Superposition und Knotenpotentialverfahren

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JAN9r

Superposition und Knotenpotentialverfahren

Beitrag von JAN9r » Montag 6. Dezember 2010, 23:50

Hallo,

ich habe nun für Schaltbild mit einer Spannungsquelle (Uq1) folgende Ströme ausgerechnet.
I11= 31,81A
I21=12,724A
I31= 19,068A
U´Ri2=38,172 V

[ATTACH]5760[/ATTACH]

Nun muss ich diese Rechnung für das zweite Schaltbild (Uq2) vornehmen,jedoch ergibts sie die Problematik dass die Widerstände nun eine andere Beziehung zueinander haben.

Laut meiner Kommilitonen kommt für I21 = 81,81A heraus was bedeuten würde :

I12=Uq2/Re2 +(Re1||Ri2) also 300V/ (11/3Ohm)= 81,81A

Ändern sich die Ersatzwiderstände nicht obwohl meine Spannungsquelle (Uq2) sich nun in der Mitte der Schaltung befindet?

Änderungsvermerk: Schaltbild auf den Steckdosenserver geladen
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Hier läuft einiges schief

Beitrag von 50Hertz » Dienstag 7. Dezember 2010, 00:13

JAN9r hat geschrieben: Ich nehme eine Spannungsquelle raus (Uq2) und erstelle eine Teilschaltbild
Was heißt das?
Uq2 wird zu Null Ohm oder Uq2 wird zu unendlich Ohm?

JAN9r hat geschrieben: 1)Darf ich in diesem dann Ri1 und R1 zusammenfassen da diese ja in Reihe geschaltet sind= R ersatz1 = Re1
Ja
Re1 = Ri1 + R1
JAN9r hat geschrieben: Vielen Dank schonmal,bitte entschuldigt für meine teilweise ungenaue "Beschreibung,ich sitze seit ca 15 Stunden vor meiner Aufgabe und die konzentration lässt langsam nach.
Man sieht es.
Ruhig Blut, und darüber schlafen. Hört sich mies an, ist aber ein guter Tipp.

Grüße
50Hertz

JAN9r

Beitrag von JAN9r » Dienstag 7. Dezember 2010, 00:18

50Hertz hat geschrieben:Was heißt das?
Uq2 wird zu Null Ohm oder Uq2 wird zu unendlich Ohm?

Uq2 wird kurzgeschlossen.
Ich hab jetzt bissel rumgerechnet,
für I1 müssten dann 262A
für I2 52,4A usw im Ersten Schaltbild rauskommen sofern Uq2 kurzgeschlossen wird?

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Innerwiderstend und Leitungswiderstand begrenzen den Maximalstrom

Beitrag von 50Hertz » Dienstag 7. Dezember 2010, 00:33

JAN9r hat geschrieben:Ich hab jetzt bissel rumgerechnet,
für I1 müssten dann 262A
Nein das kann ja nicht sein.
An einer Spannungsquelle von 70 V liegen zunächst zwei Widerstände von je 0,5 Ohm in Reihe (also insgesamt 1 Ohm).
Also kann der Strom nur kleiner als 70 A sein.
Gruß
50hertz

JAN9r

Beitrag von JAN9r » Dienstag 7. Dezember 2010, 00:36

OK danke,ich geh besser nun schlafen,ich hab Ri1 || zu R1 gerechnet anstatt in Reihe,ich bilde mir schon Sachen ein die garnicht vorhanden sind.

Ich glaube das mein Problem eigentlich nur dabei liegt die Widerstände richtig zusammenzufassen (was ist paralell oder in reihe ).


Trotzdem vielen Dank schonmal

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Beitrag von 50Hertz » Dienstag 7. Dezember 2010, 00:40

schlaf gut
und tue es auch
Du hast eine PN

geloescht

Beitrag von geloescht » Mittwoch 8. Dezember 2010, 13:35

Hallo Jan,

ich würde so vorgehen wie von Dir angedeutet:

1. Widerstände zusammen fassen die in Reihe liegen

das wären

Ri1 + R1 zu z.B. R1ersatz

und

R2 + R3 + R4 u z.B. R2ersatz

Das wird dann schon mal ein einfacheres Bild

Superposition:

Dann eine Quelle herausnehmen (da es eine Spannungsquelle ist wird die Quelle durch eine Verbindung ersetzt) und aus der Sicht der verbliebenen Quelle die Ströme berechnen (Vorzeichen beachten).

Danach das ganze aus der Sicht der zuvor entfernten Quelle noch einmal berechnen.

Dann die berechneten Ströme unter Beachtung des Vorzeichens addieren.

In Bezug auf die Knotenspannungsanalyse verweise ich auf Lösungen die es im Forum schon gibt.

http://www.diesteckdose.net/forum/showt ... enspannung

Gruß

Alois

geloescht

Beitrag von geloescht » Mittwoch 8. Dezember 2010, 14:45

Hallo Jan,


wendet man das Knotenpotentialverfahren/Knotenspannungsanalyse an, dann kommt man für die Knotenspannung auf dieses Ergebnis:
[ATTACH]5761[/ATTACH]

Die Gleichung lautet

{1/(1 Ohm) + 1/(2 Ohm) + 1/(3 Ohm) }* U10 = 220A

Nach U10 umgestellt bekommt man 120 Volt heraus. Damit kann man dann die Teilströme errechnen. Wenn man will (oder muss) kann man auch noch die Teilspannungen bestimmen indem man die Schaltung wieder in die Ursprungsform bringt.

Offenbar soll durch die Aufgabenstellung gezeigt werden, dass die Berechnung mit dem Knotenpotentialverfahren einfacher/schneller ist.

Gruß

Alois
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JAN9r

Beitrag von JAN9r » Mittwoch 8. Dezember 2010, 16:34

Vielen Dank,ich hab das Ergebnis heute nacht per Superposition ermittelt,ich werde mich nun am Knotenpotentialverfahren versuchen.

Vielen Dank nochmal :-)

geloescht

Beitrag von geloescht » Donnerstag 9. Dezember 2010, 01:32

Hallo Jan,


wenn Du bei Knotenspannungsanalyse / Knotenpotentialverfahren- wie an anderer Stelle im Forum beschrieben - vor gehst, dann kommst Du auf die Formel die ich oben hingeschrieben habe. Der Rest ist umstellen nach U10.

Letztlich musst Du - wenn Du U10 hast - nur noch die Spannungen und Ströme in den Zweigen berechnen.

Gruß

Alois

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