Fragen zu einer US Maschine in Deutschland

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Elt-Onkel
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Re: Fragen zu einer US Maschine in Deutschland

Beitrag von Elt-Onkel » Mittwoch 13. März 2019, 11:01

Hallo,
ThomasR hat geschrieben:
Mittwoch 13. März 2019, 09:40
Diese Brücke (und alle anderen "Potentialausgleiche") wurde auch vom Gutachter bemängelt.
Das ist doch wohl eine schmeichelhafte Umschreibung des fehlerhaften Auslegens und fehlerhaften Verdrahtens
einer PE-Klemme bei einem 400 Ampere-Anschluß.

...

ego11
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Re: Fragen zu einer US Maschine in Deutschland

Beitrag von ego11 » Mittwoch 13. März 2019, 21:16

Wo ist das Problem?
Brücke entfernen, Klemme nach oben drehen und fertig?
Zumindest dem Bild nach hat sie mindestens den halben Querschnitt wie die N-Klemme, also sollte das passen.

ThomasR
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Re: Fragen zu einer US Maschine in Deutschland

Beitrag von ThomasR » Freitag 15. März 2019, 13:17

Auszüge aus dem Gutachten (original in Englisch):
  • Mehrere Brücken im Gerät PE-N
    Viele fehlende PE Verbindungen im Gerät
    Mangelhafte PE Verbindungen zum Gehäuse
    Verteilerklemme nach der 400A NH nur für 380A zugelassen
    Keine Daten über die verwendeten Leitungstypen
    Daher keine Beurteilung der Absicherungsstrategie möglich (zulässiger thermischer Kurzschlußstrom der Leitungen)
    Damit sind alle Zuleitungen zu den LS in Frage zu stellen
    Vielfach fehlender Berührungsschutz
    Handbuch fehlt
    etc.
Nun soll ein Angebot für die Umrüstung eingeholt und dem Lieferanten gegeben werden. Dann kann dieser entscheiden, wie er die Maschine in einen konformen Zustand bringen will.

Danke für euren Input!

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Elt-Onkel
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Re: Fragen zu einer US Maschine in Deutschland

Beitrag von Elt-Onkel » Freitag 15. März 2019, 13:24

Hallo,

etwas weiter oben hatte ich mal geschrieben:


"Diese Maschine erinnert mich so ein wenig an meinen Vater.
Immer wenn bei Bahlsen im Konzern Verpackungsmaschinen neu ankamen,
hat er die gesamte (Steuer)Elektrik ausbauen lassen.
(Damals gab es noch keine Elektronik.)
Ein Hannoversches Mittelständiges E-Unternehmen wurde dann beauftragt,
eine neue Steuerung herzustellen, und zu liefern.
Die war dann nach Bahlsen-Werknorm."


Mich würde ja mal die Frage nach den Vorsicherungen der LS interessieren.


...

ThomasR
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Re: Fragen zu einer US Maschine in Deutschland

Beitrag von ThomasR » Freitag 15. März 2019, 14:34

Soweit ich das verstanden habe, ist bei entsprechender Leitungsauslegung (Material der Umhüllung, nicht nur Querschnitt) eine Absicherung von z.B. 1,5mm² mit 400A in Reihe zu einem nachgeschalteten 16A LS ggf. möglich. Nur ist weder über die verwendeten Leitungen noch die LS etwas bekannt.

Da das aber nun auf einer gutachterlichen Ebene ausgetragen wird, kommen auch die ingenieurmäßigen Einzelbetrachtungen ins Spiel.

Die VDE gibt uns demnach nur dem Stand der Technik entsprechende, allgemeingültige Regeln an die Hand. Im speziellen darf man sehr wohl davon abweichen, muß das aber dann auch mit Berechnungen belegen können. Genau diese Berechnungen und die erforderlichen Daten (der Leitungen) fehlen aber. Wir "normalen" Elektriker tendieren alle zu einem Umbau auf die "bekannten" Normwerte.

Der US Lieferant hatte eine Beraterfirma in Frankreich beauftragt, den Bau (aus der Ferne) zu überwachen und auf CE zu prüfen. Es scheint aber, daß man die Zwischenergebnisse der Prüfung beim Lieferanten als reine "Empfehlungen" abgelegt hat :D

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Re: Fragen zu einer US Maschine in Deutschland

Beitrag von Elt-Onkel » Freitag 15. März 2019, 19:31

Hallo,

auch wenn es lästig ist:

Die Frage nach der Vorsicherung von blockierten LS ist bisher nicht beantwortet.

Bei 400 Ampere wird der 1,5 Quadrat zu Glühdraht.
Da spielt die Dicke der Umhüllung keine Rolle.



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Re: Fragen zu einer US Maschine in Deutschland

Beitrag von EIB-Nutzer » Freitag 15. März 2019, 20:38

Bei 400A ist 1,5mm² kein Glühdraht sonder die Vorsicherung hair1

MfG

Ralf

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Re: Fragen zu einer US Maschine in Deutschland

Beitrag von Elt-Onkel » Dienstag 28. Mai 2019, 10:08

Hallo,


nun sind wieder zwei Monate rum.

Gibt es Neuigkeiten ?



ThomasR
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Re: Fragen zu einer US Maschine in Deutschland

Beitrag von ThomasR » Dienstag 28. Mai 2019, 10:31

Hallo Elt-Onkel,

du hast doch den anderen thread gelesen :rolleyes:

Die Maschine steht und es wird munter gestritten. Dem Hersteller muß Gelegenheit zum Nachbessern gegeben werden, das nutzt der gerade weidlich aus.

Mail Mayer
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Re: Fragen zu einer US Maschine in Deutschland

Beitrag von Mail Mayer » Samstag 1. Juni 2019, 12:09

Elt-Onkel hat geschrieben:
Dienstag 12. März 2019, 22:47
Hallo,

mein Reden.

Und dann noch um dieses Konstrukt:

.
US_Maschine_1_Sternpunkt.jpg
...was ist an dem Konstrukt auszusetzen. Soweit man das erkennen kann ist die Hauptzuleitung ohne N. Also muss es irgendwo noch einen kleinen Trafo geben dessen Sternpunkt somit geerdet wird. Vermutlich sind es sogar nur 24V idee1
Denn soweit man das wiederum erkennen kann kommen die aus der Ecke mit den roten Einzeladern.

Die Innenverdrahtung ist typisch amerikanisch, man muss halt die Gleichzeitigkeit der Verbraucher und eines möglichen Fehlers bzw Überlast betrachten. Zudem ist die Innenverdrahtung selber kurzschlussfest.

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