Produktwarnung ABB FI

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SPS
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Produktwarnung ABB FI

Beitrag von SPS » Dienstag 14. November 2006, 18:54

Hallo zusammen,
in der Fachzeitschrift Elektropraktiker wird von einer Produktwarnung für einige ABB FI berichtet.


http://www.elektropraktiker.de/aktuell/ ... zschalter/

mfg SPS

Hoefo

Beitrag von Hoefo » Dienstag 14. November 2006, 22:12

Hey

ich erlaube mir einmal einen Satz aus obigem Link zu zitieren:

ABB meldet, dass durch die Analyse reklamierter Fehlerschutzschalter aus dem Produktionszeitraum zwischen Januar 2003 und Mai 2005 teilweise erhöhte Auslösewerte festgestellt wurden -

Wenn die alle durch uns "Fachgerecht geprüft" worden wären (wie es ja eigentlich sein sollte) dann hätte der Fehler in meinen Augen doch eigentlich früher bemerkt werden müssen - oder?

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kabelmafia
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Beitrag von kabelmafia » Dienstag 14. November 2006, 22:22

Moin,

im Sommer diesen Jahres habe ich vier ABB F374 40/0,03 verbaut.
Keiner funktionierte ! :(
keiner wollte mir glauben.
Jetzt kann ich nochmal nachhaken.

Ein Jahr zuvor habe ich einen 6 Monate alten ABB F374 63/0,03 austauschen müssen, der auch nicht mehr wollte. Leider hab ich den weggeschmissen.
Der Strom kann ruhig bunt sein-ohne Kabel nützt das nix.
Bild: NAKBA 3x95/50sm 0,6/1kV VDE U 0250:1936
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Zitteraal
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Beitrag von Zitteraal » Mittwoch 15. November 2006, 11:19

SPS hat geschrieben:in der Fachzeitschrift Elektropraktiker wird von einer Produktwarnung für einige ABB FI berichtet.
Jepp, kann ich bestätigen. Auch defekte FIs gehabt.

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SPS
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Magnet Test

Beitrag von SPS » Mittwoch 15. November 2006, 20:00

Hallo zusammen,

in dem Beitrag wird auch ein Link zu ABB aufgeführt.
Dort sind verschiedene PDF zu Finden.
- Prüf- und Austauschanleitung
- Prüfprotokoll
- ...



http://www.fi-test.com/

Gibt es für den aufgeführten Magnet Test ein besonderes Werkzeug oder geht auch einer von der PINWand.

uß ß sps

Bödeker, Klaus
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Beitrag von Bödeker, Klaus » Donnerstag 16. November 2006, 23:04

Hallo an Alle. Diese Warnung steht auch in "de" 22/2006.
Das Schlimmste sind eigentlich nicht nur die nicht ganz korrekt auslösenden Schalter sondern die Begleitumstände. Das heißt
- die manglhafte Arbeit/Prüfung bei ABB,
- der äußersts fragwürdige Vorschlag einen Testmagneten (innerbetriebliches Hilfsmittel bei der Prüfung der FI) zu verwenden über dessen Funktion, Kennwerte, Ansatzpunkt usw. der Praktiker nicht informiert ist, so dass er das Ergebnis im Blindflug beurteilen muss,
- die mangelhafte Prüfung durch den Errichter/Betreiber, wenn nun erst jetzt bei dieser Aktion der Fehler entdeckt wird,
- die den Prüfnormen widersprechende Festlegung (Prüfanweisung von ABB), dass auch Schalter schlecht sind, deren Auslösestrom kleiner ist als der Bemessungstrom (Nennfehlerstrom) des Schalters,
(Anmerkung: bleibt das nun künftig für alle ABB Schalter so? Gilt das für alle FI-Schutzschalter?)
- die allgemein recht unklaren Anweisungen für den der nun die Schalter identifizieren soll
-ein Kommentator bei de, der nicht die nötige Übersicht hat.

Da hat wohl PISA seine Tentakel in alle elektrotechnischen Bereiche gesteckt. Da muss sich wohl einmal ein Elektrooberhirte der Normenkommisison äußern, Gruß Klaus Bö

ego11
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Beitrag von ego11 » Donnerstag 16. November 2006, 23:17

@K.Bödecker

Sie Bemängelten::
"- die mangelhafte Prüfung durch den Errichter/Betreiber, wenn nun erst jetzt bei dieser Aktion der Fehler entdeckt wird,"

Das wäre ja indirekt sehr gut, denn das würde ja im umkehrschluss bedeuten das alle bei der errichtung ordnungsgemäß gemessene Anlagen I.O. sind und von dieser Aktion nicht betroffen sind?

Bödeker, Klaus
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Beitrag von Bödeker, Klaus » Freitag 17. November 2006, 09:22

ego11 hat geschrieben:@K.Bödecker

Sie Bemängelten::
"- die mangelhafte Prüfung durch den Errichter/Betreiber, wenn nun erst jetzt bei dieser Aktion der Fehler entdeckt wird,"

Das wäre ja indirekt sehr gut, denn das würde ja im umkehrschluss bedeuten das alle bei der errichtung ordnungsgemäß gemessene Anlagen I.O. sind und von dieser Aktion nicht betroffen sind?
ego 11
Theoretisch ja, aber überzeugt sollte man davon lieber nicht sein. Wenn wir diesen Optimismus hätten. könnten wir ABB vorschlagen, auf die Kontrolle zu verzichten. Ich tippe auf eioneg Grauzone von 50%.
Klaus Bö

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SPS
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Beitrag von SPS » Freitag 17. November 2006, 18:12

Hallo zusammen,

auf der ABB Seite ist auch ein Protokoll zur Überprüfungsaktion.

In der PDF Prüf- und Austauschanweisung, werden in Tabelle. 1, Prüfparameter angegeben.

Sind für diese Werte 30% Messfehler einzurechnen oder 30% vom Nennwert?

Beispiel:
FI 30mA ABB Wert 25mA

Ist der FI OK, bei 25mA - 30% ?

Gruß sps

Olaf S-H
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Beitrag von Olaf S-H » Freitag 17. November 2006, 21:17

Bödeker, Klaus hat geschrieben:...- die mangelhafte Prüfung durch den Errichter/Betreiber, wenn nun erst jetzt bei dieser Aktion der Fehler entdeckt wird, ...
Moinmoin zusammen,

das leidige, immer bestehende Problem. hair1

Gruß Olaf
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