Welcher Schrank für E-Fahrzeuglader?

In dieses Forum gehört alles, was sich mit dem Titel vereinbaren lässt
Antworten
ThomasR
Null-Leiter
Beiträge: 869
Registriert: Sonntag 27. März 2005, 01:20
Wohnort: Nideggen
Kontaktdaten:

Welcher Schrank für E-Fahrzeuglader?

Beitrag von ThomasR » Donnerstag 7. März 2019, 13:03

Aufgabenstellung:

Zuleitung in NYY 50mm²oder 70mm² mit 250 A abgesichert in einen außen aufgestellten Verteiler. Aus diesem sollen bis zu 10 Ladestationen mit je 22kW per Erdkabel versorgt werden können (NYY 5x6mm²). Die Ladestationen werden wohl keinen RCD enthalten. Eine Ladestation übernimmt die Laststeuerung (nicht alle gleichzeitig mit voller Leistung)

Welche Schrankfamilie wäre dafür geeignet? Es müssen neben den Sammelschienen für jeden Abgang ein RCD und ein 3-poliges Neozed/LS vorgesehen werden, möglichst kompakt und simpel erweiterbar (zuerst nur zwei Lader, dann evtl. mehr; Reihenklemmen im Abgang wären gut) Das ganze noch in "schön", weil vor einem repräsentativen Verwaltungsbau.....

Benutzeravatar
Tobi P.
Beiträge: 1622
Registriert: Sonntag 18. November 2007, 13:46
Wohnort: 41516 Grevenbroich

Re: Welcher Schrank für E-Fahrzeuglader?

Beitrag von Tobi P. » Donnerstag 7. März 2019, 17:48

Moin,

die angegebenen Querschnitte kommen mir für 250A ziemlich dünn vor - ist das gerechnet worden? Falls ja würde ich empfehlen noch mal nachzurechnen, aus dem Bauch raus schätze ich das eher auf 120-150mm².

Ansonsten: Was ist gewünscht? Edelstahlausführung oder schnöder GFK-Schrank? Ich setze bei sowas eigentlich immer auf Kabelverteilerschränke von Jean-Müller mit entsprechenden Einbaumodulen. Die Module können beliebig konfiguriert werden und müssen nur auf das Sammelschienensystem im Schrank gesetzt werden. Für die verbleibenden Einbauplätze gibts Leerfeldabdeckungen die bei Bedarf einfach gegen weitere Einbaumodule getauscht werden können. Einspeisung kann über mit Trennmessern bestückten NH-Trenner auf der Sammelschiene erfolgen. Unter dem Stichwort "Marktplatzverteiler" bzw. "Festplatzverteiler" solltest du eigentlich schon einiges finden.


Gruß Tobi

Benutzeravatar
Wulff
Null-Leiter
Beiträge: 424
Registriert: Freitag 2. Mai 2014, 17:34

Re: Welcher Schrank für E-Fahrzeuglader?

Beitrag von Wulff » Donnerstag 7. März 2019, 17:53

Bei GFK gibt es auch GSAB, die bauen auch alles nach Wunsch.

Ich stimme Tobi im übrigen zu. 250A mit 70qmm?

Soll die Kabeltrasse im Winter eisfrei gehalten werden?🙄

Elo-Ocho
Null-Leiter
Beiträge: 680
Registriert: Mittwoch 16. Juli 2014, 14:27
Wohnort: Münsterland

Re: Welcher Schrank für E-Fahrzeuglader?

Beitrag von Elo-Ocho » Freitag 8. März 2019, 08:52

Moinsen, Werbung!

Wie wäre es unter der Erde?

https://langmatz.de/produktgruppe/unter ... verteiler/

https://www.mtechnic.de/produkte/unterf ... ector-800/

https://www.moser-systemelektrik.de/mos ... chnik.html

Ich selbst würde für die 250 A Zuleitung ehr NAYCWY nehmen, ist aber Geschmackssache und hängt von vielen Faktoren ab...

Strombelastbarkeit von Erdkabeln (Herstellerlink)

http://www.bayerische-kabelwerke.de/Inf ... rkeit_PVC/

Ocho
Immer wenn ich Langweile habe, dann melde ich mich in einem Eltern-Forum an und Frage, wie weit man den Schimmel im Pausenbrot der Kinder wegschneiden sollte...

ThomasR
Null-Leiter
Beiträge: 869
Registriert: Sonntag 27. März 2005, 01:20
Wohnort: Nideggen
Kontaktdaten:

Re: Welcher Schrank für E-Fahrzeuglader?

Beitrag von ThomasR » Freitag 8. März 2019, 13:52

Vielen Dank für die Links zu den Unterflurverteilern! Das wäre vermutlich das richtige gegen die Bedenken unserer Geschäftsleitung.....

Die 250A sind der max. Aufdruck der NH1 Trenner, da habe ich wohl etwas verwechselt :o

Mit dem angedachten Lastmanagement wird das eher auf 125A tatsächlicher Absicherung hinauslaufen, daher die 50/70mm².

Benutzeravatar
Elt-Onkel
Null-Leiter
Beiträge: 5650
Registriert: Donnerstag 25. März 2004, 01:08
Kontaktdaten:

Re: Welcher Schrank für E-Fahrzeuglader?

Beitrag von Elt-Onkel » Freitag 8. März 2019, 18:04

Hallo,

solche (Standard)Unterflurverteiler wollte man auch auf der Außenfläche eines Museums in WOB haben.

Im Endergebnis ist es gescheitert, weil das Problem der Überflutung nicht zu lösen war.

Ich habe dann Einbaukästen aus CrNi-Stahl konstruiert.

Merkmale:
- Druckwasserdichte Kabeleinführungen
- Längswasserdichte, und gasdruckdichte Kabel
- Verschraubte Deckel
- 40 to LKW überfahrbar
- Überdruckfüllung mit Stickstoff

Nur damit konnte eine Elektrische Betriebssicherheit gewährleistet werden.

Ich meine, die Ingenieurkosten für die Entwicklung lagen damals so bei etwa 20'000,- EUR.

Die Zeichnungen gibt es noch.
Man könnte weitere Kästen nauen.
Allerdings braucht man eine Stahlbaufirma, die 20 mm CrNi-Stahlplatten fräsen kann.
Für die Dichtungsnuten sind Toleranzen von 2/10 mm einzuhalten.


...

Antworten