Gleisbesetztmeldung

Hier kommt alles rein was mit Modelleisenbahnen zu tun hat
Olaf S-H
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Gleisbesetztmeldung

Beitrag von Olaf S-H »

Moin zusammen,

ich denke gerade über eine "Gleisbesetztmeldung" für einen Abschnitt einer Modelleisenbahn nach (Baugröße H0, Maßstab 1:87).

Eine Strommessung in der Zuleitung oder Widerstände in den Wagonachsen fallen als Möglichkeiten aus.

Variante 1: Gabellichtschranke über das Gleis
Die Einfahrt des Zuges wird durch einen Impuls der Lichtschranke auf ein FlipFlop geschaltet (Setzen). Die Lichtschranke "Ausfahrt" ist schräge über das Gleis ausgerichtet. Hier wird das Beenden der Lichtstrahlunterbrechung mit einer Zeitverzögerung auf den Rücksetz-Eingang des FlipFlops geschaltet.

Variante 2: Achszähler
Der Sensor an der Einfahrt setzt einen Zähler hoch während der Sensor an der Ausfahrt den Zähler herunter setzt. Ist der Zähler ungleich 0, dann ist das Gleis besetzt.

Variante 1 ist erprobt und funktionsfähig. Für die Variante 2 habe ich keinen Lösungsansatz. Weitere Varianten sind willkommen.

Gruß Olaf
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, BekBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden. Die Nennung von Fundstellen in Regelwerken stellt keine Rechtsberatung sondern nur die Sichtweise des Verfassers dar.
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Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794
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Elt-Onkel
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Beitrag von Elt-Onkel »

Hallo Olaf,

was für ein System ?

Märklin mit Mittelkontakten in AC ?


...
Olaf S-H
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Beitrag von Olaf S-H »

Moin Elt-Onkel,

Zweileiter-Gleichstrom.

Das Gleis wird nur in eine Richtung befahren.

Gruß Olaf
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Elt-Onkel
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Beitrag von Elt-Onkel »

Hallo Olaf,

schade, keine Signalschiene möglich.

Also bleibt nur jeden Wagen mit einem Permanentmagneten auszurüsten,
und ein Reedrelais am Anfang zum Einzählen, und ein Reedrelais am Ende
zum Auszählen.

...
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Oberwelle
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Beitrag von Oberwelle »

Olaf S-H hat geschrieben:Moin Elt-Onkel,

Zweileiter-Gleichstrom.

Das Gleis wird nur in eine Richtung befahren.

Gruß Olaf
Moin Olaf,

bedeutet das, daß kein Sromabnehmer in der Mitte ist, und die Schienen nicht komplett aus Metall sind ?
Ist es eine Digitale Ansteuerung ?

Soll nur ein Stromabnehmer ( Lok ) registriert werden oder auch Anhänger.. ?


OW, der die AC Variante sein Eigen nennen dürfte.
.
Ich kann über die Richtigkeit / Vollständigkeit meiner Angaben keine Gewähr übernehmen. Immer alle Vorschriften beachten !
Olaf S-H
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Beitrag von Olaf S-H »

Moin zusammen,

die Anlage wird analog gefahren.

Es sollen Zugspitze und Zugschluss registriert werden (Alternativ: Achszählung). Ein Umbau an den Fahrzeugen kann nicht durchgeführt werden.

Gruß Olaf
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Teletrabi
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Beitrag von Teletrabi »

Moin,

Achszähler - prinzipiell möglich mit Doppel-Lichtschranke oder kap./ind. Sensoren. So anordnen, dass die Detektionsbereiche der Doppelsensoren sich überschneiden. An deren Ausgang dann ein Zähler-Baustein mit Takt- und Richtungseingang. zählt dann Richtungsabhängig rauf oder runter. Ausgangs-Sensor umgekehrt anordnen, sodass er bei gerade durchfahrt in umgekehrter Richtung zählt. Solange die Züge die Abschnittsläng enich überschreiten erstmal soweit unproblematisch, sofern wenn man die sensorik entsprechen räumlich untergebracht bekommt.
Bei Zuglänge größer Abschnittslänge muss man sich noch was bei gleichzeitiger Zählung an beiden Enden einfallen lassen. Einfaches parallelschalten der kontakte führt ggf. zu Fehlzählungen. Möglich wäre die Ausgänge beider Zähler auf einen Subtrahierer zu geben, sodass die Zähler autonom arbeiten und nicht vom anderen beeinflusst werden. Wenn man bewusst einen zähler ins negative laufen lässt, eignet sich dort auch ein addierer.
Alternativ die Auswertung und Zählerei mittels Mikrocontroller erledigen statt TTL/CMOS-Grab.

Insgesamt lohnt sich das aber erst, wenn man wirklich eine gehobene Zugsicherungslösung sich basteln will. Einfach nur einen Abschnitt (was für einer? Schattenbahnhof? zu überwachen sollte mit Lichtschranke über die gesamte Länge einfacher sein.

Wenn die Ausfahrtrichtung 100%ig die Fortsetzung der Einfahrt ist, ließe sich der Achszähler auch vereinfachen, indem man statt Doppelsensoranordnung mit Überlappung (=> Quadratursignal mit 90° versatz) an jedem Ende einen einfachen Sensor (Lichtschranke) verbaut und die Strahlunterbrechungen zählt. Dann beide Zähler auf den subtrahierer, Gleisfreigabe bei Differenz = 0. Oder statt den zwei Zählern + Subtrahierer auch nur einen Zähler mit getrennten rauf/runter-Eingängen statt der signal + richtungs-Variante aus obigem Beispiel.
Ist dann auch mechanischer einfacher als ein Doppelsensor zu basteln, versagt aber bei Ausfahrt entgegen der Einfahrtsrichtung.
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langer
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Beitrag von langer »

Zwei Lichtschranken mit verlängertem Ausgangssignal in Dunkelschaltung könnten auch eine Lösung sein, Voraussetzung die Zugspitze (Lok) hat einen deffinierten Haltepunkt und der Zug ist nicht länger als das überwachte Gleis (dann könnte das Zugende noch in einem unüberwachten Fahrgleis stehen).

Ich gehe einfach mal davon aus, dass die Besetztanzeige nur durch 2 LED angezeigt werden soll.

1. Lichtschranke an der Gleiseinfahrt, Zeitverzögerung so einstellen, dass ein einzelnes Fahrzeug ohne Signalabschaltung bis zum Haltepunkt fahren kann (auch bei langsamer Fahrt).

2. Lichtschranke an der Gleisausfahrt so anordnen, dass die Lok am Haltepunkt erfasst wird, Zeitverzögerung so einstellen, dass ein einzelnes Fahrzeug das Gleis sicher verlassen kann, dadurch werden auch die "Lücken" zwischen den ausfahrenden Wagen ausgeblendet.

An beide Ausgänge jeweils eine LED anschließen.
Mit beginnender Zugeinfahrt wird dies durch die erste LED angezeigt, hat der Zug den Haltepunkt erreicht, wird die zweite LED zugeschaltet. Schaltet die erste LED nach der eingestellten Zeit nicht wieder ab, ist der Zug zu lang und steht ggf noch im Fahrgleis.
Um eine mögliche Lücke zwischen zwei stehenden Wagen in der Gleiseinfahrt zu erfassen, könnten dort zwei Lichtschranken in ca 2 bis 3 cm Abstand montiert werden, deren Ausgänge parallel geschaltet werden.
Antares

Beitrag von Antares »

Olaf S-H hat geschrieben:Moin zusammen,

ich denke gerade über eine "Gleisbesetztmeldung" für einen Abschnitt einer Modelleisenbahn nach (Baugröße H0, Maßstab 1:87).

Eine Strommessung in der Zuleitung oder Widerstände in den Wagonachsen fallen als Möglichkeiten aus.

Variante 1: Gabellichtschranke über das Gleis
Die Einfahrt des Zuges wird durch einen Impuls der Lichtschranke auf ein FlipFlop geschaltet (Setzen). Die Lichtschranke "Ausfahrt" ist schräge über das Gleis ausgerichtet. Hier wird das Beenden der Lichtstrahlunterbrechung mit einer Zeitverzögerung auf den Rücksetz-Eingang des FlipFlops geschaltet.

Variante 2: Achszähler
Der Sensor an der Einfahrt setzt einen Zähler hoch während der Sensor an der Ausfahrt den Zähler herunter setzt. Ist der Zähler ungleich 0, dann ist das Gleis besetzt.

Variante 1 ist erprobt und funktionsfähig. Für die Variante 2 habe ich keinen Lösungsansatz. Weitere Varianten sind willkommen.

Gruß Olaf

Der Fred ist zwar uralt, aber trotzdem ein Tip.
Bei Conrad gibt es einen Bausatz für einen 4x GBM. Geeignet sowohl für Analog als auch Digitalbetrieb.
Er schaltet über Masse und kann damit ein Relais ansteuern oder ein Rückmeldemodul.
Klaus09
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Registriert: Sonntag 28. Juli 2013, 16:27
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Beitrag von Klaus09 »

Was hälst Du von Variante 3
Ein dünner Metalldraht in der Schiene, der von den Radsätzen mit dem Potential einer Schiene verbunden wird.
Ist natürlich sorgsam zu verlegen damit kein Wagen entgleist.

Variante 4 wäre etwas experimentelles, eine Gleiswaage die das Gewicht des Gleises misst.



Gruss Klaus
Man kann nicht alles wissen, aber zumindestens so tundd1
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