Starthilfekabel ALDI-Nord

Alles Rund um das Thema Elektrotechnik das nicht über eigene Foren abgedeckt ist.
Elo-Ocho
Null-Leiter
Beiträge: 744
Registriert: Mittwoch 16. Juli 2014, 14:27
Wohnort: Münsterland

Beitrag von Elo-Ocho » Montag 10. Oktober 2016, 20:11

[quote="Meister_Stefan"]Ich ein Auto selber Überbrücken? Bestimmt. Bestimmt nicht mehr.
Ich habe das an meinen Sportwagen aus Stuttgart gemacht und hinterher war die Electronik im A.... . &#128526]


Moinsen,

wer billig kauft, kauft zweimal..

Ich würde kein Auto haben wollen, was man nicht überbrücken kann.
In Wohngebieten kommt der ADAC nicht in 15 Min.

Bei meinem letzten Arbeitgeber hatten wir einen LKW, bei dem irgendwas nicht stimmte, den mussten wir ständig fremdstarten.

Bei den billigen Kabeln liegt es echt ehr an den Klemmen, als am Querschnitt. Es gibt auch "Diesel"- oder "Benziner"kabel im Baumarkt. Hatte mal nen 2,5l Dieselkombi, da reichte auch das Benzinerkabel immer aus.

Die Sache mit dem Akkupack hat ehr praktische Vorteile. Ist halt einfacher zu transportieren als ein Auto.

Oder was sagt der Fachmann, Jörg? Können Autos beim Fremdstarten kaputt gehen, wenn man nichts falsch macht, weil das Kabel zu dünn ist?

Ocho

Jörgi-1911
Null-Leiter
Beiträge: 826
Registriert: Mittwoch 25. Januar 2012, 21:31

Beitrag von Jörgi-1911 » Montag 10. Oktober 2016, 21:48

Elo-Ocho hat geschrieben: Oder was sagt der Fachmann, Jörg? Können Autos beim Fremdstarten kaputt gehen, wenn man nichts falsch macht, weil das Kabel zu dünn ist?

Ocho
Grundsätzlich kann alles passieren. Wer macht schon Gebläse, Klimaanlage
und alle Hochstromverbraucher aus bei der Starthilfe?
Anderenfalls kann ich dem Spenderauto schon ein wenig weh tun.

Folgende Konstellation:
Halbwegs modernes Auto mit Batteriemanagement. Motor läuft, Generator
sagt dem Komfortsteuergerät 'alles ok, ich kann alles abdecken'.
Motorsteuerung bekommt auch Wind davon und lässt die Leerlaufdrehzahl
bis an die Rundlaufgrenze absinken. Bordspannung bei 14,4 V.
Innengebläse läuft munter auf fast höchster Stufe.
Jetzt bricht aus heiterem die Bordspannung ein, weil der Parkplatznachbar
seinen A6 Diesel startet. Bordspannung bricht innerhalb einer viertel
Sekunde auf 10 V runter. Gebläsemotor schiebt rückwärts in die Klima-
regelung Spannung. (bewegte Masse) Steuergeräteendstufe quittiert das
im besten Fall mit einem Fehlereintrag, im schlechtesten Fall garnicht mehr.

Alle anderen Systeme, wie SRS, ABS/ESP, Motor, Getriebesteuerung,
Infotainment, Komfortsteuerung, CAN-Gateway ... merken Unterspannung.
Fehlereintrag in den Fehlerspeichern sind die Folge.
Spender sollte dann zumindest die entsprechenden Fehlereinträge
löschen (lassen).

Das wäre erstmal auf der Spenderseite.


Die Empfängerseite hat es einfach:
Strom reicht oder nicht.
Spannungsspitzen beim Anklemmen sind allemal gefährlich. Auch sollte
man unmittelbar nach dem Start einige Verbraucher einschalten.
Wenn nämlich zwei Generatoren dudeln, muß das nicht lastfrei passieren.

Ich persönlich habe bei der Starthilfe noch nie irgendwas gekillt. Die
Quote wird auch insgesamt sehr niedrig sein.
Spitzenreiter war allerdings ein Starthelfer, der falsch gepolt hat.
Folge: hoher vierstelliger Reparaturbetrag.

Trumbaschl
Null-Leiter
Beiträge: 1838
Registriert: Mittwoch 11. Februar 2004, 12:17
Kontaktdaten:

Beitrag von Trumbaschl » Dienstag 11. Oktober 2016, 12:50

Bin ich froh, wenn überhaupt nur ein ca. 1985 konzipiertes Auto zu fahren... 2,5 l Saugdiesel mit heißen 69 PS, ein absolutes Minimum an Elektronik und das überwiegend noch Klappertechnik. Böse Zungen behaupten, die meiste Elektronik sitzt dort im Autoradio :D Unverwüstlicher Gewerbe-Japaner eben. Der Vorgänger war ein 87er-Baujahr des gleichen Modells und ist 2012 nach 245 000 km nach Afrika gegangen, weil Rostreparaturen, Zylinderkopf, Blattfedern usw. nach mitteleuropäischen Werkstättenpreisen zu teuer waren. Gefahren ist der immer noch problemlos. Der aktuelle ist ein 96er, aber in der Serie wurde nie viel geändert.

IH-Elektriker
Null-Leiter
Beiträge: 1423
Registriert: Mittwoch 9. Januar 2013, 11:18

Beitrag von IH-Elektriker » Dienstag 11. Oktober 2016, 17:02

Trumbaschl hat geschrieben:Bin ich froh, wenn überhaupt nur ein ca. 1985
Mein eines Auto (VW-BUS) läuft zur Not völlig ohne Strom. Dazu einfach die Druckfeder des Dieselabstellers ausbauen.... :D

Okay, das Anlassen ist schwierig - ohne Strom ist sich nix mit Vorglühen - also eher auf die brutale Art anschleppen oder ein ausreichendes Gefälle suchen, dann klappt sogar das.

Vor 30 Jahren bedeutete Automobilbau eben noch Mechanik.... ;)

Der andere Bus ist aus dem Zeitalter der ersten Motorelektronik, d.h. es gibt keine Servicediagnose o.ä. - ist da was am rumzicken heisst es Wissen welches Sympthom wie gedeutet will. Ein abkorrodierter Massestern am Armaturenbrett kann nämlich das Fahrzeug so außer Gefecht setzen das eine Werkstatt einen kapitalen Motorschaden diagnostiziert....mit Autos die 26 Jahre alt sind kennt sich kaum mehr ein 08/15-Automechatroniker aus.

Der Alltags-PKW ist schon modernerem Baujahres (....aber auch schon 9 Jahre alt) und hat solchen Firlefanz wie ein Komfortsteuergerät, komplexe Motorelektronik, Bordcomputer und so'n Zeugs.

Und natürlich die unvermeidliche Steckverbindung für den Diagnose-Laptop (....ohne den viele Motorreparaturen nicht mehr möglich sind) ;)

Benutzeravatar
Tobi P.
Beiträge: 1720
Registriert: Sonntag 18. November 2007, 13:46
Wohnort: 41516 Grevenbroich

Beitrag von Tobi P. » Dienstag 11. Oktober 2016, 22:09

Moin,
Thommy62 hat geschrieben: Ich habe im Auto einen Eigenbau mit echten 25q und guten Zangen liegen.
das kann ich über :D Eigenbau aus 2x 6m NSGAFÖU 70mm², einseitig Polzangen, andere Seite Nato-Schweinenase. Dafür hat mein Auto dann auch eine Schweinenase als Fremdstartsteckdose direkt neben dem Batteriekasten spendiert bekommen, Anbindung ebenfalls in NSGAFÖU 70mm². Alles mit gasdicht verpressten Kabelschuhen bzw. kurzschlusssicheren Aderendhülsen. Hat sich auch schon mehrmals bewährt - und für den ein oder anderen überraschten Blick gesorgt, vor allem bei ADAClern :cool:

Korrektur: Sind doch nur 50mm². Die 70mm² sind am Powerpack für die größeren Netzersatzanlagen........

Gruß Tobi
Gründer und 1. Vorsitzender des "Vereins der Freunde des 175kVA Bosch"

Benutzeravatar
didy
Null-Leiter
Beiträge: 1431
Registriert: Donnerstag 14. April 2005, 16:30
Kontaktdaten:

Beitrag von didy » Mittwoch 12. Oktober 2016, 01:46

Was sind denn Kurzschlusssichere Aderendhülsen?

Benutzeravatar
Tobi P.
Beiträge: 1720
Registriert: Sonntag 18. November 2007, 13:46
Wohnort: 41516 Grevenbroich

Beitrag von Tobi P. » Mittwoch 12. Oktober 2016, 05:57

Moin Didy,

im Prinzip normale Aderendhülsen mit Isolierkragen. Allerdings ist die Öffnung des Isolierkragens größer als bei der Standardausführung um die dickere Isolierung des NSGAFÖU aufnehmen zu können.


Gruß Tobi
Gründer und 1. Vorsitzender des "Vereins der Freunde des 175kVA Bosch"

Oliver67
Null-Leiter
Beiträge: 1
Registriert: Samstag 23. Mai 2020, 22:10

Re: Starthilfekabel ALDI-Nord

Beitrag von Oliver67 » Sonntag 21. Juni 2020, 14:43

Ich bin da selbst auch etwas unsicher, da ich vor einigen Tagen auch sehr günstige Starthilfekabel gefunden habe und sie kaufen wollte, es aber am Ende doch nicht gemacht habe, was sich als eine gute Entscheidung herausgestellt hat. Ich habe zuhause ein bisschen recherchiert und auf einer Vergleichsseite verschiedene Starthilfekabel gefunden. Diese günstigen, wurden von den Verbrauchern nicht so gut bewertet, so dass es manchmal wirklich gut ist vor dem Kauf noch einmal nachzudenken und sich ein bisschen zusätzlich zu informieren.
Gruß


Editvermerk Olaf S-H: Link bearbeitet

steckdoesler
Null-Leiter
Beiträge: 46
Registriert: Sonntag 17. Mai 2020, 10:49

Re: Starthilfekabel ALDI-Nord

Beitrag von steckdoesler » Sonntag 21. Juni 2020, 19:20

Themenfremder Inhalt gelöscht

Im Übrigen. Nicht überall wo GS oder TÜV drauf steht ist auch GS oder TÜV drin. Einfach hier:

https://www.tuvsud.com/de-de/dienstleis ... r-produkte

nach Starthilfekabel u.a. suchen.

MfG

steckdoesler

Edit: Elt-Onkel

Antworten