CAT Leitung unterirdisch verlängern

Hier kommt alles rein was mit IT zu tun hat und nicht durch die anderen Boards abgedeckt ist
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ThomasR
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CAT Leitung unterirdisch verlängern

Beitrag von ThomasR » Dienstag 13. August 2019, 10:19

Beim Hausbau hatte ich mir ein CAT6 Kabel bis zum Briefkasten im Vorgarten gelegt (für die e-mail :D ). Nun soll das auch genutzt werden um daran eine IP Kamera für den Vorgartenbereich anzuschließen. Diese Leitung endet aber in einem "Bodentank" und muß um ca. 10 Meter verlängert werden. Die übliche Vorgehensweise mit den Verbindungsdosen ist hinreichend bekannt, habe ich aber noch nie "unterirdisch" durchgeführt. Der "Bodentank" ist ein Pflanzstein 40x60cm. Darin ist zwar massig Platz, aber Kondenswasser in/an den Enddosen deutlich sichtbar.

Ich würde eine normale CAT6 Verbindungsdose verwenden und das Ganze dann komplett in Giessharz einbetten. Richtig?
CAT6 LSA Verbinder.jpg

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Wulff
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Re: CAT Leitung unterirdisch verlängern

Beitrag von Wulff » Dienstag 13. August 2019, 13:57

Vllt. noch das Verbindungsmodul mit einer Lage I-Band abdichten, damit kein Gießharz in die LSA_Leiste läuft....

Metz Connect hat sonst etwas mit Schrumpfschlauch https://www.metz-connect.com/de/products/130863-01-e.

Die kann man in feuchter bis nasser Umgebung gut einsetzen.

Wie sehr der Kleber vom Schrumpfschlauch am Datenkabel klebt und damit auch für Erdreich geht, ist natürlich immer Gefühlssache des Bedieners am Heißluft-Fön...

ThomasR
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Re: CAT Leitung unterirdisch verlängern

Beitrag von ThomasR » Dienstag 13. August 2019, 14:40

An Schrumpfschlauch hatte ich bisher nicht gedacht. Dafür wäre ein Schlauch mit extremer Schrumpfung notwendig, denn der LSA Kasten ist erheblich größer als der Durchmesser der Leitung (auf die der Schlauch schrumpfen muss). Vermutlich ist das in der Metz Beschreibung mit "Spezialschrumpfschlauch" gemeint.
Das erinnert mich an eine andere bewährte Lösung: wenn die Schrumpfrate nicht ausreicht, stecke ich kleine Abschnitte von Schmelzkleber in die Enden der Schrumpfschläuche. Diese verschließen dann mit ihrer Masse und Klebkraft den Ringspalt zwischen (ungenügend) geschrumpftem Schlauch und Leitungsmantel.
Mit einer Schrumpfschlauchlösung wird auch an den dielektrischen Daten der LSA nichts geändert. Ein komplettes Vergiessen würde ja auch diese Stellen erreichen.....

dank1

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Wulff
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Re: CAT Leitung unterirdisch verlängern

Beitrag von Wulff » Dienstag 13. August 2019, 15:07

Der Schlauch ist dabei, das hast du gesehen?

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Wulff
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Re: CAT Leitung unterirdisch verlängern

Beitrag von Wulff » Dienstag 13. August 2019, 15:09

Zum Vergießen: dafür Gehäuse abkleben , meinte ich genau deswegen

ThomasR
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Re: CAT Leitung unterirdisch verlängern

Beitrag von ThomasR » Dienstag 13. August 2019, 15:25

@Wulff: ja doch, aber da ich die IP20 Ausführung hier herumliegen habe, werde ich wegen einer Verbindung keine IP67 als Sonderbestellung besorgen. Da kommt ein passender Schlauch mit "normaler" Schrumpfrate drüber und die zu großen Enden werden mit Schmelzkleber verschlossen.

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Tobi P.
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Re: CAT Leitung unterirdisch verlängern

Beitrag von Tobi P. » Dienstag 13. August 2019, 18:23

Moin Thomas,

meine übliche Vorgehensweise ist folgende: Hensel/Spelsberg/Wasauchimmer-Abzweigkasten mit Zugentlastungsverschraubungen versehen, Cat-Verbinder rein und das ganze mit Alpa-Gel (ja, ohne "h" ist richtig) von Cimco vergiessen. Das Gel kann man im Fall des Falles wieder entfernen, in bestimmten Fällen ziehe ich das konventionellem Giessharz vor. Ich hab auf die Weise schon ein paar Verbindungen hergestellt, bislang ohne Ausfälle und ohne eine der Dosen noch mal aufmachen zu müssen.

Gruß Tobi

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Re: CAT Leitung unterirdisch verlängern

Beitrag von Kurt » Dienstag 13. August 2019, 21:45

Produkte von 3M haben sich lange Jahre bewährt - in diesem Fall z.B. die Reihe FVAM (1/6), mit Telekom Zulassung, gibt es bis mehrere Hundert DA.

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Re: CAT Leitung unterirdisch verlängern

Beitrag von Elt-Onkel » Mittwoch 14. August 2019, 03:06

Hallo,

ich würde gar keine CAT-Verbindungsdose benutzen.

10 cm abisolieren, und dann die Adernpaare mit 2cm Abstand verbinden.
Schrumpfschlauch jeweils über die beiden Adern,
dann Abschirmung der Paare.
Gesamtabschirmungsnetz drüberziehen.
Erste Lage Schrumpfschlauch mit Schmelzkleber.
Zweite Lage Schrumpfschlauch mit Schmelzkleber.
Fertig.

Auf die Art habe ich mal ein langes Patchkabel hergestellt.
Funktionierte einwandfrei.

Wenn die Verbindungsstelle zu klobig ist,
schrumpfe ich zuerst rechts und links mit 5 cm - Stücken einige Lagen mit Schmelzkleber auf.
Wenn die Schrumpfrate dann passt, die Haupthülle.

Bei unregelmäßigen Querschnitten habe ich schon erfolgreich Kaltschrumpfschlauch von 3M mit Stützwendel verbaut.
(Schon vor 30 Jahren habe ich damit meine Autogen-Schweißschlauchleitungen aneinander fixiert.
Da gab es dann keine Schauchschellen, die beim Ziehen am Schlauch sich irgendwo verhaken.)
Mit dem Kaltschrumpfschlauch verbinde ich auch Kleinspannungs-Ladekabel (35 mm²).
Immer hübsch mit 3cm-Abschnitten in 0,5 Meter Abstand.


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