CEE Adapter 63A auf 32A

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Olaf S-H
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Beitrag von Olaf S-H » Sonntag 9. Juli 2017, 11:20

Moin zusammen,

für einen solchen Artikel muss eine EU-Konformitätserklärung ausgestellt werden. Man kann nun gegen diesen Inverkehrbringen angehen - wenn man sonst nichts zu tun hat - oder die Weltverbesserung auf den nächsten Tag schieben.

Mal so zum Nachdenken: Die DGUV gibt vor, dass bei unbekannter Schutzmaßnahme ein PRCD-S einzusetzen ist. Dies gilt auch für Elektriker, die bei Lieschen Müller ein Loch bohren. Und dann soll ein Laie erkennen können, welche Sicherung erforderlich ist, um dieses "Ding" nutzen zu können? Es darf beim Einkaufen auch ein wenig selbst nachgedacht werden. :D

Gruß Olaf
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden.
vde1
Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794

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NZ-Tafel
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Beitrag von NZ-Tafel » Montag 10. Juli 2017, 00:20

Abseits jeglicher Norm:
Alleine der gesunde Menschenverstand sagt mir, dass man immer vom "dümmsten anzunehmenden Nutzer" ausgehen sollte. Und selbst wenn der Nutzer schlau ist, in der Hektik wird Erfahrungsgemäß nicht auf solche "Kleinigkeiten" wie die korrekte Vorsicherung einer Steckdose geachtet.
Ich würde nie einen Adapter ohne entsprechend geeignete Vorsicherung herstellen bzw. verwenden. Eine andere Person könnte ja z. B. auch die "ständig unnötig auslösende" 32A Sicherung vor dem Adapter gegen eine 63A Sicherung tauschen...

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langer
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Beitrag von langer » Montag 10. Juli 2017, 11:12

NZ-Tafel hat geschrieben:Abseits jeglicher Norm:
Alleine der gesunde Menschenverstand sagt mir, dass man immer vom "dümmsten anzunehmenden Nutzer" ausgehen sollte. Und selbst wenn der Nutzer schlau ist, in der Hektik wird Erfahrungsgemäß nicht auf solche "Kleinigkeiten" wie die korrekte Vorsicherung einer Steckdose geachtet.
Ich würde nie einen Adapter ohne entsprechend geeignete Vorsicherung herstellen bzw. verwenden. Eine andere Person könnte ja z. B. auch die "ständig unnötig auslösende" 32A Sicherung vor dem Adapter gegen eine 63A Sicherung tauschen...
Sicher, Du machst das so!
Aber wie sähe das bei einem Laien aus?
Der sagt sich doch, der Stecker passt und legt einfach los.

Trumbaschl
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Beitrag von Trumbaschl » Montag 10. Juli 2017, 11:49

langer hat geschrieben:Sicher, Du machst das so!
Aber wie sähe das bei einem Laien aus?
Der sagt sich doch, der Stecker passt und legt einfach los.
Ich glaube du verstehst ihn falsch! Er erklärt doch genau, warum solche Adapter wie im Ursprungsbeitrag beschrieben brandgefährlich sind und daher einfach nicht verkauft gehören! Eben weil sogar versierte Nutzer in der Hitze des Gefechts auf die fehlenden Sicherungen vergessen könnten und weniger versierte Nutzer sowieso Probleme haben.

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sn00py603
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Beitrag von sn00py603 » Montag 10. Juli 2017, 13:54

Das ist ja wohl absolut die Höhe, das soll einer verstehen
Es gibt Menschen, die sind unmöglich einfach und andere, die sind einfach unmöglich!

Etrick
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Beitrag von Etrick » Montag 10. Juli 2017, 20:53

Die ebay Händler versuchen sich mit ihrer Warnung "32A Sicherung einbauen" genauso aus der Affaire zu ziehen wie die, die verbotenes KFZ Zubehör mit "nicht im Bereich der StVZO verwenden" verhökern.

Laien (und vllt. auch "Fachkräfte") werden mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Sicherungseinsätze / Passtücke mit sich herum tragen und jeweils wechseln - sofern sie das überhaupt dürfen.

Soll der Adapter nur an einer einzigen Dose immer angeschlossen bleiben, ist alternativ ein Wechsel von Dose und Sicherungen idiotensicher und außerdem billiger...


Gruß

duathlonman
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Beitrag von duathlonman » Dienstag 11. Juli 2017, 19:22

Da würde mich doch glatt interessieren wie wenig "Unfälle" es durch die Verwendung solcher Adapter gab.

Kann jemand etwas konkretes dazu beisteuern?

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Elt-Onkel
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Beitrag von Elt-Onkel » Dienstag 11. Juli 2017, 20:05

Hallo,

wenn, dann hat Claus Datenmatetial.

Ich fuerchte aber, dass solche Murks-Adapter
einfach dazu fuehren, dass das mickrige
Adapterkabel zu heiss wird.
Es fungiert sozusagen als Sicherung.
Findet das auf Beton, oder Erdboden statt,
gibt es nicht einmal ein Brandrisiko.

Ich habe schon solche Adapter wegen des
geringen Materialpreises gekauft.
Dann den 63er-Stecker ab, und einen
16er drangeschraubt.
Preiswerter komme ich kaum zu einzelnen
63er-Steckern.

Im Ergebnis kommt dann zusaetzlich ein Normgerechter
Adapter 16 zu 32 bei heraus.

...

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Snippy30
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Beitrag von Snippy30 » Mittwoch 12. Juli 2017, 07:53

Ich hab es der Public Product Report to Deutsches Institut für Bautechnik gemeldet. Ich habe auch schon die Meldung bekomen, dass sie dieser Sachen nachgehen werden.
Gott sprach: "Es werde Licht!", doch Petrus fand den Schalter nicht. Als er ihn dann endlich fand, war die Lampe durchgebrannt. Und die Moral von der Geschicht? Kaufe niemals Siemens-Licht.

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sn00py603
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Beitrag von sn00py603 » Mittwoch 12. Juli 2017, 10:13

Snippy30 hat geschrieben:Ich hab es der Public Product Report to Deutsches Institut für Bautechnik gemeldet. Ich habe auch schon die Meldung bekomen, dass sie dieser Sachen nachgehen werden.
Hoffentlich passiert da auch was
Es gibt Menschen, die sind unmöglich einfach und andere, die sind einfach unmöglich!

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