Überspannungsschutz in Hausinstallation?

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Steaven
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Überspannungsschutz in Hausinstallation?

Beitrag von Steaven » Samstag 23. September 2017, 21:51

Servus,

Mitte des Jahres gab es nach einer abgerissenen Hochspannungsleitung am Hafengebiet einen Vorfall mit kräftigen Überspannungsschäden über das örtliche Stromnetz. So manch einer hat dabei seinen Durchlauferhitzer einbüßen müssen. Bei mir lediglich ein neuwertiger Geschirrspüler.

Deshalb mal eine Frage an die Fachleute hier.

Gibt es euerer Einschätzung nach eine bezahlbare Lösung z. B. geeignete Schutzmaßnahmen im Sicherungskasten verbaut die für einen entsprechenden Überspannungsschutz vom Netzbetreiber sorgen können? Was würde eurer Meinung nach sinnvoll sein?

Baujahr ca 1984. Vom Netzbetreiber kommen 3x 63A am Übergabepunkt / Sicherungskasten an.

Warum kein FI vorhanden ist erschließt sich mir bisher auch noch nicht so recht ...
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Olaf S-H
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Re: Überspannungsschutz in Hausinstallation?

Beitrag von Olaf S-H » Samstag 23. September 2017, 22:06

Moin Steaven,

der FI fürs Bad wurde erst 1984 in die Norm aufgenommen.

Der Überspannungsschutz ist mehrstufig aufgebaut. Zuerst kommt ein Typ 1- bzw. Kombi (Typ 1 + 2)-Ableiter in die Zähleranlage.

Kannst Du von dieser bitte ein Bild einstellen (ohne dort etwas aufzuschrauben).

Gruß Olaf
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden.
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Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794

Steaven
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Re: Überspannungsschutz in Hausinstallation?

Beitrag von Steaven » Samstag 23. September 2017, 22:16

Moin Olaf,

Ein Bild wovon genau einstellen? Mache ich gerne für eine Fachkundige Antwort. Und danke wegen dem FI-Hinweis.

Es ist ein Drehstromzähler des Types T3F-01S von Iskra verbaut (sofern dies wissen wolltest!?)

Olaf S-H
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Re: Überspannungsschutz in Hausinstallation?

Beitrag von Olaf S-H » Samstag 23. September 2017, 22:18

Moin Steaven,

mache bitte ein Bild von dem Kasten, in dem der Zähler verbaut ist. Im Idealfall zusammen mit dem Hausanschlusskasten.

Gruß Olaf
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Steaven
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Re: Überspannungsschutz in Hausinstallation?

Beitrag von Steaven » Samstag 23. September 2017, 22:32

Beleuchtungstechnisch nicht unbedingt der Hit. Ist zu erkennen worum es Dir geht?
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Re: Überspannungsschutz in Hausinstallation?

Beitrag von Elt-Onkel » Samstag 23. September 2017, 23:31

Hallo,

also ich habe in allen Wohnungen einen Überspannungsschutz eingebaut.

Man muß ein wenig auf die Kabellängen achten.

Daher ganz am Anfang einen Grobschutz.
(Soll eigentlich nur für Häuser mit Freileitung sein.)
Habe ich trotzdem eingebaut - teils auf Basis NH-00.

Dann in den Wohnungsverteilungen die 275 Volt Ableiter.

In EDV-Räumen habe ich teilweise noch einen Feinstschutz drin.

Der Kasten im ersten Bild hat doch noch Potential.
Da passen mit 4 TE die 275 Volt Dehn-Ableiter rein.
Eine E-Installationsfirma wird etwa 2 Stunden dazu brauchen.
Ob man nun Ableiter von Dehn oder von einem anderen Anbieter kauft ist eigentlich egal.
Im Internet gibt es hinreichend Angebote.

Eines muß man aber wissen:

Es gibt keinen 100 % Schutz.

Vielleicht 80 %.


...

Teletrabi
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Re: Überspannungsschutz in Hausinstallation?

Beitrag von Teletrabi » Samstag 23. September 2017, 23:45

Moin,

Dein eigenes EFH? Oder was für eine art von Gebäude ist es?

Über dem Zähler - reiner Schalter oder sicherungsautomat? Aufschrift nicht zu entziffern.

Bitte noch ein Bild vom Hausanschlusskasten (HAK) (Der Übergang vom EVU-Kabel auf deine Zählerzuleitung mit den "Panzersicherungen").
Und von der Potentialausgleichsschiene. Sofern es eine gibt. So eine knapp 20cm lange Klemmenleiste wo ein Stahlband vom Erder drangeht.
Gibt es von dieser eine Verbindung zum HAK bzw. Hauptverteilung (zähler)?

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Re: Überspannungsschutz in Hausinstallation?

Beitrag von Elt-Onkel » Samstag 23. September 2017, 23:54

Hallo,

es ist ein Verteiler aus den 70er Jahren.
Anfangs war es eine Zählertafel, später hat man dann einen Alibi-Kasten ohne Rückwand vorgeschraubt.

Von der Größe her kann es eigentlich nur für eine Wohnung sein.

Vielleicht wäre es ganz sinnvoll die LS alle rauszuwerfen, und kombinierte LS-RCD einzubauen ?


...

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Re: Überspannungsschutz in Hausinstallation?

Beitrag von Jörgi-1911 » Sonntag 24. September 2017, 02:12

Elt-Onkel hat geschrieben:
Samstag 23. September 2017, 23:54

Vielleicht wäre es ganz sinnvoll die LS alle rauszuwerfen, und kombinierte LS-RCD einzubauen ?
...
In der Tat ist da kein einziger RCD zu sehen. Allerdings weiß auch keiner was da für eine
Netzform vorliegt und welchen Zweck die Vertilung hat. Also was versorgt wird.

Der RCD ist allerdings auch kein Schutz für (Geräte)schädliche Überspannungen.

Olaf S-H
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Re: Überspannungsschutz in Hausinstallation?

Beitrag von Olaf S-H » Sonntag 24. September 2017, 10:11

Moin zusammen,

bevor es wieder ausartet: Bitte lasst den Fokus auf dem Überspannungsschutz. Die "Nebenkriegsschauplätze" können erwähnt werden, sollten aber nicht zum Hauptthema werden. Es ist eben eine Bestandsanlage.

Gruß Olaf
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