Harmonische Oberschwingungen , Netzrückwirkungen - Netzqualität Analyse

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PQ_Trainer
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Beitrag von PQ_Trainer » Sonntag 22. März 2015, 23:41

1mkRE hat geschrieben:Hallo Richard

die Halbgesteuerten Softstarter meine ich mit einer Gesteuerten und einer ungesteuerten Diode antiparallel geschaltet je Phase. Vollgesteuert wäre dann zwei gesteuerte Dioden jeweils in einer Phase antiparallel geschaltet also wie du schon sagtest Triacs. Jetzt weiß ich nun nicht ob die noch gebaut werden Halbgesteuerte. Es gab da technisch so viele Varianten bei Softstartern habe nicht mehr den überblick.

Ich habe gehört das softstarter höhere Netzrückwirkungen haben als FUs bist du da meiner meinung? Jedoch nur im Hochlaufbetrieb denke ich!

Das mit dem "höhere" kann ich mir nur mit höheren spannungsanteilen der Harmonischen vorstellen?!
Habs verstanden "Halbgesteuerte Brückenschaltung", ja könnte so sein, dass man Netzrückwirkungen auf den Effektivwert der Spannung durch den Phasenanschnitt auf die Oberschwingungen nur während des Anlaufes verschoben hat.(dunkle Erinnerungen aus den 70ern, wo so was eventuell gemacht wurde)
Ich bin Messtechniker und nicht auf solche, ich sage mal Einsparungen an Kosten gewöhnt bin bei meinen Kunden :)
Ich denke, weiss aber nicht ob solche Schaltungen im höherem Leistungsbereich NUN zulässig sind, ich denke nicht.
Wie Du auch meinst ... es gab...da stimme ich Dir zu :)

P.S. sehe mir gerade Unterlagen darüber durch, aber nur um auch das abzudecken, wurde bis jetzt nicht damit konfrontiert.

L.G. Richard
Die einfachsten Fehler sind am Schwersten zu finden.:D
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1mkRE
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Beitrag von 1mkRE » Dienstag 24. März 2015, 17:12

Hallo Ja bei den verschiedenen Softstarter Varianten gibt es auch Leistungsgrenzwerte. Ich gucke mal was ich finde.
Meistens ist es bei den Softstartern so, dass nach hochlauf die Triacs gebrückt werden ohne diese weiter zu belasten bzw. verluste auf den bauteilen zu haben.
Softstarter sind auch ein interessantes Thema und die Technik heutzutage ist wirklich gut. Habe mich zwar nicht mit dem inneren beschäftigt wenn ich mal so ein Gerät eingestellt habe "Zeitbedingt" aber ich denke bei dem Projekt werde ich genauer hinschauen.

Was das Thema Einsparungen angeht, da ist unser Projekt besonders hier sehr sensibel. Und angesagt furios1

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Klein-Eli
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Beitrag von Klein-Eli » Dienstag 24. März 2015, 19:31

Hallo,
ich habe erst einen begraben (Ruhe in Frieden).
2 Phasen werden über Triac (weiß ich nicht so genau) geregelt die dann über interne Relais überbrückt werden.
Eine Phase hat Dauerspannung und das, finde ich, ist murks. :schimpf:
Schöne Grüße
Klein-Eli dd1

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Beitrag von 1mkRE » Mittwoch 25. März 2015, 08:35

Hallo Klein Eli,
wie hast du den die beiden Softstarter zerstört bzw. was ist passiert.brauchst du hilfe bei einstellungen oder der Auswahl eines richtigen Typs?welchen anwendungsfalk hast du den?

Man unterscheidet immer zwischen sanftanlaufen um die mechanik zu schützen oder sanftanlaufen um das netz nicht zu belasten. Im letzten punkt nutzt man natürlich die vollgesteuerte version.
Bei der verwendung der ein oder zweiphasigen ansteuerung wird der motor mehr thermisch belastet.jedoch weiß ich wirklich nicht welche varianten alle heute noch genutzt werden.

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Beitrag von Klein-Eli » Mittwoch 25. März 2015, 20:20

Hallo 1mkRE,

Einschaltstrombegrenzung eines Seitenkanalverdichters.
Softstarter hat den Softstart immer wiederholt, war 8 Jahre alt.
Schöne Grüße
Klein-Eli dd1

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1mkRE
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Beitrag von 1mkRE » Donnerstag 26. März 2015, 21:38

Klein-Eli,

brauchst du hilfe dabei oder meinst du lag es nur an dem alten Gerät?
Oder hast du das Problem immernoch?

Gab es dort eine Fehlermeldung an dem Softstarter?

Zuletzt habe ich einen Absaugventilator in Betrieb genommen, hatte am Anfang probleme gehabt, das mir eine Phase an bzw. ein Trenner beim Hochlauf rausgefogen ist. Aber es reichte die Hochlaufzeit zu verlängern und alles war ok :-)

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Beitrag von Klein-Eli » Freitag 27. März 2015, 20:26

Hallo 1mkRE,

ist nur ein Kleingerät für max. 11 kW, da gibt es keine Fehlermeldung.
Danke für das Hilfsangebot, funzt alles wieder 1a. :D
Schöne Grüße
Klein-Eli dd1

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Beitrag von 1mkRE » Sonntag 29. März 2015, 20:59

Hallo Klein Eli,

das freut mich :)

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Oberwelle
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Beitrag von Oberwelle » Sonntag 29. März 2015, 21:17

1mkRE hat geschrieben:Hallo Oberwelle,

ich hoffe ich hab es richtig verstanden, da die Oberspannungsseite in unserem Fall in Dreieck gewickelt , und bei der Unterspannungsseite einen Sternpunkt hat verschwinden die Oberwellen im Nullsystem über den Sternpunkt? Ist das nun richtig?...
Moin,

ich muß mich korrigieren, die symmetrischen 3ten werden im DY Trafo nicht weitertransformiert, unsymmetrische ( z.B. einphasige Last ) schon da diese kein sym. Nullsystem bilden..


OW
.
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Beitrag von PQ_Trainer » Montag 30. März 2015, 15:08

Oberwelle hat geschrieben:Moin,

ich muß mich korrigieren, die symmetrischen 3ten werden im DY Trafo nicht weitertransformiert, unsymmetrische ( z.B. einphasige Last ) schon da diese kein sym. Nullsystem bilden..


OW
dd1 so ist es, Triplen (Oberschwingungen) werden im Dreieck über den Wicklungswiderstand kurzgeschlossen.
Einphasige Lasten produzieren 3.OS (auch etwas 5.OS), wenn gleichmässig auf die Phasen aufgeteilt kann es fast den 3 fachen 3.OS Strom am Neutralleiter geben.
Die 5. OS (TV OS) wird nun wohl mit dem Ersatz der Röhren durch Flatscreens zurück gehen, diese wirkt bis auf die höchste Spannungsebene zurück.
Habe einmal einen Trafo 400kVA DYN5 gemessen. Sollte eine Demomessung für die Anwendung eines unserer Geräte werden.
Umgebungstemperatur in der Station +10°C Trafo Öl 80°C !
Halbe Nennleistung gerade mal, aber 120A am PEN, davon nur 20A durch Unsymmetrie der Grundschwingung.
100 A entfielen auf die TRIPLEN (3.-9.-15.-21.-...) 8o
Hat den "Blechschuppen" recht gut geheizt, drausen wars wesentlich kälter :D

L.G. Richard
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