Al-Gummikabel flexibel 5x50 mm²

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Elt-Onkel
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Re: Al-Gummikabel flexibel 5x50 mm²

Beitrag von Elt-Onkel » Mittwoch 23. September 2020, 21:04

Hallo,

nach über einer Woche noch keine Antwort.

Das kam mir komisch vor.
Die andere Info kam doch im "Handumdrehen".

Also bei der Fa. Engst angerufen.
Nach einigen Windungen, dann die Antwort:
Das sagen wir nicht.

Kopfkratz.

Und jetzt kommt etwas Kriminalistik.

Da versucht ein Hersteller moderne Kabel in den Markt zu bringen,
aber zu der Aderendbehandlung schweigt er sich aus.
O.K. hat ja kurze Beine.
Man braucht ja nur einen lfdm. konfektioniertes Kabel bestellen, dann weiß man, was Engst macht.

Es gibt ja eigentlich nur 5 mögliche Varianten:
- Lasergeschweißt
- Ultraschallbehandelt
- Aderendhülse
- 1/2 Alu-Preßhülse als Aderendhülse
- Alu-Preßhülse mit Cu-Bolzen

Das Problem sind die Oxidschichten der inneren Drähte.
Mit den ersten 3 Varianten lasen die sich nicht aufbrechen.
Eine Alu-Preßhülse kommt aufgund der Klemmengeometrie in Stecker und Kupplung nicht in Frage.
Also bleibt nur Variante 5.

Die üblichen Verdächtigen, die sich in Deutschland mit Alu-Verpressungen beschäftigen sind: Klauke, Weitkowitz, und Cembre.

Naja, da ich 'alle Nase lang' mit Weitkowitz spreche, und dort auch regelmäßig hinfahre,
habe ich mal mein Glück versucht.

Und siehe da: Hauptgewinn.
Weitkowitz hat nicht nur den C8-Crimp entwickelt, sondern auch für Engst Preßbolzen und individuelle C8-Preßwerkzeuge hergestellt,
und auch die zugehörigen Versuche durchgeführt und dokumentiert.
Ich bin mich mit Weitkowitz einig, daß eine 6-kant-Pressung bei Alu-Litze nicht jobbt.
Die Oxid-Schichten der Innendrähte werden NICHT aufgebrochen.
Weitkowitz hat übrings alles aus dem Auftrag an Engst ausgeliefert.
Es gibt in Peine keine Restbestände an Bolzen und Preßwerkzeugen mehr.

Also:
Engst presst Cu/Al Preßbolzen in C8 mit abgeänderter Gemometrie und mit individuellem Preßwerkzeug.

Auf meinen Einwand hin, daß man so auf Baustellen ja keine Reraraturen machen kann,
wusste man zu berichten, daß für den Fall Engst auf Klauke-Dornpressung zurückgreift.

Mein Gott,
so ein Zirkus um rein analoge Mechanik.

Das war jetzt gerade keine Werbung für die Firma.

Ich habe einen Verdacht:
Die Fa. Engst ist ja ehr eine kleine Firma mit einer einstelligen Zahl an Mitarbeitern.
Die Fa. PCE aus Österreich liest "dieSteckdose", und war 'not amused' über die präzisen Ausführungen des Herrn Dr. Engst.
Jetzt versuchen die Österreicher Druck auf Engst auszuüben.
Das wird aber nicht klappen, weil spätestens Helu sich nicht erpressen lässt.
Der Fortschritt wird sich nicht aufhalten lassen.


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