Netzersatzanlage

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Markus83
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Beitrag von Markus83 » Sonntag 27. November 2011, 14:08

Tobi P. hat geschrieben:Bei der Netzwiederkehr läuft es dann so ab:

Netz schaltet wieder zu -> Steuerung erkennt anliegendes Ortsnetz -> Aggregat synchronisiert auf Ortsnetz -> Netzleistungsschalter wird geschlossen -> Generatorschalter wird geöffnet -> Motor wird nach Ablauf der - einstellbaren, meist 60 Sekunden - Netzberuhigungszeit abgeschaltet

Sollte während der Netzberuhigungszeit das Ortsnetz erneut ausfallen geht das Aggregat sofort wieder in den Inselbetrieb, sprich der Netzleistungsschalter öffnet, der Generatorschalter schliesst und der Ablauf bei Netzwiederkehr beginnt erneut.
hallo Tobi,

ist der Ablauf bezüglich Netzberuhigungszeit nicht eher wie unten geschrieben?

Netz schaltet wieder zu -> Steuerung erkennt anliegendes Ortsnetz -> Netzberuhigungszeit (meist 60s) läuft ab -> Aggregat synchronisiert auf Ortsnetz -> Netzleistungsschalter wird geschlossen -> Generatorschalter wird geöffnet -> Motor wird (ggf. erst nach Ablauf der Abkühlphase) abgeschaltet.


Bezüglich Probelauf: Bei einer mit bekannten Notstromsteuerung älteren Baujahres ist es so, dass beim Probebetrieb eine Überlappungssynchronisation (Parallelbetrieb <100mS) durchgeführt wird, so dass unterbrechungsfrei von Netz auf Generator und zurück geschaltet werden kann. Ein dauerhafter Parallelbetrieb findet beim Probelauf nicht statt.

@Elt-Onkel: Gibt es zu der Steuerung von dem Notstromaggregat Unterlagen oder ist ein Typ erkennbar? Das Bedientableau sieht aus, als sei es ein "Fertigteil", das in die Steuerung integriert ist. Wenn auf diesem Bedientableau ein Typ erkennbar ist, kann man ja evtl. noch an Unterlagen heran kommen. Dann ist evtl. auch erkennbar, ob die Steuerung eine Unterbrechungsfreien Probebetrieb unterstützt.

Gruß Markus

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Tobi P.
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Beitrag von Tobi P. » Sonntag 27. November 2011, 15:39

Moin Markus,

das Aggregat synchronisiert direkt auf das wieder anliegende Netz. Nach erfolgter Synchronisierung beginnt die Netzberuhigungszeit. Man kann allerdings einstellen ob das Aggregat während der NBZ im Parallelbetrieb läuft (also NLS und GLS geschlossen) oder nach Einlegen des NLS der GLS geöffnet wird.
Der Vorteil bei ersterer Variante ist natürlich dass bei einem erneuten Ausfall des Ortsnetzes eine unterbrechungsfreie Umschaltung auf Inselbetrieb stattfindet da die Sammelschiene noch unter Generatorspannung steht. Das ist auch die Variante die ich in der Regel projektiere.


Gruß Tobi

Markus83
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Beitrag von Markus83 » Sonntag 27. November 2011, 15:53

hallo Tobi,

welche Leistung gibt das Aggregat in der Zeit des Parallelbetriebes ab? Generatornennleistung? Oder die zuletzt im Inselbetrieb angegebene?

Bin etwas verwundert über diese Handhabung der Netzberuhigungszeit, bei dem alten 125er was ich kenne ist es definitiv anders, das kann allerdings auch keinen dauerhaften Parallelbetrieb.

Auch bei dem blauen 200er was wir neulich in Aachen hatten war ich eigentlich der Meinung, dass es erst abgewartet und dann zurückgeschaltet hat. Aber so im Detail habe ich da auch nicht drauf geachtet.

Gruß Markus

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Tobi P.
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Beitrag von Tobi P. » Sonntag 27. November 2011, 16:05

Moin,

Mist, du hast Recht. Hab jetzt noch mal in die Unterlagen geschaut, die Synchronisierung erfolgt tatsächlich erst nach Ablauf der Netzberuhigungszeit. Steht auch so in der Anleitung zum GCP-30 drin.......
Das kommt davon dass wir zu wenig mit dem NLS üben, ich glaube wir müssen Dominik im nächsten Jahr etwas öfter besuchen :D


Gruß Tobi

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Beitrag von Elt-Onkel » Mittwoch 21. Dezember 2011, 02:42

Hallo,

so, nun ein Blick in den Anschlußkasten vom Generator und das
Typenschild.

Bringt uns das weiter, was die gesehnte Wicklung betrifft ?

...
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Re: Netzersatzanlage

Beitrag von Elt-Onkel » Freitag 22. September 2017, 20:34

Hallo,

inzwischen gibt es ein paar Unterlagen.

Ich habe mal die wichtigen Stellen hier eingefügt.


...


175kVA_Anschluss_aa.jpg
175KVA_Schaltlan_b.jpg
Zuletzt geändert von Elt-Onkel am Freitag 22. September 2017, 21:15, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Netzersatzanlage

Beitrag von Elt-Onkel » Freitag 22. September 2017, 20:37

Hallo,

der einstellbare Widerstand scheint für die Spannungsgrundeinstellung zu sein.

Was ich noch nicht weiß,
ist die Funktion der kleinen Spule (C/T).

In Verbindung mit dem Widerstand geht da eine Gummileitung mit 2x1,5 zum Schaltschrank.


...

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Re: Netzersatzanlage

Beitrag von Tobi P. » Freitag 22. September 2017, 23:17

Moin Elt-Onkel,

die ominöse Spule ist ein Stromwandler. Die ganze Mimik gehört zum Spannungsregler des Generators, in diesem Fall dürfte es sich um einen Regler mit automatischer Spannungskonstanthaltung handeln. Über die Verbindungsleitung zum Schaltschrank wird der Erregerstrom durch die Generatorsteuerung geregelt.


Gruß Tobi

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Re: Netzersatzanlage

Beitrag von Elt-Onkel » Freitag 22. September 2017, 23:39

Hallo,

vielleicht sollte ich mal den alten Schrank von innen inspizieren.
Dann müsste es klar werden.

Naja, heute habe ich erst einmal ein neues Außenblech in t=12 mm in eBay für 8,- EUR gekauft.

Da kommen jetzt 5 Schlauchverschraubungen M25x1,5 für 28,5 mm sw Wellrohr und die eine kleine Verschraubung M 20
für sw Wellrohr 21,2 mm hinein.

Leider alles M-Größen.
PG-Gewindebohrer hätte ich ja.

Die 120 mm² Außenleiter haben 20,2 mm Außendurchmessser, bis 20,5 passt durch die Verschraubung.


...
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Re: Netzersatzanlage

Beitrag von Elt-Onkel » Samstag 23. September 2017, 01:00

Hallo,

derzeit sieht es so aus, als wenn es doch (vorübergehend) eine mobile Lösung wird.

Eine Dornier - Plattform darf mit 4 to belastet werden.

Das dürfte für das Aggregat und 1'000 Liter Diesel hinreichen.

...
Dornier_1.jpg

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