Solarkrise: Das Fachmagazin PHOTON ist insolvent

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Kabelsalat
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Solarkrise: Das Fachmagazin PHOTON ist insolvent

Beitrag von Kabelsalat » Montag 17. Dezember 2012, 22:42

Am letzten Mittwoch hat die Photon Europe GmbH (Aachen) Insolvenz angemeldet.
Der vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt André Seckler, kündigte an, den Geschäftsbetrieb diverser Publikationen - darunter das bekannte Solarstrom-Magazin Photon - fortzuführen.
http://www.solarportal24.de/nachrichten ... uehrt.html

Max60
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Beitrag von Max60 » Montag 17. Dezember 2012, 23:16

Möchte jemand Prognosen abgeben in wie weit das exemplarisch auch für den restlichen "Solarstrommarkt" gelten könnte? Das Interesse an neuen PV-Anlagen scheint durch den Wegfall der Subventionen ja massiv abzuebben..?

Kabelsalat
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Beitrag von Kabelsalat » Montag 17. Dezember 2012, 23:34

Max60 hat geschrieben:... Das Interesse an neuen PV-Anlagen scheint durch den Wegfall der Subventionen ja massiv abzuebben..?
Woher hast Du denn diese Erkenntnis?
Nach Angaben der Bundesnetzagentur wurden in Deutschland von Januar bis Oktober dieses Jahres PV-Anlagen mit einer Leistung von 6839 MWp neu errichtet. Mangelndes Interesse sieht ja wohl anders aus.

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Oberwelle
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Beitrag von Oberwelle » Dienstag 18. Dezember 2012, 07:24

Kabelsalat hat geschrieben:Woher hast Du denn diese Erkenntnis?
Nach Angaben der Bundesnetzagentur wurden in Deutschland von Januar bis Oktober dieses Jahres PV-Anlagen mit einer Leistung von 6839 MWp neu errichtet. Mangelndes Interesse sieht ja wohl anders aus.
Die Zahl hört sich gewaltig an, aber wie hoch waren die Jahre zuvor ?

OW
.
Ich kann über die Richtigkeit / Vollständigkeit meiner Angaben keine Gewähr übernehmen. Immer alle Vorschriften beachten !

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langer
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Beitrag von langer » Dienstag 18. Dezember 2012, 08:58

Bekannte Hersteller für PV- Anlagen- Zubehör haben große Umsatzrückgänge und strukturieren ihre Abteilungen schon wieder um.
Diese Info habe ich aus einer sehr zuverlässigen Quelle

Viele Grüße
Dirk

Kabelsalat
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Beitrag von Kabelsalat » Dienstag 18. Dezember 2012, 17:24

Oberwelle hat geschrieben:Die Zahl hört sich gewaltig an, aber wie hoch waren die Jahre zuvor ?
Zugebaute PV-Leistung in Deutschland (Quelle: Bundesnetzagentur):
2009: 3802 MW
2010: 7378 MW
2011: 7485 MW
Januar bis Oktober 2012: 6839 MW (erwartet für das gesamte Jahr: > 8000 MW)

Kabelsalat
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Beitrag von Kabelsalat » Dienstag 18. Dezember 2012, 17:38

langer hat geschrieben:Bekannte Hersteller für PV- Anlagen- Zubehör haben große Umsatzrückgänge und strukturieren ihre Abteilungen schon wieder um.
Diese Info habe ich aus einer sehr zuverlässigen Quelle...
Das stimmt. Es gibt riesige Überkapazitäten vor allem bei PV-Modulen. Das treibt die Preise in den Keller und reduziert die Gewinne.
Ich wollte mit den Zubauzahlen deutlich machen, dass es hierzulande - trotz sinkender Förderung - nach wie vor ein sehr starkes Interesse an Photovoltaikanlagen gibt.

Teletrabi
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Beitrag von Teletrabi » Dienstag 18. Dezember 2012, 18:27

> Das stimmt. Es gibt riesige Überkapazitäten vor allem bei PV-Modulen.
> Das treibt die Preise in den Keller und reduziert die Gewinne.


Nicht mehr Lange. Japan hat sich gerade ein eigenes EEG geschrieben mit extremen Vergütungsgarantien für PV...


> Ich wollte mit den Zubauzahlen deutlich machen, dass es hierzulande -
> trotz sinkender Förderung - nach wie vor ein sehr starkes Interesse an
> Photovoltaikanlagen gibt.

kann ich so nicht bestätigen. Die 100-500 kW-Klasse ist ganz erheblich eingebrochen dieses Jahr. Jedenfalls was ich so an Anmeldungen auf den Tisch gekriegt hab ist das seit Sommer merklich weniger geworden.

Kabelsalat
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Beitrag von Kabelsalat » Dienstag 18. Dezember 2012, 20:02

Teletrabi hat geschrieben: ... Die 100-500 kW-Klasse ist ganz erheblich eingebrochen dieses Jahr.
Das ist interessant.
Bei uns boomen derzeit PV-Anlagen bis 40 kW so dermaßen, dass wir gar nicht mehr nachkommen.

Teletrabi
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Beitrag von Teletrabi » Dienstag 18. Dezember 2012, 21:04

Moin,

vom Kleinvieh < ~70 kWp krieg ich wenig mit. Da kann ich mir schon vorstellen, dass das in anbetracht der Strompreisentwicklung trotz reduzierten Vergütungen attraktiv wird, wenn man damit nennenswerten Eigenverbrauch zustandebringt.
Mögen auch noch regionale Trends oder keine Ahnung was mit reinspielen, aber der ehemals typische untere dreistellige KWp-Sektor ist in den Regionen, wo ich das mitbekomme nur noch noch am vorsichhinklecksen... Da war ab Juni kaum noch was an neuen Projekten. Ein wenig hats sich zum Jahresende gefangen, aber es bleibt ein deutlicher Unterschied zu der Zeit vor Rösler/Röttgens Energiewendenkamikaze

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