Verlängerungskabel geschützt verlegen?

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michaelz
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Verlängerungskabel geschützt verlegen?

Beitrag von michaelz » Montag 13. November 2017, 21:16

Holdriho, ich endlich mal wieder.

Ich muss in eine andere Halle umziehen. Nachdem ich vor ein paar Jahren ja alles renoviert und neu verkabelt habe wird die jetzt als Abriss verkauft :schimpf:

Die neue Halle ist dafür statt in Minden dann aber nur 1km bei mir durchs Dorf entfernt dance1

Nun ist die alte Elektrik dieser Halle mal stillgelegt worden weil die Versicherung genörgelt hat. Ich schätze die Elektrik ist so um 60er oder 70er Jahre. Viele Unterverteilungen alles mit Schmelzsicherungen. Sieht schon rustikal aus.

Da wurde eine neue Verteilung installiert und da sind halt zwei CEE-Dosen mit 16 und 32 A und ein paar 230V Steckdosen. Leider keine weiteren.

Mein gemieteter Platz ist aber 45m davon durch die Halle entfernt.

Ich hätt ja nen Elektriker gerufen damit der mir eine feste Dose bei mir in der Ecke installiert. Aber man ist da penibel und so kann ich da niemand an die Elektrik dranschicken. So ist also ein Verlängerungskabel nötig.

Nu hab ich ein paar Umrechner bedient und komme mit 50m, 2 Prozent Verlust, 0,8 cos phi, 400V und max. 9kw dran (9kw Heizlüfter) auf 2,5qmm Querschnitt. Soweit wohl okay.

Die Frage ist wie ich das Kabel etwas geschützt verlegen kann. Ich könnt ein PU-Kabel (IP55 H07BQ-F 5x2,5 Menneckes) in der Ecke unten an der Wand hinlegen aber wenn da mal jemand der anderen Leute was in die Ecke knallt ist das dennoch etwas doof. Da läuft eine alte Druckluftleitung an der Wand und darüber sind noch alte offene (geteilte) Metallschellen wo vermutlich auch mal ein Rohr drin war. Ich könnte da das Kabel entweder an dem Rohr festzurren oder durch diese Metallschellen durchführen. Oder einen einfachen Kabelkanal mit Deckel (son einfachen wie den):
https://www.elektro-gaertner.de/Leitung ... gIrq_D_BwE
um das Kabel drummachen und den Kanal dann da festzurren damit es halt Stoßgeschützt ist undso.

Große Frage... Darf ma das bei einem Verlängerungsskabel überhaupt??? Ist das eine quasi feste Verlegung??
Müsst ich Klettkabelbinder nehmen wenn ich das irgendwie festzurren will?

Bin da bissele ratlos und konnte dazu noch nichts finden.
Zuletzt geändert von michaelz am Montag 13. November 2017, 21:44, insgesamt 2-mal geändert.

michaelz
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Re: Verlängerungskabel geschützt verlegen?

Beitrag von michaelz » Montag 13. November 2017, 21:38

Kleiner Hint als Extra...

Ich muss noch einen Zwischenzähler anbringen da ich in der Halle der einzige bin der regelmässig Strom braucht, die anderen sind maximal einmal im Monat kurz da. Da stehen ansonsten hauptsächlich Wohnwagen unter.

Da kommen also nochmal zwei Steckverbindungen hinzu. Also am Zwischenzähler rein und wieder raus. So viele Steckverbindungen zusammen mit der Leitungslänge find ich relativ unschön.

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Elt-Onkel
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Re: Verlängerungskabel geschützt verlegen?

Beitrag von Elt-Onkel » Montag 13. November 2017, 21:49

Hallo,

9 kW rein symmetrische Last mit einem Ohm'schen Verbraucher.

Ich glaube, das wird ein Traum bleiben.

Wenn dann einer nur Zeitung liest, mag das klappen.
Aber da kommen dann bestimmt noch andere Wünsche auf.
Dann noch ein paar Frequenzumformer, und schwupps kommt noch ein Oberwellenanteil auf den N.

Ich würde eine 'Baustellenverkabelung' bevorzugen.
Ein Polyurethankabel 5G6 an der CEE-32A-Steckdose.

...

michaelz
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Re: Verlängerungskabel geschützt verlegen?

Beitrag von michaelz » Montag 13. November 2017, 22:06

Ja nee, das ist ja für MICH. Das ist keine Verlegung die ich für jemand mache wo ich nicht weiß was drankommt und welche Wünsche dazukommen.

Der größte Verbraucher ist ein 9kw Heizlüfter für den Winter das ich mal etwas Füße aufwärmen kann zwischendurch.
Ansonsten ein Kemppi Mig/Mag Schweißgerät, ein 3kw Kompressor, die laufen natürlich immer nur kurzzeitig im Gegensatz zum Heizlüfter der auch mal ne Stunde oder zwei laufen wird. Klar das Schweißgerät ist natürlich auch ein Umrichter eigentlich. Ein zwei LED-Strahler werd ich ab und zu auch brauchen und die üblichen Elektrowerkzeuge halt von Flex bis Exzenterschleifer undso. Was man so in der Werkstatt hat.

Ich habe einen grösseren PCE-Verteiler mit 16A-Anschluss, FI und Schutzschaltern, 230V Steckdosen (ähm...6 Stück und zwei weissen Feuchtgerätesteckdosen oder wie die heissen) und eben einem 400V 16A Ausgang. Darüber laufen alle Geräte, egal welche.

Was ist der Grund dafür das es ein Wunschtraum bleibt? Zum einen der Leitungsquerschnitt? Auf 5x4 würd ich noch gehen, 5x6 ist bissel brutal viel oder nicht? Und ich habe nichts mit 32A-Stecker was ich anschliessen könnte.

Wenn es rein um das Verlängerungskabel geht kann ich natürlich eins mit 32A-Anschluss nehmen. Aber wie komm ich da korrekt auf 16A-Anschluss runter für die Geräte undso? Diese überholten gebrauchten Zwischenzähler gibts ja mit 32A-Anschluss, entweder mit festen Dosen oder Kabelpeitsche, das wäre ja nicht das Ding. Aber von da muss ich ja dann den PCE-Verteiler anschliessen und der hat halt einen 16A Stecker. Darf man den am Ausgang einfach mit einem 16A-Stecker / Steckdose versehen auch wenn der einen 32A-Eingang hat?

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Elt-Onkel
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Re: Verlängerungskabel geschützt verlegen?

Beitrag von Elt-Onkel » Montag 13. November 2017, 22:19

Hallo,

na selbstverständlich, wenn man einen vernünftigen Baustromverteiler dazwischen montiert.

Ein 5G4-Kabel ist für 32er Steckdosen zu schmalbrüstig.
Ich weiß, daß es in eBay auch 2,5 mm² Kabel dazu gibt.
Das finde ich kriminell.

Ich habe ausschließlich 5G6 Kabel an 32er CEE-Steckern.

Im vorliegenden Fall würde ich einen Baustromverteiler (ggfs. mit Zählerplatz) besorgen,
und dort anschließen lassen.
Im Bereich der Werkstatt kann man dann weiter verteilen.

...

michaelz
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Re: Verlängerungskabel geschützt verlegen?

Beitrag von michaelz » Montag 13. November 2017, 22:43

Ja das wäre mir ja auch am liebsten, aber das wird mir nicht erlaubt. Da ist man wie gesagt sehr penibel und da darf niemand was fummeln. Meinen Zwischenzähler darf ich auch nur bei mir in der Ecke platzieren. Weil sonst ja jeder seinen Strom bei mir am Zähler abzapfen könnte weil der da so schön platziert ist und die ihre Ecken da in der Nähe haben. Meine Ecke ist ganz hinten in der Halle.

Ich hab leider auch in dem PCE-Verteiler keinen Platz mehr auf der Hutschiene für einen Zähler, wäre ja am elegantesten.

Aber vom Querschnitt wäre ein 16A 5x4 doch locker ausreichend bei der Leitungslänge?

32A mit 2,5 hab ich noch nicht gesehn, fänd ich auch etwas...mindestens gewagt.

Wenn es rein um den Widerstand geht der im Kabel aufkommt, ich kann ja auch ein 5x4 mit 16A Anschlüssen versehen. Kommt preislich aufs gleiche raus wie ein fertiges die es bei dem Querschnitt alle nur mit 32A-Stecker gibt. Dann hätte ich große Querschnitt mit 16A-Anschluss.

Wobei die Frage ist ob ich ein PUR-Kabel brauche wenn ich es in einem Kabelkanal entlanglege. Da müsste dann ja aufgrund des Schutzes auch ein Gummikabel oder PVC-Kabel reichen?

Ich mein der Preisunterschied ist auch ein bissel was wenn ich mich in den Fachshops umschaue. in 5x4 50m PUR als Ring 190 Euro und Gummi 140 Euro. In 5x6 für PUR 280 / Gummi 190 Euro.
Zuletzt geändert von michaelz am Montag 13. November 2017, 23:05, insgesamt 1-mal geändert.

Teletrabi
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Re: Verlängerungskabel geschützt verlegen?

Beitrag von Teletrabi » Montag 13. November 2017, 22:56

Moin,

da ihm aber kein baulicher Eingriff zusteht, kann man sich das phantasieren von Werkstattverteilung auch sparen.
Und warum aus 9 kW zwingend 22 werden sollen ist mir schleierhaft. Mehr als 16A gibt der Speuisepunkt doch augenscheinlich eh nicht her und

H07RN-F ist auch für feste Verlegung zulässig. Und bei PU sehe ich da nun auch kein Problem.
Lediglich jeweils die mechanische Flexibilität beachten. Also vernünftige Zugentlastung, auch nicht frei hängend spannen, aufpassen, dass niemand hinter die Schlaufen zwischen den Festpunkten harken kann bzw es als Wäscheleine missbraucht.
Idealerweise das ganze noch im Kunststoffrohr am Druckluftrohr anbindern. So, dass sich die Stöße nicht trennen können.
Eventuell zweiter FI für Licht, damit du nicht ganz im dunkeln vor laustrudelnden Maschinen stehst, falls deiner auslöst? (...oder LED-Baustrahler mit Akku)

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Re: Verlängerungskabel geschützt verlegen?

Beitrag von Elt-Onkel » Montag 13. November 2017, 23:08

Hallo,

Männer, ihr habt es nicht verstanden.

Ich plädiere für eine flexible Anschlußleitung über 45 Meter und das Aufstellen von einem Baustromverteiler.

Das 50 Meter 5G6-Kabel kann man ja irgendwo antüddeln.

Das ist in 5 Minuten abgewickelt und eingesteckt.

Im Baustromverteiler dann die LS für Beleuchtung, Handmaschinen und den Heizlüfter.

Wenn die 32erCEE-Steckdose richtig abgesichert ist, sind die 16 A LS der CEE- und Schukosteckdosen sogar selektiv.


...

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Re: Verlängerungskabel geschützt verlegen?

Beitrag von michaelz » Montag 13. November 2017, 23:22

Die Werkstattverteilung ist ja mein PCE-Verteiler. Weil ja grad auch die Sicherungen da drin sind undso.

Der Gedanke mit der Wäscheleine kam mir auch, deswegen war die Überlegung es unten an der Wand entlangzulegen. Aber wenn da halt mal jemand was schweres hinknallt dann is Essig mit dem teuren Kabel. Also Kabelkanal am Druckluftrohr oder diesen Schellen festmachen.

Der 16A und 32A Speisepunkt in der Verteilung ist auch ab gesichert, mehr geht nicht raus.

Ok also ich fass jetzt mal den Plan wie folgt:

5x4qmm schwere Gummileitung in Kabelkanal, 16A-Anschlüsse.
Zwischenzähler versuch ich einen mit festen Dosen zu bekommen statt Kabelpeitschen, die sind mir suspekt. Oder ich verkabel selbst einen oder schau mal bei uns in der E-Werkstatt was wir da haben.


Elt-Onkel,
Mir ist das klar wie du das meinst, aber weisste was so ein Baustromverteiler für 32A kostet? Da bin ich mal eben so 500 Euro für einen hornalten Kasten los oder 800 für einen neuen der aber noch nicht soo sehr doll ist. Der PCE den ich habe hat schon 400 gekostet. Ich nehm an du meinst ja nicht die kleinen Dinger für 70 Euro wo drei Steckdosen dran sind.
Das blöde wenn man sowas mietet ist halt auch das man nie weiss was kommt. Ich hab in der alten Halle so etwa 800 Euro für Elektrik und renovieren ausgegeben, das hab ich alles selber gemacht, Elektrik dann anschliessen und abnehmen lassen. Alles fest installiert und so richtig mitnehmen kann ichs ja auch nicht.

Jetzt in der Halle werd ich das auf keinen Fall machen, will das vernünftig machen, aber preislich werd ich mich da nicht in neue ungeahnte Höhen aufschwingen.

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Re: Verlängerungskabel geschützt verlegen?

Beitrag von Elt-Onkel » Montag 13. November 2017, 23:42

Hallo,
michaelz hat geschrieben:
Montag 13. November 2017, 23:22

Zwischenzähler versuch ich einen mit festen Dosen zu bekommen statt Kabelpeitschen, ...
Und das nennt sich dann Baustromverteiler.

Der letzte, den ich in eBay verkauft habe, hat (mit Zählerplatz) so ca. 120,- EUR gebracht.

Das war ein Stahlblechschrank mit Bügelfüßen und abschließbarer Tür.

In etwa sowas:

https://www.ebay.de/itm/Baustromverteil ... SwFSxaCAx2

...

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