Ortsfeste Erdungs- und Kurzschließgarnituren

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Elt-Onkel
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Ortsfeste Erdungs- und Kurzschließgarnituren

Beitrag von Elt-Onkel » Mittwoch 24. März 2021, 09:29

Hallo,

immer wenn ich bei der DB in einen Kasten schaue,
wo eigentlich eine Bahnerdungsgarnitur verstaut seien sollte, ist da gähnende Leere.

Offensichtlich haben die Schrotthöker diese Selbstbedienungskisten / Rohre erkannt.

Frage:
Gibt es irgendwelche Regularien, die eine ortsfeste Erdungs- und Kurzschließgarnitur
verbieten ?

Beispiel MS-Trafo 20/0,4 kV:
Man könnte ja zweimal drei Strippen mit je einer Kugelbolzenandockgarnitur fest verbauen.
Das reduziert die Verlustquote und man spart sich die Erdungsklemme.
Im Fall der Tätigkeiten, würde man dann die Kugelbolzen OS/US erden und kuzschließen.

Meterware als Erdungsseil mit transparenter Isolierung gibt es bei Lapp-Kabel und bei Alibaba.

VDE verlangt den durchsichtigen Kabelmantel.
Man fragt sich, warum überhaupt eine Isolierung.
Aber nun denn.
Was ist aber mit den verpressten Kabelschuhen ?
(Löten oder Schweißen ist unzulässig.)
Darf der Knickschutz in Schwarz sein ?
(Bei Dehn sind die Kuppelstücke 3/1 auch in undurchsichtigem Blech.)


...

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Tobi P.
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Re: Ortsfeste Erdungs- und Kurzschließgarnituren

Beitrag von Tobi P. » Mittwoch 24. März 2021, 11:05

Moin,

das mit den leeren Behältern für Erdungsgarnituren soll laut dem Notfallmanager der mit uns das Seminar "Technische Hilfeleistung auf Gleisanlagen" gemacht hat so sein.
Die Bahnerdung erfolgt entweder durch den Notfallmanager der DB (der die Erdungsgarnituren mitführt, zumindest hatte der Typ die im Auto) oder durch die anrückenden Einsatzkräfte (die ebenfalls Erdungsgarnituren auf dem Fahrzeug mitführen (sollen) wenn sie zu Bahnunfällen ausrücken und dafür ausgebildet sind). So zumindest mein Stand von Mai 2015. Wir lassen grundsätzlich durch die DB Notfalltechnik erden wenn wir zu Bahnunfällen hinzugezogen werden.

Was ortsfeste Erdungsgarnituren betrifft: In einer Schaltanlage wären die schon mal unnötig, da gibts Erdungsschalter. Im Traforaum selbst - hm, da sehe ich das Risiko dass die zu leicht vergessen werden können. Ich handhabe es so dass alle in den Raum eingebrachten Gegenstände erfasst und mit den aus dem Raum wieder herausgebrachten Gegenständen abgeglichen werden. Vor dem Zuschalten zähle ich dann auch noch mal explizit die im Schaltraum vorhandenen Garnituren um sicherzustellen dass nicht irgendwo noch eine Garnitur eingebaut ist. Das wäre mit fest verbauten Garnituren nicht möglich.


Gruß Tobi

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Elt-Onkel
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Re: Ortsfeste Erdungs- und Kurzschließgarnituren

Beitrag von Elt-Onkel » Mittwoch 24. März 2021, 12:42

Hallo,

die Erdungsschalter entbinden nicht von der Vorgabe am (MS)Trafo zu erden und kurzzuschließen.

Wie bei den Chirurgen.
Man zähle die Anzahl der Tupfer und der Pinzetten.
Gibt es einen Fehlbestand, muß man den Patienten rötgen.

Nochmal die Frage:
Gibt es einen Normativen Grund keine ortsfesten Kurzschließ- und Erdungsgarnituren zu installieren ?


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