Mobiler kleiner Generator gelegentlich am Wohnwagen

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Olaf S-H
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Re: Mobiler kleiner Generator gelegentlich am Wohnwagen

Beitrag von Olaf S-H » Dienstag 22. September 2020, 12:11

Waldhaus hat geschrieben:
Dienstag 22. September 2020, 08:57
Na ja, so ist es in den Foren überall.

Frage: soll ich das Haus Grün oder Blau anstreichen ?
Antwort: warum steht dort ein Haus ?
...
Moin Waldhaus,

hier stellte sich nicht die Frage, ob Grün oder Blau. Hier stelltet Du die Frage, ob der Pinsel geeignet ist.

Das Dein Pinsel nicht für die vorgesehene Farbe geeignet ist, ist nicht das Problem "aller Foren". Aber offensichtlich ist eine fachlich fundierte Meinung, wenn sie nicht den Erwartungen entspricht, nichts wert. Wie Du weitermachst, liegt in Deiner Hand.

Gruß Olaf
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, BekBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden. Die Nennung von Fundstellen in Regelwerken stellt keine Rechtsberatung sondern nur die Sichtweise des Verfassers dar.
vde1
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IH-Elektriker
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Re: Mobiler kleiner Generator gelegentlich am Wohnwagen

Beitrag von IH-Elektriker » Dienstag 22. September 2020, 16:00

Waldhaus hat geschrieben:
Dienstag 22. September 2020, 08:57
In chinesischen Bergwerken wird seit Jahren mit viel höherer Spannung gearbeitet. Das funktioniert.
Auch Züge laufen dort schnell und pünktlich. Selbst der Transrapid saust dort, den wir aus unerklärlichen Gründen verschrottet haben.
Auch das Eierfon wird dort gebastelt.
Ich war vor einigen Jahren beruflich in China um dort in Schulungen einen europäischen "Sicherheitsstandard" im Maschinenbau hinsichtlich elektrischer Sicherheit und auch allgemeiner Maschinensicherheit zu etablieren.

Das ganze war eine sehr lehrreiche Erfahrung. China lernt zwar schnell dazu und kann auch (wenn gefordert) gute Qualität liefern (siehe Dein Beispiel mit dem iPhone), viele Sicherheitsstandards die bei uns als üblich und allgemein bekannt angesehen sind werden in China oftmals nicht beachtet.

Nicht das die Vorschriften nicht entsprechend wären - die EN60204-1 für die elektrische Sicherheit von Maschinen ist beispielsweise quasi wortwörtlich in die chinesische Norm GB5226.1 übernommen worden - diese werden bspw. von den lokalen Maschinenbauern oftmals einfach überhaupt nicht angewendet.

Unsichere Maschine bzw. Produkte werden in China viel eher akzeptiert wie bei uns, auch Unfälle durch elektrischen Strom oder eben unsichere Maschinen und/oder Produkte können dort halt einfach passieren. Bei uns wäre da der Teufel los, es würde in alle Richtungen ermittelt, in China ist das halt einfach ein tragischer Unfall....

Wenn man den Chinesen entsprechende Vorgaben macht und diese überwacht dann kommt dabei durchaus gute (und auch sichere) Qualität bei raus - aber viele Produkte die über die Billigschiene nach Europa kommen entsprechen eben nicht oder nicht vollständig unseren europäischen bzw. deutschen Qualitätsansprüchen - ganz schlimm ist es wenn man bspw. direkt importiert via diversen Angebotsplattformen - dort findet sich neben qualitativ guter Ware auch jede Menge Kernschrott....

E-Jens
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Re: Mobiler kleiner Generator gelegentlich am Wohnwagen

Beitrag von E-Jens » Dienstag 22. September 2020, 20:13

Hallo,

manchmal sind die „Umgangsformen“ im Forum „dieSteckdose“ sehr rau. Ich finde dieses nicht zielführend. Noch weiß keiner, was genau betrieben werden soll. Schon wird eine gesamte professionelle Baustellenausrüstung empfohlen. Vielleicht geht es darum mit einem kleinen Ladegerät die Akkus im Wohnwagen aufladen, damit man nachts Licht hat und die Toilette über 12 Volt funktioniert?

So lange nur SK2 Geräte angeschlossen werden, halte ich das Risiko eines elektrischen Schlages durch solch einen Generator für gering. Auch wenn die Leitungsschutzschalter nicht reagieren werden und der RCD im Wohnwagen ohne Funktion ist. Jedoch ist der kleine Generator gegen Erde isoliert, so dass ein Fehlerstrom beim direkten berühren eines Leiters sehr gering sein wird.
Gruß Jens

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Elt-Onkel
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Re: Mobiler kleiner Generator gelegentlich am Wohnwagen

Beitrag von Elt-Onkel » Dienstag 22. September 2020, 21:16

Hallo,
E-Jens hat geschrieben:
Dienstag 22. September 2020, 20:13
Hallo,

manchmal sind die „Umgangsformen“ im Forum „dieSteckdose“ sehr rau...
Da kennt der Mann aber wenig Foren im Internet.

Ich fand die Beiträge zum Thema schon zielführend.

In anderen Foren wird man schon mal persönlich als "Volksschulabbrecher" beschipft oder als "Idiot" oder "Nulpe" bezeichnet.

Ich halte nackte Niederspannung immer noch für ungesund.
Auch wenn verschiedene Batterie-Auto-Verkäufer das Gegenteil behaupten.


...

E-Jens
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Re: Mobiler kleiner Generator gelegentlich am Wohnwagen

Beitrag von E-Jens » Dienstag 22. September 2020, 21:59

Hallo,

es braucht keiner an den Strom zu packen und es soll auch keiner an den Strom packen. Dafür gibt es vorher noch zwei Isolierungen. Das ist nicht anders, wie in den sonst üblichen Netzen. Nur gibt es bei dieser Generatorlösung keine ernst zu nehmende Abschaltung im Fehlerfall. Dafür gibt es eine hoffentlich ordentliche Isolierung gegen Erde. Schwierig ist es bei SK1 Geräten. Diese sollten ohne weiteren Schutz mit schneller Abschaltung nicht betrieben werden.

Wir können uns ja die "unfreundlichen Foren" als abschreckende Beispiele anschauen oder mitmachen. Müssen das aber hier nicht genau so machen. mm:1
Gruß Jens

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Re: Mobiler kleiner Generator gelegentlich am Wohnwagen

Beitrag von Waldhaus » Donnerstag 24. September 2020, 10:12

Hallo,
nun mein letzter Beitrag zu diesem Thema.
Einiges werde ich in Zukunft tun, um einiges abzusichern.

Dank an alle die sich bemüht haben.

Mich haben diese Vorschrichten an meinen Kursus bei der BG Chemie zur Sicherheitsfachkraft erinnert.
Einer der Dozenten fragte. warum denn der Einband der Regeln gelb sei. Seine Antwort: das ist chinesisch - das kann keiner verstehen ! Dann erläuterte er auch noch warum das so ist. Es werden besondere Wortschöpfungen verwendet, Sätze sind ungewöhnlich lang und wirre Bezüge verwendet.

Einiges an Elektrik habe ich im Berufsleben veranlasst. Da waren Antriebe 100KW , Stern, Dreieck, Doppelstern dabei.
Die grösste Montageplatte war 5 m lang und musste mit einem Kran in den Schaltschrank gebracht werden.

Dazu ist mir dann jetzt wieder eingefallten, dass die Steuerspannungstransformatoren - 400 auf 230 V runter immer einseitig geerdet wurden. (Zur Absicherung wurde primärseitig ein Motorschutzschalter eingesetzt.
Das entspricht in etwas auch der einseitigen Erdung des Moppels.

Gruss und nochmal tschüss
Axel R

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Re: Mobiler kleiner Generator gelegentlich am Wohnwagen

Beitrag von Elt-Onkel » Donnerstag 24. September 2020, 18:53

Hallo,

das klappt ja auch nach DGUV.
Haken an der Sache:
Inbetriebsetzung nur durch eine Elektrofachkraft.


...

.
Dateianhänge
Stromerzeuger_DGUV_2.jpg

Waldhaus
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Re: Mobiler kleiner Generator gelegentlich am Wohnwagen

Beitrag von Waldhaus » Freitag 25. September 2020, 18:40

Na, manches von den "Vorschriften" die überwiegend keine Gesetze sind , sind einfach Unfug.
So darf nach den DVGW niemand an einem Wasserhahn die Dichtug tauschen wenn er nicht............. usw. usw.

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Re: Mobiler kleiner Generator gelegentlich am Wohnwagen

Beitrag von Elt-Onkel » Samstag 26. September 2020, 03:33

Hallo,

nun hat DGUV aber nix mit DVGW zu tun.

Die Unfallverhütungsvorschriften sind aus der Analyse von Unfällen entstanden.

Wenn jemandem eine DGUV-Vorschift nicht gefällt, kann er ja gerne seine Bedenken in Berlin vortragen.

Sollte sie stichhaltig sein, kann eine Unfallverhütungsvorschrift ja auch geändert werden.

Wenn man denn nun irgendeine Unfallverhütungsvorschift als "Unfug" einstuft,
ist es doch ganz einfach:
Die Bedenken nach Berlin melden.
Die Begründung dazu schreiben,
und schwupps wird die Vorschrift geändert.


...

Waldhaus
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Re: Mobiler kleiner Generator gelegentlich am Wohnwagen

Beitrag von Waldhaus » Samstag 26. September 2020, 09:23

Wie schon geschrieben:

Mich haben diese Vorschrichten an meinen Kursus bei der BG Chemie zur Sicherheitsfachkraft erinnert.
Einer der Dozenten fragte. warum denn der Einband der Regeln gelb sei. Seine Antwort: das ist chinesisch - das kann keiner verstehen ! Dann erläuterte er auch noch warum das so ist. Es werden besondere Wortschöpfungen verwendet, Sätze sind ungewöhnlich lang und wirre Bezüge verwendet.


Oft haben diese Regeln ja Sinn. Nur wie es dann zu Papier gebracht wird ist oft Unfug.
Man muss es ja auch lesen können ohne studiert zu haben.

An jede Gebrauchsanleitung oder Regeln im Geschäftsverkehr wird die Forderung nach Verständlichkeit gestellt.

Nur bei diesen Vorschriften zur Technik ist das noch nicht angekommen.

Gruss Axel R

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