Kleinspannungsversorgung

Alles Rund um das Thema Elektrotechnik das nicht über eigene Foren abgedeckt ist.
Benutzeravatar
Elt-Onkel
Null-Leiter
Beiträge: 7033
Registriert: Donnerstag 25. März 2004, 01:08
Kontaktdaten:

Kleinspannungsversorgung

Beitrag von Elt-Onkel »

Hallo,

im Rahmen der Krisenvorsorge keimte bei uns in der Gemeinde die Frage auf,
wie man denn bei partiellem Stromausfall eine Kleinspannungsversorgung
realisieren könnte.

Also habe ich folgendes Konstrukt entwickelt:
.
Umformer_1ab.jpg
.
Umformer_5ab.jpg
.
Umformer_4ab.jpg
.

Einspeisung wahlweise Netz oder Stromerzeuger.
Zur Vermeidung von Schieflast ist ein Drehstromtrafo eingebaut.
Man kann das Gerät auch als Kabelverteiler von CEE 400V 5x16A auf
3 x Wechselstrom verwenden.
Alle Niederspannungssteckvorichtungen in IP67 gemäß Vorgabe FUK.
Intern befinden sich zwei Akkus 12V 7,5Ah.
Bei Netzausfall schaltet das Gerät selbständig auf Batteriebetrieb um.
Der Akku reicht, um ca. 60 Mobiltelefone zu laden.
Obendrauf ein Tragegriff - Der Kasten wiegt etwa 20 kg.
Gebrauchslage entweder stehend oder liegend auf 4 Füßen.
Oben ein Feuerwehr-DIN-Zapfen und eine Rundumleuchte.
Betriebsdauer der RKLE im Batteriebetrieb etwa eine Stunde.
Für die Rundumleuchte gibt es auch eine blaue Kappe.

Leider gibt es von Hensel weder Griffe, noch Füße.
Das sind dann Eigenkonstruktionen.


...
h1723c
Null-Leiter
Beiträge: 46
Registriert: Sonntag 12. September 2021, 13:28

Re: Kleinspannungsversorgung

Beitrag von h1723c »

Was für ein Akkutyp ist denn verbaut? Falls das einer ist, der gasen können muss, wie ist das gelöst, dass es mit IP67 funktioniert?
Benutzeravatar
Elektromann
Null-Leiter
Beiträge: 206
Registriert: Mittwoch 15. September 2021, 09:40
Wohnort: 32351 Stemwede

Re: Kleinspannungsversorgung

Beitrag von Elektromann »

Hallo Elt-Onkel
Elt-Onkel hat geschrieben: Sonntag 15. Januar 2023, 18:25 im Rahmen der Krisenvorsorge keimte bei uns in der Gemeinde die Frage auf,
wie man denn bei partiellem Stromausfall eine Kleinspannungsversorgung
realisieren könnte.

Also habe ich folgendes Konstrukt entwickelt:
...
Obendrauf ein Tragegriff - Der Kasten wiegt etwa 20 kg.
Gebrauchslage entweder stehend oder liegend auf 4 Füßen.
...
Leider gibt es von Hensel weder Griffe, noch Füße.
Das sind dann Eigenkonstruktionen.
Für Haltegriffe gehe ich gerne mal in meine Schmiede ;-)
Edelstahl rund 12mm auf Maß gebogen, Gewinde auf die Schenkel und fertig.
Bei Füßen setze ich gerne auf Maschinenfüße oder Gummipuffer, letztere sind halbwegs rutschfest und
dämpfen auch noch etwas die Schwingungen...

Sonst: mal wieder ein tolles Projekt bier1 dd1
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis, ist in der Theorie geringer als in der Praxis old-man1
Benutzeravatar
Elt-Onkel
Null-Leiter
Beiträge: 7033
Registriert: Donnerstag 25. März 2004, 01:08
Kontaktdaten:

Re: Kleinspannungsversorgung

Beitrag von Elt-Onkel »

Hallo,

also die Akkus sind natürlich verschweißte Gel-Akkus.
Da gast nix aus.

Zwei Gummifüsse sind dran.
Das sind die oberen, wenn man die Gebrauchslage "liegend" benutzt.

Die Füsse unten sind aus 25mm PVC-Platten gefräst.
Dann unten angeklebt.

Griffe in Metall sind bei SK2 immer schwierig.
Deswegen ist alles, was möglich war, in Kunststoff.

Mennekes hat für Amaxx Kunststoff-Griffe.
Mich wundert, das Hensel sowas nicht anbietet.


...
IH-Elektriker
Null-Leiter
Beiträge: 1745
Registriert: Mittwoch 9. Januar 2013, 11:18

Re: Kleinspannungsversorgung

Beitrag von IH-Elektriker »

Ich würde die RKL welche wohl zur Kenntlichmachung der Ladestation dienen soll gegen eine LED-Kennleuchte tauschen. Die LED-Variante sollte ggf. weniger Strom benötigen, sprich die Laufzeit wäre länger.

Ansonsten sind solche Stationen durchaus eine sinnvolle Sache. Bei längeren, großflächigen Stromausfällen dürfte es trotzdem recht schnell mit den ganze Mobiltelefonen zu Ende gehen, viele der Basisstationen sind nicht auf dauerhafte Stromausfälle ausgelegt. Da ist die "USV" recht schnell leer und dann ist nix mehr mit Mobilfunk, außer die Netzbetreiber stellen Notstrom zur Verfügung.

Für eher kleinflächige, länger andauernde Stromausfälle kann damit die Kommunikationsfähigkeit zumindest einiger Mobiltelefone erhalten werden. Wobei 60x laden auch nicht unbedingt viel ist, man wird da wohl priorisieren müssen....
Benutzeravatar
Elt-Onkel
Null-Leiter
Beiträge: 7033
Registriert: Donnerstag 25. März 2004, 01:08
Kontaktdaten:

Re: Kleinspannungsversorgung

Beitrag von Elt-Onkel »

Hallo,

auf die RKLE-Steckdose kann man alles draufstöpseln,
was einen KFZ-DIN-Stecker im Fuß hat.
Also in Zukunft auch was mit LED.

Das Gerät ist nur für einen partiellen Stromausfall gedacht.
Also wenn in der Gemeinde nix mehr geht,
aber der Mobilfunkmast 5km weiter noch jobbt.

Mit einem größerem Gehäuse wäre mehr Akkukapazität möglich gewesen.
Aber irgendwer soll das Konstrukt ja auch noch tragen können.

Der geplante Einsatz ist an einer Drehstrom NEA.
Wenn die dann auch noch ausfällt kann man eben noch eine begrenzte Zeit
auf Akku weitermachen.

Die gelbe RKLE ist primär dafür gedacht, wenn eine behelfsmäßige
Verkabelung im Krisenfall über die Straße geführt werden muss,
dass denn dort das Gerät steht, und die Rundumleuchte den Autoverkehr
warnt. Es muss dann eben dort eine CEE-Steckverbindung mit Y-Kabel liegen.

...
chris_hh
Null-Leiter
Beiträge: 190
Registriert: Sonntag 28. Juni 2009, 18:38

Re: Kleinspannungsversorgung

Beitrag von chris_hh »

IH-Elektriker hat geschrieben: Montag 16. Januar 2023, 15:52 Ansonsten sind solche Stationen durchaus eine sinnvolle Sache. Bei längeren, großflächigen Stromausfällen dürfte es trotzdem recht schnell mit den ganze Mobiltelefonen zu Ende gehen, viele der Basisstationen sind nicht auf dauerhafte Stromausfälle ausgelegt. Da ist die "USV" recht schnell leer und dann ist nix mehr mit Mobilfunk, außer die Netzbetreiber stellen Notstrom zur Verfügung.
Zur Info, Quelle Telekom:
"Im Mobilfunknetz sind Antennenstandorte in der Regel zur kurzzeitigen Überbrückung von regionalen Stromausfällen mit Batterien ausgestattet. Bei längeren lokalen Ausfällen setzen wir auf mobile Netzersatzanlagen, welche dann zu den Mobilfunkstandorten gebracht werden müssen."

Daher kann wohl davon ausgegangen werden, das so gut wie keine Basisstation für den dauerhaften Stromausfall ausgelegt ist. Bei einem Flächendeckendem Ausfall wird das mit den mobilen NEAs wohl kaum klappen.
Benutzeravatar
Elt-Onkel
Null-Leiter
Beiträge: 7033
Registriert: Donnerstag 25. März 2004, 01:08
Kontaktdaten:

Re: Kleinspannungsversorgung

Beitrag von Elt-Onkel »

.
Das Mobilfunknetz ist Batteriegepuffert.

Soweit - so schön.

Auf der Zivilschutzschule in Bad Neuenahr-Ahrweiler lernt man die Zeiträume.

- Mobilfunk: Eine Stunde
- Tetra: Vier Stunden

...
Benutzeravatar
Elt-Onkel
Null-Leiter
Beiträge: 7033
Registriert: Donnerstag 25. März 2004, 01:08
Kontaktdaten:

Re: Kleinspannungsversorgung

Beitrag von Elt-Onkel »

Hallo,
Elt-Onkel hat geschrieben: Montag 16. Januar 2023, 16:45
Es muss dann eben dort eine CEE-Steckverbindung mit Y-Kabel liegen.
In dem Zusammenhang:

Gibt es irgendwelche Ideen, wie man so ein Y-Kabel (5x2,5) realisieren kann?

Ja, es gibt Schrumpfaufteilkappen.

Aber die haben so kurze Enden.

Schöner wäre was mit langen 'Tüllen'.
Die Konstruktion von Schrupfmuffen aus der Fernmeldetechnik mit
Einsteckklemmen und massig Schmelzkleber sind was zum Eingraben
im Erdboden.
Hier wäre etwas schönere Optik besser.

Wenn es doof kommt, könnte man eine Aufteilkappe verwenden,
und dann von den zwei Kupplungen 2x5 Adern = 10 bis in den Stecker führen.
Das bedingt dann natürlich ca. 50cm Schrumpfschlauch,
so dass man aus den 10 Adern ein 'Kabel' baut.
Nur Schrumpfschlauch ergibt so biegesteife 'Kabel'.
Schöner wäre z.B. Kaltschrumpfschlauch in lang.
Nur den habe ich bisher nur in maximalen Längen von 30cm gefunden.

Was tun sprach Zeuss ?

...
IH-Elektriker
Null-Leiter
Beiträge: 1745
Registriert: Mittwoch 9. Januar 2013, 11:18

Re: Kleinspannungsversorgung

Beitrag von IH-Elektriker »

Elt-Onkel hat geschrieben: Montag 16. Januar 2023, 16:45
Mit einem größerem Gehäuse wäre mehr Akkukapazität möglich gewesen.
Aber irgendwer soll das Konstrukt ja auch noch tragen können.
Für solche Fälle (große Speicherkapazität und vom Gewicht her tragbar) bieten sich LiFePo4-Akkus an. Ich habe davon einige für meine portablen Funkgeräte im Einsatz.

Nachteil ist der Preis....

Bei dem Anbieter welchen ich nutze kosten 50Ah etwas über 300€ und 100Ah etwas über 500€, dafür wiegt der 50Ah nur 4,9Kg und der 100Ah nur 9,5Kg. Die Batteriepacks haben ein Batteriemanagementsystem direkt eingebaut, es ist kein spezielles Ladegerät nötig, interner Schutz vor Überlast und Kurzschluss.

Halt nur deutlich teurer wie Bleigel. Leider.
Antworten