Balkonsolaranlage pro Zählerplatz

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ThomasR
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Balkonsolaranlage pro Zählerplatz

Beitrag von ThomasR » Mittwoch 17. Juni 2020, 16:13

Was könnte gegen den Anschluß einer "steckerfertigen Kleinst PV Anlage" im Nachzählerbereich einer Wärmepumpe sprechen?

Ich habe mir eine solche PV Anlage als Grundlastversorgung im Haushaltstromzählerbereich verbaut, angemeldet und daraufhin einen neuen eHZ bekommen (statt des vorhandenen eHZ, der nur 5 Jahre auf dem Buckel hatte doh1)

Die Wärmepumpe hat nur 900Watt Aufnahmeleistung und hat (wohl deshalb) keine Fernabschaltung. Die integrierte Lüftungsanlage läuft auf demselben LS Block Tag und Nacht. Für die Abdeckung dieser Grundlast ist die zweite Kleinst PV vorgesehen. Auch hier ist ein eHZ verbaut.

Die Anwendungsregel und der Versorger spezifizieren "eine Kleinst PV je Zähler". Gemeint war vermutlich ein Haushaltsstromzähler....

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Wulff
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Re: Balkonsolaranlage pro Zählerplatz

Beitrag von Wulff » Mittwoch 17. Juni 2020, 17:41

Irgendwie habe ich deine Frage nicht ganz verstanden.... help1

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Thommy62
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Re: Balkonsolaranlage pro Zählerplatz

Beitrag von Thommy62 » Donnerstag 18. Juni 2020, 07:08

...vielleicht ist der neue eHZ anders " ausgestattet"konnte der alte eHz schon 2 richtungen zählen?, deshalb der Wechsel. mit 5 Jahren steht er eh kurz vor dem Turnuswechsel.

Elo-Ocho
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Re: Balkonsolaranlage pro Zählerplatz

Beitrag von Elo-Ocho » Donnerstag 18. Juni 2020, 08:28

Hallo Thomas,

der WP-Strom wird doch deutlich billiger sein, als der Normaltarif, oder?

Macht dann die Kleinst-PV Anlage ökonomisch noch Sinn, oder geht es da ehr ums ökologische?

Gruß,

Ocho
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ThomasR
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Re: Balkonsolaranlage pro Zählerplatz

Beitrag von ThomasR » Donnerstag 18. Juni 2020, 11:43

Der WP Strom ist tatsächlich nur wenige Cent pro kWh günstiger, dafür ist der Solarertrag aber umsonst. Bei einer Balkonanlage mit 600Wp kann man im Jahresmittel mit 100 Watt dauernd rechen. Also an 365 Tagen für ca. 8 Stunden 100 Watt Leistung. Im Jahr also etwa 300kWh. Das macht bei 0,25€/kWh eine Einsparung von € 75/Jahr. Bei einem Kaufpreis von ca. € 500 ergibt das eine Amortisationszeit von ca. 7 Jahren. Und das ist sehr schlecht gerechnet, es soll erheblich bessere Solarerträge geben und die Strompreise ja eher steigen. Ob das nun ökologisch oder ökonomisch sinnvoll ist bleibt jedem selbst zu beurteilen.

Tatsächlich muß aber dieser Strom auch wirklich selbst verbraucht werden (können) um diese Ersparnis auch zu erzielen. Bei einer ständig laufenden Lüftungsanlage ist das überwiegend gegeben, zumal in meinem Fall noch die Versorgung weiterer (WP und Lüftungs)Steuerungen daran hängt.

Nun ist in einem WP Stromkreis eigentlich keine "Steckdose" vorhanden über die man einspeisen könnte. Als Elektriker ist mir diese Anschlußtechnik eh zuwider und die Anlagen sind fest angeschlossen, direkt in der UV mit eigener Zuleitung und Absicherung. Genau das könnte mir aber "auf die Füße fallen" wenn der Versorger anfängt nachzudenken: keine Steckdose = unerlaubter Anschluß

Gewöhnliche eHZ sind immer rücklaufgesperrt und über alle Phasen saldierend. Mir ist daher unbegreiflich, warum der alte Zähler getauscht wurde.

Ich würde gern über eure Erfahrungen mit Versorgern zu diesem Thema hören, danke!

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