Hallo,
das Verpressen von Alu-Kabelschuhen ist in der Literatur hinreichend beschrieben.
Das Schmieren mit Vaseline-Korund-Paste hat seine Berechtigung in Kabelschuhen mit Innenoxid und bei mehrdrähtigen Leitern,
sowie bei Dornpressung, weil da Zwickel ungepresst bleiben, und bei Kabelschuhen mit Sichtloch.
Was ist aber in der Kombination Oxidfreier Kabelschuh und oxidfreier RE-Leiter bei (gasdichter) 6-kant-Pressung ?
Die Literatur empfiehlt Vaseline ohne Korund.
Was soll die Vaseline da ?
Isolator zwischen Innenseite Kabelschuh und Außenseite RE-Leiter ?
Also z.B. bei sowas:
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Alu - Kabelschuh verpressen auf RE
- Elt-Onkel
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Re: Alu - Kabelschuh verpressen auf RE
Hallo Elt- Onkel,
ich habe viele Kabelschuhe auf RE oder SE Leiter ( rundgedrückt) verpresst. Die Paste ist laut meiner Information da um die Oxidschicht auf der Leiteroberfläche zu entfernen. Die Kabelschuhe nach DIN waren für mehrere Leiterarten ( RM, RE, SE rundgedrückt ) zugelassen.
Bei rundgedrückten SE Leitern ist es wichtig den richtigen Verbinder/ Kabelschuh zuzuordnen, Beispiel 150 SE wurde rundgedrückt im Kabelschuh für 120RM verpresst. ( Herstellerangabe)
Dann gabs da soweit auch bei hohen Strömen nie Probleme, wir schrumpfen immer Kabelschuh auf Aderisolierung mit kurzen Schrumpfschläuchen mit Kleber ab, das sieht gut aus, hält die Paste drin und Feuchtigkeit draußen.
Allerbeste Erfahrungen habe ich im Bereich der Schraubtechnik in sämtlichen Querschnitten und Spannungsebenen und verschiedene Leitermaterialien, die Dinger vereinfachen einiges gerade wenn es um Sprünge beim Leiterquerschnitt und anderen Werkstoffen geht.
Viele Grüße und schönen Abend
ich habe viele Kabelschuhe auf RE oder SE Leiter ( rundgedrückt) verpresst. Die Paste ist laut meiner Information da um die Oxidschicht auf der Leiteroberfläche zu entfernen. Die Kabelschuhe nach DIN waren für mehrere Leiterarten ( RM, RE, SE rundgedrückt ) zugelassen.
Bei rundgedrückten SE Leitern ist es wichtig den richtigen Verbinder/ Kabelschuh zuzuordnen, Beispiel 150 SE wurde rundgedrückt im Kabelschuh für 120RM verpresst. ( Herstellerangabe)
Dann gabs da soweit auch bei hohen Strömen nie Probleme, wir schrumpfen immer Kabelschuh auf Aderisolierung mit kurzen Schrumpfschläuchen mit Kleber ab, das sieht gut aus, hält die Paste drin und Feuchtigkeit draußen.
Allerbeste Erfahrungen habe ich im Bereich der Schraubtechnik in sämtlichen Querschnitten und Spannungsebenen und verschiedene Leitermaterialien, die Dinger vereinfachen einiges gerade wenn es um Sprünge beim Leiterquerschnitt und anderen Werkstoffen geht.
Viele Grüße und schönen Abend
- Elt-Onkel
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Re: Alu - Kabelschuh verpressen auf RE
Hallo,
Was soll aber die Vaseline bei Leitern und Kabelschuhen, wo die Oxidschicht vor dem Pressen entfernt worden ist ?
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Damit ist vermutlich die mit dem Korund gemeint.
Was soll aber die Vaseline bei Leitern und Kabelschuhen, wo die Oxidschicht vor dem Pressen entfernt worden ist ?
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- Null-Leiter
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Re: Alu - Kabelschuh verpressen auf RE
In der Industrie wird Vaseline als wirksamer Schmierstoff mit gutem Korrosionsschutz eingesetzt. Sie verhält sich chemisch neutral gegenüber den meisten Werkstoffen. Speziell:Was soll aber die Vaseline bei Leitern und Kabelschuhen, wo die Oxidschicht vor dem Pressen entfernt worden ist ?
- als Petrolatum-Band oder -Binde wird sie als Korossionsschutzbinde zum Umwickeln von metallischen Rohrleitungen, Verbindungsstücken oder
Armaturen eingesetzt, die dauerhafter Feuchtigkeit ausgesetzt sind oder Erdkontakt haben,
- als Polfett (Säureschutzfett)
- als Gleitmittel und Montagehilfsmittel.
https://de.wikipedia.org/wiki/Vaseline
In tiefen "Ost- Zeiten" wurden seit Mitte/ Ende der 1970-er Jahre Alu- Kerb- bzw. Pressverbinder (in der Freileitungstechnik ) bzw. Alu- Presshülsen
(in der Gebäude-/ Hausinstallation) verwendet.
Die Alu- Leiter, die verbunden werden sollten, wurden kurz vor der Pressung mechanisch "gereinigt" (die Oxid- Schicht wurde mehr oder weniger
abgetragen ) --> danach wurde sofort "Alu- Fett" (so nannte man das damals ) auf die Leiter (Freileitungstechnik ) aufgetragen und danach sofort verpresst bzw, die 2,5mm²- Alu- Leiter in die Presshülsen gekerbt.
Die Verbínder waren mit Vaseline und einem Schmirgelstoff vollständig gefüllt - das Einführen der Ader/Leiter in die vorgefüllten Hülsen war am
"Ende des Tages" eine Sauerei - schmierig.
--> Vorher wurde genietet.
Diese Kontakt- Technik (Vaseline und Schmirgelstoff ) besteht bis heute und funktioniert tadellos.
Jetzt sollte niemand auf die Idee kommen "Im Osten floss der Strom rückwärts !"
Ich habe 1993 Wago- Klemmen verarbeitet, denen eine Einweg- Spritze (ja tatsächlich aus der Medizin ) beilag, um "Verbindung zwischen CU + AL zu schaffen". (lt. Werbeprospekt )
--> Sozusagen hat man eine Lösung gefunden, um den Ossi an den "Weststrom" anzuschließen !
Der große Nachteil der Pressverbindung ist,
- dass man sie nicht mal eben schnell für eine Fehlersuche öffnen kann.
Der gigantische Vorteil ist
- diese Pressverbindung hält sicher mehr als 25 Jahre - auch im Gemisch mit Kupfer !
Ich habe bei meinen Eltern in der Gartenlaube die letzten Erweiterungen Anfang der '90-er gemacht (FI nachgerüstet etc. ).
Die Alt- Installation (Mitte 1980 ) war Alu. Nach der Wende gab es aber kein Alu < 70mm² mehr. Bzw. war es nicht mehr "Stand der Technik / unüblich".
Die Pressverbindungen sehen heute noch aus, wie neu. (Cu + AL in einer Al- Hülse verpresst ) - Die Messergebnisse sind faktisch immer gleich
(sehr gut ) - diese Anlage scheint nicht zu altern.
Man hatte damals so'ne Kunststoffkappe über die Presshülsen aufgesteckt --> "die Petze" .
--> Diese Kunststoffkappe verfärbte sich schon bei kleinen Wärmeereignissen.
Ich glaub', ich bin jetzt etwas von "Vaseline" abgedriftet ... "Glitschi ..." fällt mir noch ein.
- Wer gut schmiert, der gut fährt.