RCD in/an Sicherungskasten Steckdose

In dieses Forum gehört alles, was sich mit dem Titel vereinbaren lässt
Probator
Null-Leiter
Beiträge: 290
Registriert: Montag 19. September 2016, 15:15

Re: RCD in/an Sicherungskasten Steckdose

Beitrag von Probator » Dienstag 28. August 2018, 20:39

Meine Meinung dazu ist:
Ist die Steckdose nur mit Werkzeug (z.B. Schaltschrankschlüssel) zugänglich, ist sie nicht laienbedienbar und damit muss sie keinen FI haben.

Andererseits: Bei Neuerrichtung und größeren Umbauten spricht bei der heutigen Verfügbarkeit von FI/LS und deren geringen Preis wenig dagegen, auch da einen Fi vorzusehen. Bestand nachrüsten würde ich nicht.
Strippe-HH hat geschrieben:
Dienstag 28. August 2018, 18:45
..., halte ich den RCD dafür schon als notwendig zumal diese Steckdosen ja auch in dem Moment laienbedienbar sind wo der Hausmeister dem Handwerker die UV öffnet.
Klingt in meinen Augen reichlich konstruiert bzw. unwahrscheinlich.

Der übliche Laie wird sich lange vorher eine andere Steckdose an der Wand gesucht und eine Kabeltrommel ausgerollt haben, bevor er auf die Idee kommt, auch mal im Verteiler nachzusehen.

Auch ohne Werkzeug:
Der Hausmeister hat an der UV genausowenig zu suchen wie Fliesenleger, Schreiner und sonstige elektrofachfremde Gewerke.
Ist es in der eigenen Firma der Hausmeister erfahrungsgemäß ein "Universalgelehrter", zuständig (seiner Meinung nach! :D ) selbstverständlich auch für Elektrobelange, schadet der FI auch an der Stelle nicht.

Olaf S-H
Beiträge: 12537
Registriert: Montag 10. Januar 2005, 23:57

Re: RCD in/an Sicherungskasten Steckdose

Beitrag von Olaf S-H » Dienstag 28. August 2018, 20:56

Moin IH-Elektriker,

SK2 ist nur für den Zählerschrank vorgegeben (VDE-AR-4101:2015-09, Abschnitt 3.1.22).

Gruß Olaf
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, BekBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden. Die Nennung von Fundstellen in Regelwerken stellt keine Rechtsberatung sondern nur die Sichtweise des Verfassers dar.
vde1
Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794

Olaf S-H
Beiträge: 12537
Registriert: Montag 10. Januar 2005, 23:57

Re: RCD in/an Sicherungskasten Steckdose

Beitrag von Olaf S-H » Dienstag 28. August 2018, 20:57

EIB-Nutzer hat geschrieben:
Montag 27. August 2018, 01:59
... wird Normalerweise nicht durch Laien bedient ...
Moin EIB-Nutzer,

wie soll dies sichergestellt werden?

Gruß Olaf
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, BekBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden. Die Nennung von Fundstellen in Regelwerken stellt keine Rechtsberatung sondern nur die Sichtweise des Verfassers dar.
vde1
Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794

Olaf S-H
Beiträge: 12537
Registriert: Montag 10. Januar 2005, 23:57

Re: RCD in/an Sicherungskasten Steckdose

Beitrag von Olaf S-H » Dienstag 28. August 2018, 20:58

IH-Elektriker hat geschrieben:
Montag 27. August 2018, 12:52
... Elektriker sind gegenteilig der landläufigen Mei9nung nicht spannungsfest bis 1000V sondern gehen genauso kaputt wenn man sie dauerhaft 230V aussetzt wie der Rest der Bevölkerung ;) ...
Moin IH-Elektriker,

dd1 dd1 dd1

Gruß Olaf
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, BekBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden. Die Nennung von Fundstellen in Regelwerken stellt keine Rechtsberatung sondern nur die Sichtweise des Verfassers dar.
vde1
Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794

EIB-Nutzer
Null-Leiter
Beiträge: 519
Registriert: Samstag 18. Februar 2006, 18:35
Wohnort: Düsseldorf
Kontaktdaten:

Re: RCD in/an Sicherungskasten Steckdose

Beitrag von EIB-Nutzer » Dienstag 28. August 2018, 22:27

Ok, dann kommt da ein Fi hin.

Der Fi ist auch vorhanden, bzw. einer mehr oder weniger spielt da keine rolle.

MfG

Ralf

PS: @IH-Elektriker, bei uns waren damals nur 220V gefordert :D

IH-Elektriker
Null-Leiter
Beiträge: 1198
Registriert: Mittwoch 9. Januar 2013, 11:18

Re: RCD in/an Sicherungskasten Steckdose

Beitrag von IH-Elektriker » Mittwoch 29. August 2018, 12:03

EIB-Nutzer hat geschrieben:
Dienstag 28. August 2018, 22:27
PS: @IH-Elektriker, bei uns waren damals nur 220V gefordert :D
Tja, die Anforderungen an Fachkräfte werden halt einfach immer höher..... PV-Systeme mit höheren Spannungen, Elektromobilität und so.... :D

Spaß beiseite, gerade unter den Elektrikern finden sich viele Kollegen die sich für unfehlbar und vor allem unverwundbar halten. Bin doch Fachmann, mir passiert nix, ich weiß ja wo ich hinlange und so....dabei reicht's einmal wenn der Blitz aus'm Verteilerschrank zubeißt ;)

Darum sollte uns eigentlich das eigene Leben und das der Fachkollegen genau einen RCBO wert sein - das in einen Verteiler nur Fachleute langen und die ja wüssten wie sie mit Strom umzugehen haben ist für mich eher eine faule Ausrede als ein Grund keinen RCBO zu verbauen !

karo1170
Null-Leiter
Beiträge: 309
Registriert: Montag 31. März 2014, 11:26
Wohnort: Sachsen/Erzgebirge

Re: RCD in/an Sicherungskasten Steckdose

Beitrag von karo1170 » Mittwoch 29. August 2018, 13:29

IH-Elektriker hat geschrieben:
Mittwoch 29. August 2018, 12:03
Spaß beiseite, gerade unter den Elektrikern finden sich viele Kollegen die sich für unfehlbar und vor allem unverwundbar halten. Bin doch Fachmann, mir passiert nix, ich weiß ja wo ich hinlange und so....dabei reicht's einmal wenn der Blitz aus'm Verteilerschrank zubeißt ;)

Darum sollte uns eigentlich das eigene Leben und das der Fachkollegen genau einen RCBO wert sein - das in einen Verteiler nur Fachleute langen und die ja wüssten wie sie mit Strom umzugehen haben ist für mich eher eine faule Ausrede als ein Grund keinen RCBO zu verbauen !
Hmm, wenn man an jeder Ecke darauf hingewiesen wird, das viele Tätigkeiten im Umfeld der Elektrotechnik nur durch eine "Elektrofachkraft" ausgeübt werden dürfen, auf Grund der damit verbundenen Gefahren und andererseits daraufhingewiesen wird, das diese EFK vor dem Gefahren ihres (ureigenen) Berufs genauso gut geschuetzt werden müsse, wie elektrotechnische Laien, dann ist das schon irgendwie bedenklich. Das draengt einen ja unwillkuerlich zur Frage, warum dann ein Laie nicht das gleiche machen darf, wie eine Fachkraft...

EIB-Nutzer
Null-Leiter
Beiträge: 519
Registriert: Samstag 18. Februar 2006, 18:35
Wohnort: Düsseldorf
Kontaktdaten:

Re: RCD in/an Sicherungskasten Steckdose

Beitrag von EIB-Nutzer » Mittwoch 29. August 2018, 14:04

Hallo,

Mancher Laie bemüht sich mehr die Forderungen und Regeln ein zu halten als manche Fachkraft.
In besondere im nicht-Neubau Bereich und dann noch bei privaten Kunden wird auch gerne sagen wir mal mit Fachwissen entsprechend dem Alter der Anlage gearbeitet. Wer billig ist bekommt halt Kunden, egal wie er murkst, muss nur laufen.

Das geht schon bei Fis los, fliegt das mehr als 1x ist der "Scheiß Fi Schalter" schuld, nicht das 3x geflickte Schrottgerät vom letzten Sperrmüll.

Viele halten die Regelungen ehre für einen Schutz der Einkünfte als für eine Sinnvolle Maßnahme. Ähnliches gilt auch für Gas, gerade bei Personen nicht europäischer Abstammung. Da kann man froh sein das Gas-Material nicht im Baumarkt erhältlich ist. Allerdings ist bei Gas die Fremdgefährdung auch sehr viel höher.

MfG

Ralf

ttwonder
Null-Leiter
Beiträge: 64
Registriert: Donnerstag 5. Januar 2017, 11:50
Wohnort: Saarlouis/Bonn

Re: RCD in/an Sicherungskasten Steckdose

Beitrag von ttwonder » Mittwoch 29. August 2018, 19:53

Probator hat geschrieben:
Dienstag 28. August 2018, 20:39
Auch ohne Werkzeug:
Der Hausmeister hat an der UV genausowenig zu suchen wie Fliesenleger, Schreiner und sonstige elektrofachfremde Gewerke.
N´Abend,

Das sehe ich nicht so. Eine UV sollte doch für Laien zugänglich und bedienbar sein. Man muss keine euP sein, um einen LS-Schalter oder einen RCD wieder einzuschalten.
---
Viele Grüße
Jörg

Olaf S-H
Beiträge: 12537
Registriert: Montag 10. Januar 2005, 23:57

Re: RCD in/an Sicherungskasten Steckdose

Beitrag von Olaf S-H » Mittwoch 29. August 2018, 21:44

karo1170 hat geschrieben:
Mittwoch 29. August 2018, 13:29
... Das draengt einen ja unwillkuerlich zur Frage, warum dann ein Laie nicht das gleiche machen darf, wie eine Fachkraft...
Moin Karo,

weil die Fachkraft aufgrund ihrer Erfahrungen und Kenntnisse wissen sollte, was sie tut. Das kann man vom Laien nicht erwarten.

Gruß Olaf
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, BekBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden. Die Nennung von Fundstellen in Regelwerken stellt keine Rechtsberatung sondern nur die Sichtweise des Verfassers dar.
vde1
Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794

Antworten