DIN VDE 0100-443 und 0100-534: Erläuterungen von DEHN

Hier geht es um neue Normen/Vorschriften und Änderungen
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Dipol
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DIN VDE 0100-443 und 0100-534: Erläuterungen von DEHN

Beitrag von Dipol » Donnerstag 6. Oktober 2016, 16:06


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Strippe-HH
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Beitrag von Strippe-HH » Donnerstag 6. Oktober 2016, 18:13

Na ja, wat mutt, dat mutt.
Aber wieder ein zusätzlicher Kostenfaktor.
Gibt oder gab es Übergangszeiten/Fristen? ist mir nicht bekannt.
Denn nicht jeder hat das ja nicht gleich einkalkuliert der ein Bauvorhaben geplant hatte oder zur zeit ausführt.
Immer das Beste draus machen

karo1170
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Beitrag von karo1170 » Donnerstag 6. Oktober 2016, 18:58

Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie beschleicht mich das ungute Gefuehl, das immer mehr nationale Normen von (Hersteller-)Lobbys missbraucht werden, um absatzfoerdernd die vermeintliche Pflicht zum Einsatz von irgendwelchen Geraetschaften aus ihrem Produktportfolio (Erdungsmaterial, Brandschutzschalter, Ueberspannungsschutz, usw.) festzuschreiben.

Seltsamerweise tauchen solche Forderungen ausschliesslich in nationalen Normen (DIN, VDE) oder nationalen Anhaengen zu den Normen auf. In EN-Normen schaffen es diese Eintraege genausowenig wie in rechtliche Vorgaben (Bauordnung...)

Wenn das so weitergeht, wird man diese nationalen Normen bald in eine Reihe mit den bunten Herstellerbroschueren stellen koennen.

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kabelmafia
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Beitrag von kabelmafia » Donnerstag 6. Oktober 2016, 21:56

Moin Karo,

das trift leider nicht nur auf VDE-Normen zu. Wenn man sich ansieht wer in den Gremien und Arbeitskreisen sitzt dann bin ich doch erstaunt dass wir den von dir prophezeiten Schritt noch nicht vollzogen haben.
Der Strom kann ruhig bunt sein-ohne Kabel nützt das nix.
Bild: NAKBA 3x95/50sm 0,6/1kV VDE U 0250:1936
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Dipol
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DIN VDE 0100-443:2016-10 und DIN VDE 0100-543:2016-10

Beitrag von Dipol » Dienstag 30. Mai 2017, 21:00

Aktuell steht zum Thema ein kürzlich von PHOENIX CONTACT gehaltenes Voltimum-Webinar als Youtube-Video in leider nur dürftiger Auflösung zum Download.

Olaf S-H
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Beitrag von Olaf S-H » Mittwoch 31. Mai 2017, 06:33

Moin Kabelmafia,

dem Normalsterblichen wird es dann auch nicht einfach gemacht, in den Gremien mitzuarbeiten. Sämtliche Kosten müssen selbst getragen werden - also Fahrtkosten und Hotel. Für mich ist FFM immer eine Tagesreise entfernt. Je nach Zeitfenster für die Sitzung wäre ggf. eine An- bzw. Abreise mit DBAG am selben Tag möglich. Also sind wir da pro Sitzung bei 2 Urlaubstagen zzgl. Hotel und Bahnfahrt. Da wird einem Mitarbeit nicht leicht gemacht.

Gruß Olaf
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, BekBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden. Die Nennung von Fundstellen in Regelwerken stellt keine Rechtsberatung sondern nur die Sichtweise des Verfassers dar.
vde1
Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794

Funker
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Beitrag von Funker » Mittwoch 31. Mai 2017, 12:13

Olaf S-H hat geschrieben:Moin Kabelmafia,

dem Normalsterblichen wird es dann auch nicht einfach gemacht, in den Gremien mitzuarbeiten. Sämtliche Kosten müssen selbst getragen werden - also Fahrtkosten und Hotel. Für mich ist FFM immer eine Tagesreise entfernt. Je nach Zeitfenster für die Sitzung wäre ggf. eine An- bzw. Abreise mit DBAG am selben Tag möglich. Also sind wir da pro Sitzung bei 2 Urlaubstagen zzgl. Hotel und Bahnfahrt. Da wird einem Mitarbeit nicht leicht gemacht.

Gruß Olaf
Das Thema Finanzen wäre noch nicht einmal das Problem.
Jeder der einigermaßen vernünftig selbständig arbeitet, sollte wohl soviel
aufbringen können, daß er 2 - 3 x im Jahr z.B. nach F oder woandershin in D 1 -2 Tage fahren kann, um sich auch auf diese Art und Weise weiterzubilden.
Bei rechtzeitiger Buchung schafft man das auch für je 500 €,.
Dazu noch die Tagespauschalen beim Finanzamt abgerechnet.
Ob die € es nun dem Finanzamt zugute kommen oder technisch vernünftiger Tätigkeit und Weiterbildung ist sicher kein von der Hand zu weisendes Argument.

Das eigentliche Problem ist aber in die entscheidenden K`s herein zukommen.
Auf Grund meiner Aktivitäten hatte ich wie aus dem letzten VDE-SR Band 13 Auflage 2010 ersichtlich ist eine Delegierung in das K224.
Dort werden schon einige Wertmaßstäbe gesetzt.
Besser wäre aber nach jetzigem Ermessen das K221 gewesen.
Auf Grund einiger unbequemer Diskussionen wurde mir dann durch den Delegierenden die Delegierung entzogen.
Nun habe ich mich selbst bemüht zum K221 eingeladen zu werden und wurde dabei sogar von meinem VDE BV unterstützt, leider zwecklos.
Es gibt aber offensichtlich derzeit einige Personen im Einfluß der DKE, die andere Intuitionen haben und bestimmte Themen,
eindeutigere fachliche Anweisungen, Grenzwerte für Ableitströme in elektrischen Anlagen ... u.s.w. ausbremsen.

So bleibt für einen außenstehenden nur die Möglichkeit der korrigierenden
Einflußnahme über das Normenentwurfsportal.
Da bekomme ich auf die Einsprüche regelmäßig auch Einladungen zu den
Einspruchsberatungen. Da sich das dann aber auf 5 min Tätigkeit begrenzt,
steht das in keinem Verhältnis zum Reiseaufwand mit offenem, auch negativem Ergebnis.
Wenn der Einspruch angenommen wird muß ich nicht unbedingt dabei sein.
Wichtiger wäre die dauerhafte Tätigkeit vorher, wobei das auch nicht ganz einfach ist wie ich aus 6 Jahren K224 weiß.
Änderungen in Normen sind halt schwierig - war doch bisher alles richtig.

Olaf S-H
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Beitrag von Olaf S-H » Mittwoch 31. Mai 2017, 21:42

Moin Funker,

3 Termine wären 6 Urlaubstage. Da liegt meines Ermessens das große Problem.

Gruß Olaf
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, BekBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden. Die Nennung von Fundstellen in Regelwerken stellt keine Rechtsberatung sondern nur die Sichtweise des Verfassers dar.
vde1
Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794

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Beitrag von Funker » Donnerstag 1. Juni 2017, 06:07

Olaf S-H hat geschrieben:Moin Funker,

3 Termine wären 6 Urlaubstage. Da liegt meines Ermessens das große Problem.

Gruß Olaf
Wenn Du angestellt bist, sollte doch auch Dein Chef ein Interesse daran haben, daß Du vernünftig arbeiten kannst und damit auch für ihn in den Normen kein Schwachsinn drin steht und eine Dienstreise daraus machen
können.

Dipol
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Re: DIN VDE 0100-443 und 0100-534: Webinar PHOENIX-CONTACT

Beitrag von Dipol » Freitag 27. Oktober 2017, 20:28

Auf Youtube steht ein Webinar von gestern zu DIN VDE 0100-443 und DIN VDE 0100-534 von Voltimum/PHOENIX-CONTACT online.

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