... fabschluss

Bemerkenswert dieser Satz:
Ebenso wenig ist damit ein häufig anzutreffender Defekt im Bereich der Federkontakte der TAE-Anschlussdose aufzuspüren, da sich die Bauelemente des PPA immer in unmittelbarer Nähe der Anschlussklemmen befinden
Gruß

Alois

Ps. Kann man im Prinzip selbst bauen

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