Elektronischer Zähler auf altem Zählerplatz möglich?

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EIB-Nutzer
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Re: Elektronischer Zähler auf altem Zählerplatz möglich?

Beitrag von EIB-Nutzer » Mittwoch 2. Januar 2019, 22:50

Elt-Onkel hat geschrieben:
Mittwoch 2. Januar 2019, 17:01
Hallo,
...
In Wirklichkeit steht aber viel mehr dahinter.
Eine kleine Auswahl der Möglichkeiten:
...
Man kann die Art, Menge, und Fabrikat der benutzten Elektrogeräte fernauslesen.
Man kann Anschlüssen fernsperren.
...
Das Freut die Argen und ähnliche Behörden. Kann man doch

- Unkompliziert Feststellen ob der Leistungsempfänger allein ist und welche Geräte er Nutzt
- Mal eben kurz vor ein Feiertag die Leistungen sperren, das dem EVU mitteilen und schon bleibt über Ostern alles aus...auch der Milchkocher für den kleinen. Und da keine Vorbei kommen muß gibt es auch keine Stress mit dem Stombezieher.

MfG

Ralf

meisterglücklich
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Re: Elektronischer Zähler auf altem Zählerplatz möglich?

Beitrag von meisterglücklich » Donnerstag 3. Januar 2019, 12:43

Macht euch mal keinen Streß mit den Spionagemöglichkeiten der EHZ.
Die Netzbetreiber kaufen nur die "billigsten" Geräte, deren Leistungsumfang begrenzt ist und nur die Mindestanforderungen an den EHZ erfüllen. Es wird die elektrische Arbeit aufsummiert, der Verbrauch der Vorjahresperiode kann angezeigt werden, die aktuell abgeforderte Leistung ist anzeigbar. An diese Daten kommt man aktuell nur direkt vor Ort heran. Wenn es ein MUC gibt (mir ist nicht bekannt, daß überhaupt irgendein Netzbetreiber sowas nutzt), dann können diese Daten auch über die optische Schnittstelle fernausgelesen werden. 96h-Zähler mit GSM- oder Wählverbindung übertragen das Lastprofil zu Abrechnungszwecken. Fernabschaltbarkeit war mal so eine Idee, aber da bräuchte man noch eine Wirkverbindung vom EHZ auf eine Schalteinrichtung im Vorzählerbereich, z.B. ein Schütz (das muß ja auch 63A abkönnen), ich habe noch keins verbaut und normalerweise gibt es sowas nur in Einspeiseanlagen, dann aber um die Einspeisung abzuschalten und nicht den Bezug.

IH-Elektriker
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Re: Elektronischer Zähler auf altem Zählerplatz möglich?

Beitrag von IH-Elektriker » Donnerstag 3. Januar 2019, 12:51

Ich habe vor einiger Zeit einen neuen elektronischen Zähler von meinem Energieversorger erhalten. Der alte war „fällig“ zum regelmäßigen Tausch.

Das verbaute Modell ist ziemlich unkommunikativ, ich kann ihm via Blinkcodes mit einer Taschenlampe steuern. Direkte Anbindung an’s Netzwerk – Fehlanzeige. Ich muss inzwischen das Ding selbst ablesen und den Wert an den Energieversorger rückmelden. Wenigstens verschickt der jetzt Briefe mit einem QR-Code für jeden Zähler (Gas, Strom, Wasser) so das ich nur noch Zählerwerte melden muss – und keine Zählernummern mehr. Vorausgesetzt ich lese quasi mit dem Smartphone ab ;)

Angst vor Spionage habe ich da nicht – ich würde merken wenn jemand im bzw. vor dem (offenen) Zählerschrank sitzen würde um ich auszuspionieren :D

networker83
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Re: Elektronischer Zähler auf altem Zählerplatz möglich?

Beitrag von networker83 » Donnerstag 3. Januar 2019, 14:53

Ohne das "Smart Meter Gateway" ist doch keine Kommunikation zum Energieversorger bzw. sonst wo hin möglich. Und dies muss erst ab einem durchschnittlichen Jahresverbrauch über 6.000 kWh (über die letzten 3 Jahre gemittelt) verbaut werden.

Außer dass der EHZ jetzt digital zählt sehe ich keinen Unterschied zum alten analogen Ferraris-Zähler.

ego11
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Re: Elektronischer Zähler auf altem Zählerplatz möglich?

Beitrag von ego11 » Donnerstag 3. Januar 2019, 17:16

Der gravierenste unterschied des eHz zum Ferraris bzw. jedem anderem Dreipunktzähler ist die befestigung über Steckkontakte.

Trumbaschl
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Re: Elektronischer Zähler auf altem Zählerplatz möglich?

Beitrag von Trumbaschl » Montag 7. Januar 2019, 15:09

Wobei diverse Netzbetreiber seit geraumer Zeit für Dreipunkt-Zähler Steckleisten vorschreiben, mit denen u.a. der Zähler unterbrechungsfrei gewechselt werden kann.

Ich bin echt heftig neugierig wie bei der in Wien aktuellen Umrüstung mit Zähleranlagen von vor etwa 1960 umgegangen wird, wo der Dreipunkt-Zähler noch auf einer Norm-Holzplatte mit Brandstempel des Stromversorgers sitzt. Bei MFHs gab es in Wien noch bis mindestens 1970 Zählermontage auf Spanplatte, bei Einzelzählern ab den 60ern Bakelit-Zählertafeln. Erst seit 2013 sind Zählerkästen bei Umbauten im Bestand verbindlich vorgeschrieben, wobei die AP-Variante de facto eine etwas dickere (70 mm) Zählertafel mit Rückwand ist. Bis zu dieser Änderung bekam man auch noch Wechselstromzähler mit 3x6 mm2, inzwischen sind es 3x10. Wiener Netze ist meines Wissens der letzte NB des Landes, der noch einphasige Wechselstromanschlüsse anbietet.

ThomasR
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Re: Elektronischer Zähler auf altem Zählerplatz möglich?

Beitrag von ThomasR » Donnerstag 10. Januar 2019, 11:08

Ein Kollege zeigt jedem auf seinem Smartphone den gerade aktuellen Verbrauch in seinem EFH. Das läuft über eine von ihm selbst initiierte Verbindung über die hintere optische Schnittstelle des eHZ auf einen Umsetzer im oberen Anschlußraum. Von dort per CAT Leitung zum Router/Switch. Hat ihm alles der Versorger kostenlos eingebaut (außer der Router/Internetverbindung)

Angeblich hat er bereits ein Angebot seines Stromlieferanten über Spülmaschinentabs bekommen, weil er gemäß Lastgangprofil ja eine Wirlpool Spülmascine vom Typ xyz betreibe 8o

Er findet so etwas cool, ich wende mich mit Grausen no:

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