Betriebsspannung Isolationswächter für Generator

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ThomasR
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Re: Betriebsspannung Isolationswächter für Generator

Beitrag von ThomasR » Montag 5. November 2018, 12:38

Hast du da nicht sowieso einen RCD im Erzeuger? Tausche den gegen einen DFS4NA (HD Ausführung bis 60°C!) und lege den Bender in die Notauskette. Dann hast du wahlweise eine zuverlässige allpolige RCD Abschaltung ODER eine Isolationsüberwachung :cool:
Zuletzt geändert von ThomasR am Montag 5. November 2018, 16:32, insgesamt 1-mal geändert.

Selektiv
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Re: Betriebsspannung Isolationswächter für Generator

Beitrag von Selektiv » Montag 5. November 2018, 12:55

Nein RCD ist keiner verbaut, wäre sonst einfach zu realisieren. Aktuell ist der Erzeuger als DIN Gerät aufgebaut, will aber aus mehreren Gründen eine Abschaltung im Fehlerfall realisieren.

Probator
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Re: Betriebsspannung Isolationswächter für Generator

Beitrag von Probator » Montag 5. November 2018, 15:56

Selektiv hat geschrieben:
Montag 5. November 2018, 12:17
Ich will das Thema nochmal hochkramen. Hatte zuletzt ein Mietaggregat gesehen bei dem eine Isolationsüberwachung mit Abschaltung beim ersten Fehler über einen Arbeitsstromauslöser realisiert wurde, angebaut an den LS der Abgänge. Ist das ausreichend? Ich meine jetzt in Bezug auf Drahtbruch usw. da dann ja auch keine Abschaltung mehr erfolgt.
Solchen Murks habe ich in der freien Wildbahn schon öfter gesehen und möchte davon absolut abraten! Bei Prüfungen kam bei diversen Geräten raus, dass überhaupt nichts abgeschaltet hat, obwohl der Isowächter kräftig am blinken und pfeifen war. Auf der Baustelle hört das kein Mensch!

Die Abschaltung vom Iso-Wächter MUSS meiner Meinung nach über einen Öffnerkontakt erfolgen, damit bei Drahtbruch eine Abschaltung erfolgt.
Dann hast du wahlweise eine zuverlässige allpolige RCD Abschaltung UND eine Isolationsüberwachung
Sofern wir über einen RCD vor allen Steckdosen sprechen:
Das ergibt keinen Sinn.
- Entweder ungeerdeter Stromerzeuger mit Iso-Wächter
- oder geerdeter Stromerzeuger mit RCD

RCD und Isowächter zusammen in einem Stromerzeuger funktioniert nur bei schutzgetrennten/ungeerdeten Stromerzeugern, wenn vor jeder einzelnen Steckdose ein RCD sitzt.

ThomasR
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Re: Betriebsspannung Isolationswächter für Generator

Beitrag von ThomasR » Montag 5. November 2018, 16:32

Probator: Recht hast du, es sollte besser ODER heißen!

Der Döpke RCD ist als allpoliger Trenner zugelassen und sein Not-Aus Kreis ist drahtbruchüberwacht (der Bender muß also ein Öffner sein). Das Ding ist zwar nicht für diesen Zweck entwickelt, würde aber möglicherweise trotzdem die gewünschten Funktionen haben.

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Re: Betriebsspannung Isolationswächter für Generator

Beitrag von Elt-Onkel » Montag 5. November 2018, 17:00

Hallo,

dafür hat Bender ein schönes Bild.


IT_System_Arbeitsstromauslöser.jpg

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Re: Betriebsspannung Isolationswächter für Generator

Beitrag von Elt-Onkel » Montag 5. November 2018, 17:05

Hallo,

und noch der Schaltplan vom Doepke DFS 4 NA :

Doepke_DFS_4_NA_Schaltplan.jpg

Selektiv
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Re: Betriebsspannung Isolationswächter für Generator

Beitrag von Selektiv » Montag 5. November 2018, 17:16

Probator hat geschrieben:
Montag 5. November 2018, 15:56
Selektiv hat geschrieben:
Montag 5. November 2018, 12:17
Ich will das Thema nochmal hochkramen. Hatte zuletzt ein Mietaggregat gesehen bei dem eine Isolationsüberwachung mit Abschaltung beim ersten Fehler über einen Arbeitsstromauslöser realisiert wurde, angebaut an den LS der Abgänge. Ist das ausreichend? Ich meine jetzt in Bezug auf Drahtbruch usw. da dann ja auch keine Abschaltung mehr erfolgt.
Solchen Murks habe ich in der freien Wildbahn schon öfter gesehen und möchte davon absolut abraten! Bei Prüfungen kam bei diversen Geräten raus, dass überhaupt nichts abgeschaltet hat, obwohl der Isowächter kräftig am blinken und pfeifen war. Auf der Baustelle hört das kein Mensch!

Die Abschaltung vom Iso-Wächter MUSS meiner Meinung nach über einen Öffnerkontakt erfolgen, damit bei Drahtbruch eine Abschaltung erfolgt.

Ganz sauber ist die Lösung sicher nicht, war aber von einem Maschinenverleiher der deutschlandweit tätig ist.

Nachteil an der Unterspannungslösung ist dass nach jedem Start des Erzeugers der LS oder RCD Schalter betätigt werden muss. Auch macht mir dann der 4 polige Leitungsschutzschalter sorgen da der ja keinen voreilenden Neutralleiter Pfad hat. Beim Einschalter wenn es nicht zügig geschieht kann es dann schnell zu einer Sternpunktverschiebung kommen. Leider haben nicht alle LS Hersteller einen Sprungkontakt, sprich man kann den eingebauten LS sanft einschalten. Anderseits kann man bei einer Abschaltung beim ersten Fehler und nur einem 16A Drehstromabgang ja auch einen 3+N LS einsetzen da es zu keinem zweiten Erdschluss kommen kann, oder habe ich einen Denkfehler? In den Erzeuger passt vom Platz leider kein Leistungsschalter mit Motorantrieb...

Wie bewertet ihr denn die Lösung von Bender mit dem Schütz?
Link auf Seite 115
Die Frage ist ob die Abschaltung bei einem Isolationsfehler als Trennen oder Schalten definiert wird. Habe leider in der DIN VDE 0100-530 (VDE 0100-530):2018-06 nichts dazu gefunden.

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Re: Betriebsspannung Isolationswächter für Generator

Beitrag von Probator » Montag 5. November 2018, 19:52

Wie bewertet ihr denn die Lösung von Bender mit dem Schütz?
Ganz so überzeugt bin ich davon nicht. Warum?
- Ohne Erdspieß erkennt der Isowächter bei SKII-Geräten nicht, wenn ein Gerät ins Wasser fällt oder anderweitig "versehentlich geerdet" wird (Erstfehler).
- Bei SKII-Geräten muss es erst zum Stromschlag kommen, bevor der Isowächter reagieren kann. Das träfe für den FI und im TN-Netz aber auch zu. Meine Bedenken: der Isowächter braucht zum Abschalten (meines Wissens) 1-2 Sekunden. Bisschen lang im Vergleich zum FI.

Sind aber alles recht akademische Überlegungen und mir fällt auch nix ein, wie man das besser machen könnte.

Meiner Meinung nach ist die beste/sicherste Variante, vor jede Steckdose einen FI zu schalten. Ist aber weder die günstigste, noch bei alten Generatoren aus Platzgründen umsetzbar.

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Re: Betriebsspannung Isolationswächter für Generator

Beitrag von Elt-Onkel » Montag 5. November 2018, 22:51

Hallo,
Probator hat geschrieben:
Montag 5. November 2018, 19:52

Meiner Meinung nach ist die beste/sicherste Variante, vor jede Steckdose einen FI zu schalten. Ist aber weder die günstigste, noch bei alten Generatoren aus Platzgründen umsetzbar.
Eben.

In meinem Bürocontainer habe ich 38 Steckdosen / Verbrauchsstellen.

Da müsste ich ja 38 x 3 TE einkalkulieren.

Mit 114 TE wären das über 2 Meter !

Dann doch lieber den Doepke und den ISO-Wächter.

Schlimmer finde ich, daß in den Wohnwagen-Gazetten geschrieben wird,
man möge doch EINEN RCD nach WR/Stromerzeuger anbauen.
Danach dann eine E-Verteilung, wie zuhause im Flur.

Was kostet eigentlich so ein DFS 4 NA ?

...

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Re: Betriebsspannung Isolationswächter für Generator

Beitrag von Selektiv » Dienstag 6. November 2018, 18:03

Der Doepke DFS 4 NA 40/0,03A kostet im Internet um die 185€ Brutto...

Aber dann wäre ein normaler RCD mit angebauten Unterspannungsauslöser wesentlich günstiger. Oder einen Leistungsschalter, kann man auch einen Auslöser dran bauen. Habe gerade gesehen dass es die bei Doepke auch als normalen REG für DIN Schiene gibt, kompatibel für Verteiler.

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