Strompreis Vergleich

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ThomasR
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Re: Strompreis Vergleich

Beitrag von ThomasR »

Der reine Strompreis wird in den kommenden Jahren drastisch sinken, weil praktisch jederfrau mit der Stromproduktion beginnen kann (Balkonkraftwerke und das Anlegen von Geld in PV, das sonst von der Inflation gefressen würde). Die Kosten der Verteilung werden aber eher weiter steigen weil ja jetzt jede neue Überlandleitung verbuddelt werden muß wenn der Wutbürger sich quer stellt……
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Elt-Onkel
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Re: Strompreis Vergleich

Beitrag von Elt-Onkel »

Hallo,

vielleicht der Strompreis für Überschussstrom, wenn im Spätsommer auch noch Wind weht.

Der Strompreis in Deutschland wird variabel werden.
Variabel von 10 Cents bis 2,- EUR die kWh.

Alle Hausanschlüsse in Deutschland bekommen derzeit ein "APZ-Feld".
Die alten Hausanschlüsse werden Stück für Stück nachgerüstet.
Über den Computer im APZ-Feld kommuniziert der NB mit dem Smartmeter.
(Dem elektronischen Stromzähler.)
Dann kann der NB dreierlei tun:
- Den Anschluss per Fernwirktechnik sprerren
- Auslesen, welches Elektrogerät gerade arbeitet (z.B. Typ und Hersteller der Waschmaschine)
- Minutengenaue Abrechnung

Das ist doch, wie in den modernen Supermärkten.
Die Preisschilder sind nur noch elektronisch.
Irgendwo in der Hauptverwaltung (z.B. REWE) steht ein Computer,
der jede Minute die Preise für jede Verkaufsstelle für jedes Produkt optimiert.
Liegen z.B. um 18:00 Uhr noch zuviele Grillsteaks in einer Filliale sinkt der Preis jede Minute.
Ist z.B. die Nachfrage nach Kokosnüssen ungewöhnlich hoch, steigt der Preis kontinuierlich.

Nach dem gleichen System funktioniert die "Minutengenaue Abrechnung" von Strom.
Weil die Datenmengen aber sehr groß sind, wird man es auf 1/4 Stunde reduzieren.
Das ist dann hinreichend genau.
Ist z.B. viel Wind im System UND will ein Verbraucher zu wenig Strom haben,
dann sinkt der Preis pro kWh eben auf 10 Cents.
Umgekehrt funktioniert das natürlich auch.
Stellt z.B. die Hausfrau die Waschmaschine bei einer Dunkelflaute an,
klettert der Strompreis für diesen Haushalt eben auf 2,00 EUR je kWh.
Der Nachbar sammelt über 4 Wochen die Wäsche, und stellt seine Waschmaschine
nur an wenn Wind und Sonne da sind. Der wäscht dann eben bei 10 Cents.
Aber er darf auch nicht zu viel waschen, sonst erhöht der NB den Strompreis für den
einen Anschluss z.B. auf 30 Cents, weil die Nachfrage eben sehr groß ist, obwohl viel Wind
und Sonne da ist.

Der Verbraucher muss natürlich auch aufrüsten.
Er braucht einen Computer in der Wohnung der 1/4-Stunden genau das Lastmanagement
macht. Also z.B. die Waschmaschine häppchenweise pro Tag einschaltet.
Das erkläre mal jemand "Oma Hansen", oder dem "Nieter von Blohm&Voss".
Solche Leute werden dann draufzahlen, weil sie das nicht umsetzen können.

So wird die Digitalisierung im Haushalt weiter zunehmen.
Der typische Grünen-Wähler einer Deutschen Großstadt mit Batterie-SUV vor der
Tür kann das umsetzen, aber 1/2 vom Volk nicht.


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