generelle Installation von LS Typ C

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Alois
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generelle Installation von LS Typ C

Beitrag von Alois » Mittwoch 11. Oktober 2017, 21:41

Hallo Forum,

was spricht gegen die generelle Installation von LS Typ C?

Hintergrund:

In einigen Einrichtungen (Schulen Büros) gibt es mehrere PC die gern einmal gemeinsam (weil zentral) eingeschaltet werden. Moderne Computer (gute Computer) machen dabei einen kurzen Initialisierungsstart um die Netzwerkschnittstelle für wakeonlan zu initialisieren. Genau bei diesem Vorgang löst ein LS Typ B gern mal aus. Dabei reichen schon drei bis vier Computer an einem Stromkreis (LS).

Deshalb meine Überlegung Typ C generell zu installieren.

Was meint Ihr? Wo liegen die Risiken?

Gruß

Alois

ego11
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Re: generelle Installation von LS Typ C

Beitrag von ego11 » Mittwoch 11. Oktober 2017, 22:21

Warum sollte ich generell überall C-LS verwenden, nur weil er in deiner Anwendung vorteile bringt?

Was dagegen spricht? Preis und Abschaltbedingungen?

andi2206
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Re: generelle Installation von LS Typ C

Beitrag von andi2206 » Mittwoch 11. Oktober 2017, 22:35

ego11 hat geschrieben:
Mittwoch 11. Oktober 2017, 22:21
Warum sollte ich generell überall C-LS verwenden, nur weil er in deiner Anwendung vorteile bringt?

Was dagegen spricht? Preis und Abschaltbedingungen?
Wenn mehr verkauft werden, sinkt auch der Preis.
Abschalten tut er auch bei Kurzschluß und längerer Überlastung
Nur ist er Träger bei höheren Einschaltströmen.

andi2206

Olaf S-H
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Re: generelle Installation von LS Typ C

Beitrag von Olaf S-H » Mittwoch 11. Oktober 2017, 23:12

Moin zusammen,

die Abschlatbedingungen beim Fehlerschutz werden durch den RCD erfüllt. Interessant ist nur die Betrachtung nach VDE 0100-430. Da muss man in Abhängigkeit der Netzinnenimpedanz mal rechnen.

Gruß Olaf
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden.
vde1
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Elo-Ocho
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Re: generelle Installation von LS Typ C

Beitrag von Elo-Ocho » Donnerstag 12. Oktober 2017, 08:02

Moinsen,

ich verwende LS-C häufig für Beleuchtung, da sind die Einschaltströme schon bedeutend gegenüber dem Nennstrom.
Dann aber gerne auch FI/LS 10 A oder 13 A.

Bei Rechnern habe ich das bisher noch nicht so gemacht...

Ocho
Immer wenn ich Langweile habe, dann melde ich mich in einem Eltern-Forum an und Frage, wie weit man den Schimmel im Pausenbrot der Kinder wegschneiden sollte...

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Alois
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Re: generelle Installation von LS Typ C

Beitrag von Alois » Donnerstag 12. Oktober 2017, 15:27

Hallo ego,
Was dagegen spricht? Preis und Abschaltbedingungen?
U.U ist die Verärgerung des Kunden ein Grund auf GiG zu verzichten und die geringfügig teureren LS Typ C einzubauen. Klar muss das Netz dazu passen.

Wenn Du die Forderung Spannungsfall kleiner 3 % respektive. 4 % ein hälst, dann ist das Einhalten von Abschaltbedingungen kein Thema mehr.

Gruß

Alois

Funker
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Re: generelle Installation von LS Typ C

Beitrag von Funker » Donnerstag 12. Oktober 2017, 16:34

Ich sehe das auch wie Olaf.

Gegebenenfalls muß man um die erforderlichen Bedingungen einzuhalten den Querschnitt erhöhen oder ist in der Länge begrenzter als beim B LS.

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Alois
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Re: generelle Installation von LS Typ C

Beitrag von Alois » Donnerstag 12. Oktober 2017, 19:58

Hallo Funker,
Gegebenenfalls muß man um die erforderlichen Bedingungen einzuhalten den Querschnitt erhöhen oder ist in der Länge begrenzter als beim B LS.
Kritisch wird es, wenn man eine 50 Meter lange Verlängerung dazu schaltet. Dann kommt man in die gekrümmte Kennlinie des LS und die Abschaltzeit verlängert sich entsprechend.

In Büros wird eher keine 50 m Verlängerung verwendet.

Gruß

Alois

DBY656
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Re: generelle Installation von LS Typ C

Beitrag von DBY656 » Donnerstag 12. Oktober 2017, 20:04

Hallo Alois,
werden die PC's über ein schaltendes Element komplett vom Versorgungsnetz getrennt bzw. zugeschaltet, mit schaltbaren Steckdosenleisten zum Beispiel?
Wenn ja, dann ist der Einsatz von praxistauglichen Einschaltstrombegrenzern zu empfehlen (ca. 50€/St.).

Natürlich können auch mehrere Geräte, wie Laserdrucker durch ihr Aufheizen, mal für eine Überlastung sorgen, die dann ein C-Automat gerade noch weckstecken kann aber einen B zum Auslösen bringen würde.

Gruß Markus

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Re: generelle Installation von LS Typ C

Beitrag von Alois » Donnerstag 12. Oktober 2017, 20:15

Hallo DBY..
werden die PC's über ein schaltendes Element komplett vom Versorgungsnetz getrennt bzw. zugeschaltet, mit schaltbaren Steckdosenleisten zum Beispiel?
Im vorliegenden Fall sind die PC in Räumen nach VDE 0100 Teil 723 installiert. Wird der Not-Aus betätigt, oder löst der FI aus, dann fallen mit LS Typ B ein Teil der PC aus, wenn der Not-Aus entriegelt wird.

Deshalb mein Ansatz LS grundsätzlich mit Typ "C" zu installieren und deshalb meine Frage was dagegen spricht.

Gruß

Alois

Nachtrag: Ähnliche Situationen hat man in Bürogebäuden. Wenn da nach dem zentralen Einschalten erst mal der Elektriker kommen muss, dann könnten die Angestellten sauer werden, weil ihnen Arbeitszeit flöten geht (PC ist Ersatz für die Stechuhr).

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