Netzformen

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bettmann
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Beitrag von bettmann » Dienstag 15. Dezember 2015, 11:38

Joachim hat geschrieben:Wikipedia-Artikel
Interessanter Artikel!
... Von da an setzten sich die 50 Hz durch die „normative Kraft des Faktischen“ in Deutschland durch, ...
So eine "geschmeidige" Wortwahl ;)

bettmann
Yo, wir schaffen das !!! (Bob der Baumeister)

Trumbaschl
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Beitrag von Trumbaschl » Dienstag 15. Dezember 2015, 21:59

Interessantes Detail, an das mich der Wiki-Artikel erinnert hat: abweichende Frequenzen gab es nicht nur in den genannten Ländern. Als 1910 die Mariazellerbahn in Österreich elektrifiziert wurde, wählte man 5 kV/25 Hz als Bahnstromsystem. Zur Erzeugung wurde das Wasserkraftwerk Wienerbruck errichtet. An der parallel zur Bahn verlegten Mittelspannungs-Drehstromleitung wurden auch einige Orte entlang der Strecke angeschlossen und diese hatten naturgemäß ebenfalls 25 Hz Netzfrequenz. Wann hier auf 50 Hz umgestellt wurde weiß ich nicht.

Sauwetter
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Beitrag von Sauwetter » Dienstag 15. Dezember 2015, 23:01

Bei vde.com gibt es u.a. einen schönen Beitrag: Der Weg zur Normfrequenz 50 Hz.
Man kann Versicherungen manches vorwerfen, aber schadenfroh sind sie nicht.

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Elt-Onkel
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Re: Netzformen

Beitrag von Elt-Onkel » Dienstag 14. November 2017, 03:48

Hallo,

nun habe ich noch ein Werk von Klöckner-Moeller gefunden.

Da sind noch ein paar US-Eigenheiten aufgeführt.
Alles sehr lesenswert - insbesondere, wenn mal jemand auf die Idee kommen sollte irgendeine Elektrik in das Land der Indianer liefern zu wollen.


...
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ThomasR
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Re: Netzformen

Beitrag von ThomasR » Donnerstag 23. November 2017, 16:17

Wie lange dauert dann wohl die Ausbildung zum Elektriker in den USA? Nach der Anzahl der möglichen Netzformen müssten das so ca. 5 Jahre sein joint1

Trumbaschl
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Re: Netzformen

Beitrag von Trumbaschl » Dienstag 28. November 2017, 13:19

ThomasR hat geschrieben:
Donnerstag 23. November 2017, 16:17
Wie lange dauert dann wohl die Ausbildung zum Elektriker in den USA? Nach der Anzahl der möglichen Netzformen müssten das so ca. 5 Jahre sein joint1
Meiner Erinnerung nach dauert die Lehre 4 Jahre.

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Elt-Onkel
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Re: Netzformen

Beitrag von Elt-Onkel » Dienstag 28. November 2017, 19:25

Hallo,
Trumbaschl hat geschrieben:
Dienstag 28. November 2017, 13:19
ThomasR hat geschrieben:
Donnerstag 23. November 2017, 16:17
Wie lange dauert dann wohl die Ausbildung zum Elektriker in den USA? Nach der Anzahl der möglichen Netzformen müssten das so ca. 5 Jahre sein joint1
Meiner Erinnerung nach dauert die Lehre 4 Jahre.
In Usa ist alles anders.

Wenn dort ein Männchen mit Blaumann und aufgenähtem Blitzpfeil auf die Baustelle kommt,
heisst das nur, daß ihn der Chef geschickt hat, um die lustigen , bunten Drähte zusammenzuzwirbeln.

Es kann gut sein, daß das Männchen die Woche davor geklempnert hat.

Das ist ja auch der Grund, warum man dort immer Arbeitsanweisungen schreibt.
(Das ist nun nach Deutschland rübergeschwappt.)
Normalerweise kann ein Geselle mit Deutscher Ausbildung seinen Job.
Der braucht eigentlich keine schriftliche 'Arbeitsanweisung'.

In Usa wird man Elektriker durch Handauflegen (vom Chef).
Einem meiner Studienkollegen vom Fach Bauingenieurwesen ist das dort so passiert.

...

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Lightyear
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Re: Netzformen

Beitrag von Lightyear » Dienstag 28. November 2017, 19:48

Elt-Onkel hat geschrieben:
Dienstag 28. November 2017, 19:25
In Usa ist alles anders.

Wenn dort ein Männchen mit Blaumann und aufgenähtem Blitzpfeil auf die Baustelle kommt,
heisst das nur, daß ihn der Chef geschickt hat, um die lustigen , bunten Drähte zusammenzuzwirbeln.

Es kann gut sein, daß das Männchen die Woche davor geklempnert hat.
Ich kann da keinen Unterschied zu den hiesigen Zuständen, gerade im Bereich Arbeitnehmerüberlassung, erkennen.
Der Mitarbeiter, der letzte Woche noch als Schweißer angedient wurde, ist diese Woche nun als Sanitärmonteur da und kommende Woche als Elektriker. Wenige Tage Später wieder als Schweißer und dann auch mal als Schlosser oder als Maler.

Und NEIN, das ist leider keine sooo besondere Ausnahme... :(

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Re: Netzformen

Beitrag von Trumbaschl » Dienstag 28. November 2017, 22:56

Es gibt in den verschiedenen Bundesstaaten die unterschiedlichsten Regelungen, aber durchaus auch das sattsam bekannte System mit Lehrling, Geselle und Meister. Und für das Erlangen einer Betriebsgenehmigung braucht man in vielen Staaten einen entsprechenden Ausbildungsnachweis. In anderen kann sich jeder Idiot Elektriker nennen, das wird aber meines Wissens immer seltener.

Was dann der Herbert oder Joe oder Iwan auf der Baustelle wirklich für Qualifikationen hat (verantwortlich ist er ja nicht), ist hüben wie drüben eine andere Geschichte.

Außerdem werden nahezu überall Installationen extern geprüft, einmal nach Rohbaufertigstellung und einmal nach Inbetriebnahme, ohne Prüfaufkleber keine Fertigstellung bzw. kein Zähler.

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