Dämmwahn oder Klimarettung-Video

In das Forum gehört alles, was sich mit dem Thema Energiesparen beschäftigt
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Willi Blasentang

Beitrag von Willi Blasentang » Mittwoch 18. November 2015, 22:11

Ich habe unbesehen der Risiken hier schon mehrmals darauf hingewiesen, dass die meisten Energiesparmaßnahmen nicht wirtschaftlich sind. Der Hinweis, ich mache es ja nicht um Geld (ökomische Gründe) zu sparen ist volkswirtschaftlich nicht relevant.

Wenn dann noch Personengefährdung, Umweltgefährdung und wirtschaftliche Folgeschäden (natürlich sozialisiert) irrelevant sind. dafuer1Wir sind auf dem richtigen Weg.

@ Alois,

Deine Einsparungen sind durchaus relevant, was mir fehlt ist jedwede Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Was kostet der Gastrockner, welche CO2 Bilanz hat er, wie sieht es alternativ mit einem Trockner mit Wärmepumpe aus. Was kostet der Brennwertkessel, wann hat er sich amortisiert. In wieweit kannst du die Brennwerttechnik nutzen? Erlebt er die Amortisierung?

Das Thema Energiesparen sollte E-Technikern am Herzen liegen, aber nicht so.

geloescht

Beitrag von geloescht » Donnerstag 19. November 2015, 00:03

Hallo Willi Blasentang,
Deine Einsparungen sind durchaus relevant, was mir fehlt ist jedwede Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Was kostet der Gastrockner, welche CO2 Bilanz hat er, wie sieht es alternativ mit einem Trockner mit Wärmepumpe aus. Was kostet der Brennwertkessel, wann hat er sich amortisiert. In wieweit kannst du die Brennwerttechnik nutzen? Erlebt er die Amortisierung?

Das Thema Energiesparen sollte E-Technikern am Herzen liegen, aber nicht so.
Als wir das Haus kauften meinte der begutachtende Architekt das Dach müsse erneuert werden. Das ist jetzt deutlich über 30 Jahre her (das Dach hatte da schon mehrere Jahrzente hinter sich). Letztes Jahr wurde das Dach erneuert - weil inzwischen wirklich nötig - und dabei wurde eine Dämmung angebracht.

Die Heizung wurde vor 27 Jahren eingebaut. Sie ging die letzten Jahre gerade noch beim Schornsteinfeger durch, weil sich der Wirkungsgrad verschlechtert hatte. Also war eine neue fällig. Wir haben uns für Brennwerttechnik entschieden.

Den Wäschetrockner haben wir gekauft, weil die Energie- und Kostenbilanz dafür sprach. Wenn er acht Jahre "lebt" hat er sich amortisiert und sogar die Kosten für die Gassteckdose mit "verdient".

Für alles andere (Heizung Dach) habe ich keine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt, weil es schlicht notwendig war. Wenn es in der Folge zu Energieeinsparungen führt umso besser.

Meine Bilanz. Nicht die Investition in teure Maßnahmen spart am Meisten Energie, sondern das darauf Achten dass man nicht unnötig Energie verbraucht.

Beim Strom- und Wasserverbrauch hat der Einbau einer Handbrause zum Preis von 80 Euro zu einer gravierenden Reduzierung geführt. Ich denke, dass wir uns da nicht über eine Wirtschaftlichkeitsberechnung unterhalten müssen. Die Handbrause ist schon mehrfach durch die Einsparungen bezahlt.

Ich wiederhole mich vermutlich noch einmal.

Ein Bekannter hat mich ebenfalls auf die Wirtschaftlichkeit der o.a. Maßnahmen angesprochen. Ich habe Ihm die Gegenfrage gestellt. "Wieviel Euro hast Du an der Börse verzockt". Für das an der Börse verlorene Geld hätte er locker mehrere neue Heizungen, oder ein neues Dach bekommen :-( (und die Gassteckdose wäre auch dabei gewesen). Wirtschaftlichkeitsberechnung??

Gruß

Alois

Erklärbär
Beiträge: 17
Registriert: Freitag 26. August 2011, 14:58

so ein bisschen Klugscheisser . . .

Beitrag von Erklärbär » Donnerstag 19. November 2015, 15:23

Hallo Lightyear,
nimms nicht direkt übel, ich habe die Animation auch echt bewundert respekt1 , aber sie hat mich auch spontan an eine Figur in einer Kindersendung erinnert, lag immer in einem Wandschrank und wurde von Fliegen umkreist:D
Die alte Tante kann ich schon bedienen, wollte halt auch was von Alois zum Thema hören, er hatte dann ja auch einen Tip für mich!dank1
viele Grüße
Erklärbär
Ist es nicht komisch, daß Beamte mit "Dienst nach Vorschrift" drohen können?

Willi Blasentang

Beitrag von Willi Blasentang » Mittwoch 25. November 2015, 00:07

Hallo Alois,

ich bin mir der Provokation durchaus bewußt.
Alois hat geschrieben:Hallo Willi Blasentang,


Als wir das Haus kauften meinte der begutachtende Architekt das Dach müsse erneuert werden. Das ist jetzt deutlich über 30 Jahre her (das Dach hatte da schon mehrere Jahrzente hinter sich). Letztes Jahr wurde das Dach erneuert - weil inzwischen wirklich nötig - und dabei wurde eine Dämmung angebracht
Alles andere wäre Dummheit.
Die Heizung wurde vor 27 Jahren eingebaut. Sie ging die letzten Jahre gerade noch beim Schornsteinfeger durch, weil sich der Wirkungsgrad verschlechtert hatte. Also war eine neue fällig. Wir haben uns für Brennwerttechnik entschieden.
Auch das ist naheliegend und sinnvoll.
Den Wäschetrockner haben wir gekauft, weil die Energie- und Kostenbilanz dafür sprach. Wenn er acht Jahre "lebt" hat er sich amortisiert und sogar die Kosten für die Gassteckdose mit "verdient".
Auch das ist eine durchaus nachweisbare Wirtschaftlichkeit.
Für alles andere (Heizung Dach) habe ich keine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchgeführt, weil es schlicht notwendig war. Wenn es in der Folge zu Energieeinsparungen führt umso besser.
Dagegen spricht ja zuerst gar nichts.
Meine Bilanz. Nicht die Investition in teure Maßnahmen spart am Meisten Energie, sondern das darauf Achten dass man nicht unnötig Energie verbraucht.
Alte Weisheit, kein Verbrauch, Wirkungsgrad = 1 . :D
Beim Strom- und Wasserverbrauch hat der Einbau einer Handbrause zum Preis von 80 Euro zu einer gravierenden Reduzierung geführt. Ich denke, dass wir uns da nicht über eine Wirtschaftlichkeitsberechnung unterhalten müssen. Die Handbrause ist schon mehrfach durch die Einsparungen bezahlt.
Wenn hier die Wirtschaftlichkeit nicht doppelt gerechnet ist - ja.
Ich wiederhole mich vermutlich noch einmal.

Ein Bekannter hat mich ebenfalls auf die Wirtschaftlichkeit der o.a. Maßnahmen angesprochen. Ich habe Ihm die Gegenfrage gestellt. "Wieviel Euro hast Du an der Börse verzockt". Für das an der Börse verlorene Geld hätte er locker mehrere neue Heizungen, oder ein neues Dach bekommen :-( (und die Gassteckdose wäre auch dabei gewesen). Wirtschaftlichkeitsberechnung??
Alles was ich moniert habe, hast du ja offensichtlich richtig gemacht. respekt1

Die Intention von Börsenzockern und von "für die Zukunft ihrer Kinder" verantwortlichen Menschen ist sehr konträer.

jokari
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Beitrag von jokari » Sonntag 26. Juni 2016, 20:34

wdvs ist der Sondermüll von morgen....
https://www.youtube.com/watch?v=1o34slPoa-8


was gilt:
- Heizung sanieren/ optimieren ( zu oft zu große Kessel verbaut,
welche gar nicht benötigt werden )
- Dachboden/Dach isolieren
- Keller isolieren


für die Katz:
- wdvs
- Fenster/Türen-Sanierung ( Amortisationszeit: > 70 Jahre ) + 3-fach-Verglasung


Statt wdvs...Gelder besser in Stromspeicher+Batterielader stecken.
Jede kWh PV-Strom...ist 1 kWh weniger Atomstrom...

ps. mit dem Konrad Fischer ist man nicht immer konform...aber in vielen
Bereichen hat er einfach Recht. Das gefällt diversen Lobby-isten und
Industriellen halt nicht.

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didy
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Beitrag von didy » Montag 27. Juni 2016, 18:20

jokari hat geschrieben:- Heizung sanieren/ optimieren ( zu oft zu große Kessel verbaut, welche gar nicht benötigt werden )
Allerdings wenn möglich als letztes, denn sonst ist der neue Kessel schon wieder zu groß. Auf niedrige Mindestleistung achten.
Und nicht nur einfach austauschen, sondern auch optimieren --> Schauen wie weit runter die Vorlauftemperatur kann.
jokari hat geschrieben:- Fenster/Türen-Sanierung ( Amortisationszeit: > 70 Jahre ) + 3-fach-Verglasung
Interessant hingegen ist ein reiner Glastausch in vorhandenen Fenstern. Kostet nur ein Bruchteil, und bringt bei Tausch von alten 3,0W/m²K zu neuen Scheiben mit 1,1/W/m²K oder weniger durchaus etwas.

Nicht zu vergessen: Rolladenkästen dämmen.
jokari hat geschrieben:ps. mit dem Konrad Fischer ist man nicht immer konform...
Mit Konrad Fischer ist man nie konform. Weil er mit der Physik nicht konform ist.

Mit diesem lustigen Experiment http://www.konrad-fischer-info.de/2139bau.htm will er "Rückschlüsse auf die (...) Dämmwirkung" der Baustoffe machen. In Wirklichkeit bringt dieses lustige Kurzzeitexperiment ausschließlich Rückschlüsse auf die Wärmespeicherkapazität der Stoffe.
Dass sich Dämmstoffe nicht nur nach der Wärmeleitfähigkeit, sondern auch in der Wärmekapazität unterscheiden, und zweiteres insbesondere für den sommerlichen Hitzeschutz wichtig ist, ist in der Industrie längst angekommen.
KF hingegen betrachtet NUR die Wärmekapazität und behauptet, das sei maßgeblich für die Dämmwirkung=Wärmeleitfähigkeit.
Selten so einen Bullshit gelesen.

LuckySlevin
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Beitrag von LuckySlevin » Dienstag 28. Juni 2016, 08:02

Wir haben den alten Gaskessel rausgeschmissen und ein Brennwert (1,5 kw - 19 kw) gerät inkl. Solar für WW & Heizung einbauen lassen. Dazu neue Fenster, Türen und Haustüre. Fanden es eine Sinnvolle Investition.

Der Heizungsbauer sagt das es viel wichtiger ist das die Heizung "weit unten" anfangen kann zu regeln damit der Kessel nicht ständig takten muss sondern "durchlaufen" kann.

Stichwort Rolladenkästen Dämmen. Bringt es wirklich was? Unser Rolladenbauer hat gesagt es bringt nicht viel.

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didy
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Beitrag von didy » Dienstag 28. Juni 2016, 09:44

LuckySlevin hat geschrieben:Der Heizungsbauer sagt das es viel wichtiger ist das die Heizung "weit unten" anfangen kann zu regeln damit der Kessel nicht ständig takten muss sondern "durchlaufen" kann.
Ja, das meinte ich mit niedriger Mindestleistung.
LuckySlevin hat geschrieben:Stichwort Rolladenkästen Dämmen. Bringt es wirklich was? Unser Rolladenbauer hat gesagt es bringt nicht viel.
Es ist zwar nicht viel Fläche. Aber die Dicke der Wand ist an der Stelle irgendwo bei 2cm. Ob ich da nur 1cm Wand/Spanplatte (unten am Deckel) hab, oder noch 3cm Dämmung (möglichst PUR mit WLG 025 statt normales Styropor mit WLG 040) draufmache, macht schon einen Unterschied.

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Beitrag von didy » Dienstag 28. Juni 2016, 09:49

LuckySlevin hat geschrieben:Wir haben den alten Gaskessel rausgeschmissen und ein Brennwert (1,5 kw - 19 kw) gerät inkl. Solar für WW & Heizung einbauen lassen. Dazu neue Fenster, Türen und Haustüre. Fanden es eine Sinnvolle Investition.
Und, Effekt im Sinne von Gaseinsparung?

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Beitrag von LuckySlevin » Dienstag 28. Juni 2016, 10:36

Ich habe leider keine Daten vom Vorbesitzer. Und wir wohnen erst seit einer Woche drin :-)

Wäre echt super wenn man ein Vergleich hat um das nach rechnen zu können.

Ich schau mich mal um was dämmung kostet. Klingt logisch was du schreibst dd1

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