Jeder 5 RCD Funktionslos!?

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Probator
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Re: Jeder 5 RCD Funktionslos!?

Beitrag von Probator » Samstag 4. Juli 2020, 18:16

Strippe, da passen FI/LS mit 2TE doch wunderbar rein. :)

Olaf S-H
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Re: Jeder 5 RCD Funktionslos!?

Beitrag von Olaf S-H » Samstag 4. Juli 2020, 19:21

Strippe-HH hat geschrieben:
Samstag 4. Juli 2020, 16:59
... Was willst du dann machen wenn du in einer Altbauwohnung eine Steckdose verlegen sollst und du findest dort solch alte Fischkiste da vor. Keine Steckdose verlegen? ...
Moin Strippe,

die Antwort ist doch ganz einfach: Keine Steckdose verlegen oder Steckdose mit integriertem RCD.

Gruß Olaf
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, BekBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden. Die Nennung von Fundstellen in Regelwerken stellt keine Rechtsberatung sondern nur die Sichtweise des Verfassers dar.
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Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794

E-Jens
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Re: Jeder 5 RCD Funktionslos!?

Beitrag von E-Jens » Samstag 4. Juli 2020, 20:26

Hallo Olaf,

der Personenschutz ist durch den RCD in der Steckdose gewährleistet. Jedoch entspricht diese Bauweise nicht den aktuellen Normen. Es wird ein RCD am Anfang des Stromkreises gefordert.
Da ist mir ein FI/LS schon lieber. Das geht jedoch nur im TN-S.
Im TN-C bleibt dann nur der RCD in der Steckdose.
Gruß Jens

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Wulff
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Re: Jeder 5 RCD Funktionslos!?

Beitrag von Wulff » Samstag 4. Juli 2020, 20:37

Ansonsten gibt es ja noch Fi-Ls mit 1TE Breite.

Olaf S-H
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Re: Jeder 5 RCD Funktionslos!?

Beitrag von Olaf S-H » Sonntag 5. Juli 2020, 06:24

Moin Jens,

da bi ich bei Dir. Bestandsanlagen erfordern jedoch manchmal andere Betrachtungen als Neuanlagen. Das Schutzziel bezieht sich hier im Wesentlichen auf die Nutzung der Steckdose bzw. das dort eingesteckte handgeführte elektrische Betriebsmittel.

Der Steckdosen-RCD kann hier nur eine Notlösung sein, um in die Nähe der normativen Anforderungen zu gelangen. Er ist aber um vieles Besser als die Variante ohne RCD.

Gruß Olaf
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Strippe-HH
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Re: Jeder 5 RCD Funktionslos!?

Beitrag von Strippe-HH » Sonntag 5. Juli 2020, 13:53

Olaf S-H hat geschrieben:
Samstag 4. Juli 2020, 19:21
Strippe-HH hat geschrieben:
Samstag 4. Juli 2020, 16:59
... Was willst du dann machen wenn du in einer Altbauwohnung eine Steckdose verlegen sollst und du findest dort solch alte Fischkiste da vor. Keine Steckdose verlegen? ...
die Antwort ist doch ganz einfach: Keine Steckdose verlegen oder Steckdose mit integriertem RCD.
Inzwischen ist diese abgebildete UV Vergangenheit, da die Wohnung den Besitzer gewechselt hat.
Aber es gibt bestimmt noch hier in der Wohnanlage genügend davon.
Und dort FI/LS einzusetzen ist keine Lösung bei einer 53 Jahre alten Verteilung wo die nächste Instanz zum Abschalten an der NH-Sicherung im verplombten Bereich des Zählerschranks vorzufinden ist.

Olaf S-H
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Re: Jeder 5 RCD Funktionslos!?

Beitrag von Olaf S-H » Sonntag 5. Juli 2020, 17:30

Strippe-HH hat geschrieben:
Sonntag 5. Juli 2020, 13:53
... Und dort FI/LS einzusetzen ist keine Lösung bei einer 53 Jahre alten Verteilung wo die nächste Instanz zum Abschalten an der NH-Sicherung im verplombten Bereich des Zählerschranks vorzufinden ist.
Moin Strippe,

wenn regelwerkskonform durch den eingetragenen Fachbetrieb gearbeitet wird, dann sollte dies kein Problem sein.

Gruß Olaf
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Trumbaschl
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Re: Jeder 5 RCD Funktionslos!?

Beitrag von Trumbaschl » Montag 6. Juli 2020, 10:59

Olaf S-H hat geschrieben:
Sonntag 5. Juli 2020, 17:30
Strippe-HH hat geschrieben:
Sonntag 5. Juli 2020, 13:53
... Und dort FI/LS einzusetzen ist keine Lösung bei einer 53 Jahre alten Verteilung wo die nächste Instanz zum Abschalten an der NH-Sicherung im verplombten Bereich des Zählerschranks vorzufinden ist.
Moin Strippe,

wenn regelwerkskonform durch den eingetragenen Fachbetrieb gearbeitet wird, dann sollte dies kein Problem sein.
Ich würde meinen das hängt von den Regeln des jeweiligen Netzbetreibers ab. Es gibt welche, bei denen die Regel "Plombe auf? Anpassung auf aktuelle Normen!" gilt! Die Begeisterung, für den Einbau einer zusätzlichen Steckdose Zähleranlage und Wohnungszuleitung zu erneuern, dürfte enden wollend sein. Umgekehrt kenne ich eine Anlage, bei der 2012 ein Zähler und dafür der Vorzählerverteiler erneuert wurden. Da eine der Bestands-Zählerzuleitungen zu kurz war, öffnete der konzessionierte Fachbetrieb kurzerhand die Plombe dieses - eigentlich nicht betroffenen Zählers - und erneuerte die Zuleitung. Die Plombe fehlt bis heute, wurde nie bemängelt, obwohl der VNB eigentlich als sehr streng gilt. Die Anlage entsprach zum Zeitpunkt der Plombenöffnung definitiv nicht mehr den aktuellen Normen und Anschlussbedingungen (5x6 mm2 in die Wohnung, alter Blechkasten mit hinten offener Bakelittafel, Schloss des Zählerkastens mechanisch defekt).

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