Netzersatzanlage

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Elt-Onkel
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Netzersatzanlage

Beitrag von Elt-Onkel » Donnerstag 24. November 2011, 21:52

Hallo,

da wir uns in der Landwirtschaft ein bischen spezialisiert haben,
habe ich jetzt auch noch in eine Netzeersatzanlage investiert.

Mit Hilfe eines 8-Zylinder MAN kommen am Ende 175 kVA heraus.
Das müsste erstmal für die Grundversorgung reichen.
Jetzt fehlt mir noch eine Möglichkeit auch einen Netzparallelbetrieb
zu praktizieren.

...
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Lightyear
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Beitrag von Lightyear » Donnerstag 24. November 2011, 22:12

"Gefällt mir"!

Leider reicht's bei mir nur zum GEKO 7801 AA/ZEDA...
Hat immerhin fast 5% der Leistung;)
Gruß aus Nürnberg,


Lightyear


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arnim
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Beitrag von arnim » Freitag 25. November 2011, 00:03

dafuer1

Habe selber eine kleine Nummer größer 500kvA. Wir hatten damals aber alles zusammen (Aggregat, Parallelbetrieb als Containerlösung eingekauft).

Falls aber ggf. eine Lösung eingekauft werden sollte, schicke ich Dir gern mal die Konataktdaten per PN!

Arnim.

PS: schau gleich dass Du den "scharfen" Testbetrieb im Betrieb fest verankerst... sonst gibt es später nur reine Probeläufe ohne scharfe Umschaltung!! dageg1
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Elt-Onkel
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Beitrag von Elt-Onkel » Freitag 25. November 2011, 00:31

Hallo,

für den "scharfen" Testbetrieb dachte ich an einen unterbrechungslosen
Übergang.

D.h. Starten, synchronisieren, Parallelbetrieb, Netz abschalten

Zurück dann umgekehrt.

...

arnim
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Beitrag von arnim » Freitag 25. November 2011, 01:00

Ja und genau da liegt das Problem leider:
wie aus mir einem, zu Glück nur persönlichen bekannten Fall, wurde genau das immer NUR getestet!!:mad:

Hierbei wird nicht das Synchronisieren und Rückschalten getestet. Und genau an der Stelle hat das System gehangen und die Kosten dafür waren entsprechend hoch, da die Serverräume komplett herrunter gefahren werden mussten während des Kundenbetriebes. Es hat am Schluß an einem Relais für "2 Pfennig fuchzig" gelegen. Aber auf gefallen wäre es nur bei einem scharfen Test: Zuleitung wegschalten!
Wäre auf jeden Fall ein mal im Jahr sinnvoll! (Muss ja nicht während des Betriebes unter Volllaust sein / was aber sinnvoll wäre für die Technik, aber nicht für den Betrieb!) :-)

Was Du beschrieben hast ist einfach ein "Lastprobelauf". Stimmt auch genau für den monatlichen Probebetrieb von 1 bis 2 Stunden. (vorher kurze Info an Netzleitstelle geben!)
Aber der beschriebene Test, hat leider nicht das gleiche Ergebniss wie ein realistischer Test mit Netzausfall...........:(
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Beitrag von Elt-Onkel » Freitag 25. November 2011, 02:02

Hallo,

den Komfort einer unterbrechnunsglosen Stromversorgung werden
wir nicht erreichen - das ist mir klar.

Wenn das Netz vom NB nichts mehr hergibt, wird es etwas dauern,
um die NEA zum Leben zu erwecken.

Sowas hat die Stadtsparkasse Hannover im Keller.

Da laufen auf einer Welle:
E-Motor, Generator, Schwunggewicht, Kupplung, Dieselmotor

Fällt das Netz aus, liefert das Schwunggewicht für 3 Minuten Energie und
der Diesel muß in der Zeit starten. Dazu wird der permanent vorgewärmt.

...

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Tobi P.
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Beitrag von Tobi P. » Freitag 25. November 2011, 14:28

Moin Elt-Onkel,

zwecks Netzparallelbetrieb brauchst du neben einem Generator - u. Netzleistungsschalter eine Steuerung die über eine Vektorsprungerkennung verfügt da die Anlage für diese Betriebsart mit einer Netzentkopplung ausgerüstet sein muss. Damit ist dann gleichzeitig auch ein vollautomatischer Notstrombetrieb möglich.
Eine Möglichkeit dazu wäre die GCP-30 von Woodward, damit lässt sich alles realisieren was für eine NEA erforderlich ist. Wenn man sich ein wenig mit dem CAN-Bus-Protokoll dieser Steuerung beschäftigt wäre sogar die Anbindung ans Netzwerk und damit die Überwachung und Steuerung per Webinterface machbar.
Die angesprochenen Lastprobeläufe (bitte auch mit mind. 50% der Nennlast) sind wichtig, wenn das Aggi nur herumsteht und nicht arbeiten darf steht es sich irgendwann kaputt.
Auch der scharfe Test ist wichtig, nur dann lassen sich wirklich alle Funktionen der Anlage kontrollieren. Das heisst bei uns beispielsweise einfach mal die Mittelspannung wegzuschalten.

Gruß Tobi

PS: Das was die Sparkasse da hat ist keine NEA im eigentlichen Sinne sondern eine sogenannte dieseldynamische USV. Werden zb von Eurodiesel angeboten und sind recht nette Spielzeuge.

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Beitrag von Elt-Onkel » Samstag 26. November 2011, 05:31

Hallo Tobi,

nun habe ich die Parameter vom GCP-30 studiert.

Das Ding ist ja superklein - ca. DIN A 5, und sehr vielseitig.

Mit einer Versorgungsspannung von 12 und 24 V würde das in
mein 24V-Konzept passen.

ABER was kostet so ein Ding ?

...

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Tobi P.
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Beitrag von Tobi P. » Samstag 26. November 2011, 13:33

Moin,

ui, das kann ich dir aus dem Kopf raus gar nicht sagen, ist schon ne Ewigkeit her seit ich zuletzt eins bestellt habe. Du kannst aber mal bei Vaupel anrufen, die können dir näheres dazu sagen und sind auch ein guter Ansprechpartner bei technischen Fragen:

http://www.vaupel.de

Das GCP 30 ist übrigens auch in unseren 200kVA-Netzersatzanlagen sowie in denen der Feuerwehr Düsseldorf und der Feuerwehr Hamburg eingebaut.



Gruß Tobi

Teletrabi
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Beitrag von Teletrabi » Samstag 26. November 2011, 17:43

Ist Vektorsprungrelais nicht als Schutz überholt und für neue NS-Einspeiser nicht mehr ausreichend?

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